Andere bauen Häuser, kaufen sich tolle Autos. Wieder andere bekommen noch ein Baby – und wir? Wir reisen. Das (Fern)reisen hat mich und meinen Mann immer schon verbunden.

Wir waren mit dem Rucksack in aller Herren Länder. Sind in Südafrika rumgereist, ich habe sogar ein paar Monate dort gearbeitet. Waren in Thailand und Singapur. Ich habe in Sydney gelebt, bevor wir gemeinsam die australische East Coast bereist haben. Wir waren in Mexiko und Belize unterwegs. Wir haben Vietnam von Norden nach Süden durchquert. Haben Bali und Lombok mit dem Jeep erkundet. Waren in Tansania, Kenia und auf Sansibar. In Marokko und in Dubai. Aber auch in Prag, Budapest, Paris, Florenz. Quer durch Frankreich und Italien…

Wir sind ohne einen Cent in der Tasche irgendwo in Mexiko gestrandet, weil es keinen Geldautomaten gab. Wir haben uns zwei Tage von Butterkeksen ernährt, weil ein Sturm über unsere Strandhütte in Belize hinweggefegt ist. Wir haben im afrikanischen Busch gezeltet mit Elefanten nachts im Camp. Wir sind mit Überlandbussen durch die mexikanische, genauso wie durch die afrikanische Nacht gefahren. Letzteres, dachte ich, überlebe ich nicht, als Elefanten die Straße kreuzten. Licht am Bus Fehlanzeige. Wir sind im Mekong-Delta mit Magen-Darm gestrandet, in einem Ort, wo es nicht einmal Cola gab(!). Haben uns im marokkanischen Hochland die Füsse abgefroren und im australischen Busch im Zelt neben den Krokodilen geschlafen.

Wir haben die schönsten Strände gesehen. Haben uns eine Strandhütte mit Meerwasser-Eimer-Dusche ohne Strom in Tulum gemietet. Sind durch Lesotho und Swasiland gefahren und waren beeindruckt von den Menschen dort. Sind im Great Barrier Reef geschnorchelt und durch die Whitsunday Islands gesegelt. Waren im mexikanischen Hochland genauso wie in den bekanntesten afrikanischen Nationalparks. Haben Leoparden, Löwen und Geparden gesehen. Aber auch Buckelwale – als wir in Australien zelten waren. Sind tagelang durch die Ha Long Bucht in Vietnam gesegelt oder in der Hängematte in Thailand gelegen.

Und dann? Dann kamen die Kinder…

Fernreisen mit Kindern

Und wir dachten, jetzt ist das alles zu Ende. Mit Kindern kann man ja nicht fernreisen. Mit Kindern kann man ja nicht viel reisen. Mit Kindern wird das Reisen, vor allem das Fernreisen, viel zu teuer. Kindern kann man die Klimawechsel und Zeitzonenwechsel nicht zumuten. Schon gar nicht die langen Flüge und gibt es nicht auch überall außerhalb von Europa die schlimmsten ansteckenden Krankheiten?

NEIN! Kinder sind kein, aber auch wirklich gar kein Hindernis und erst recht kein Grund nicht zu reisen. Unsere Kinder haben in jedem Alter, vom Baby über Kleinkind bis Kind alle Flüge sehr gut gemeistert. Auch Zeitumstellungen und Klimawechsel. Ja, reisen mit Kindern ist vielleicht anstrengender – aber auch wertvoller. Meine Kinder haben bereits so viel kennenlernen dürfen und das freut mich für sie von Herzen! Und wir Eltern: Wir leben mit unseren Kinder weiter unseren Traum – möglichst viel von der Welt zu sehen.

Wir sind mit Kleinkind und Baby im Bauch in Kuba mit dem eigenen Auto herumgereist. Zweimal waren wir mit Baby und Kleinkind auf Bali und Lombok unterwegs. Und in diesem Jahr erfüllen wir uns einen weiteren Traum.

Im April werden wir gemeinsam mit unseren 2- und 5-jährigen Kindern nach Bangkok fliegen, um von dort aus Thailands Süden unsicher zu machen. Im Anschluss fliegen wir nach Malaysia und schauen, was Städte wie Kuala Lumpur für Familien zu bieten haben. Und dann, dann geht es nach Perth. Wir werden Westaustralien bereisen. Plan ist es einen Camper anzumieten und den Westen und Süden zu sehen. Das wird bestimmt ein Abenteuer. Vor allem, weil es mein erstes Mal in einem Camper sein wird. Und dann? Dann geht es nach Bali. Nicht zuletzt der Wunsch unserer Tochter: „Mama, ich möchte ganz viel rumreisen, aber auch nach Bali.“ Hier kennen wir uns aus. Es ist unser viertes Mal auf der Insel und bei einem Trip von zwei Monaten freuen wir uns auch gewohnte Umgebungen anzutreffen. Wir werden auch wieder auf die Gilis fahren und ein bisschen das Robinson Crusoe-Leben genießen. Auf dem Rückweg gibt es in Bangkok dann noch ein bissl Sightseeing, bevor wir pünktlich zum deutschen Sommer wieder zurück sind.

Ja, BÄHHHMMMM – wir freuen uns!!! Wie wir das machen? So ganz ohne Elternzeit? Wie wir das finanzieren? Das schreibe ich euch in den kommenden Tagen nochmal auf. Jetzt taumle ich hier noch ein bisschen vor Freude und überlege schon mal was wir mitnehmen. Also viel kann es nicht sein, bei fast 10 Flügen :-))

PS: Tipps zu Orten, Routen, Campern, Adressen in Westaustralien sind natürlich sehr, sehr gerne genommen! Genauso wie rund um Krabi, Ko Lanta und Kuala Lumpur…

Und wenn ihr ein bisschen was von unseren bisherigen Fernreisen lesen mögt

Kuba mit Kind – Machen! Ein kleiner Reisebericht
Kuba mit Kind – Organisatorisches und Kosten

Dem Himmel so nah – unsere Elternzeit mit Baby und Kleinkind auf Bali
Elternzeit auf Bali mit Baby und Kind – Kosten, Orga und Must-brings

Oder einfach unter der Rubrik Reisen & Kind – da gibt es auch tolle Ziele in Europa