Schlaf den Stinkefinger zeigen – das scheint beiden meiner Kinder irgendwie in die Wiege gelegt worden zu sein und nach 5 Jahren Eltern sein, sehen wir mittlerweile 10 Jahre älter aus. Ja, es ist weit reichend bekannt: unsere Kinder schlafen beschiessen. Entschuldigt des Ausdruck, aber hier gibt es nichts zu beschönigen. Die eine schläft einfach fast nie zu normalen Zeiten ein, der andere tut es ihr jetzt nach. Obgleich er sich eigentlich in den letzten Jahren ganz stark an der Front und wenn meinen Schwester dann endlich schläft, bin ich wieder am Start platziert hatte. Aber unser eigentliches Problem bei beiden Kinder ist das ins Bett bringen und da ich schon oft gefragt wurde das mal auf zu schreien- Voila:

Puhhh, machmal ist es ja mit meiner Geduld wirklich endlich. Obgleich „endlich“ auch ein dehnbarer Begriff ist. Denn die Geduld schwindet bei mir so nach 1,2 Stunden Ins-Bett-Bring-Programm. Fragt mich nicht, woran es liegt, aber bei unseren Kindern scheint die Müdigkeit bei Erstkontakt mit dem Bett wegzufallen. Wie auf Knopfdruck ist wieder alles an. Die Funktionen, besonders das Sprachzentrum, wieder auf vollen Touren. Ja, wir Eltern arbeiten mit allen Tricks. Sitzen am Bett, liegen mit im Bett, singen und beruhigen. Apropos Singen: Der neueste Clou meines Sohnes: Er möchte nicht mehr das Lied „Kein schöner Land“ hören. Sein Wunsch: „Bagger“! Ich weiß nicht, aber ich kenne dieses Lied nicht. Aber was soll’s. Ich trällere auf die Melodie von Schlaf Kindlein Schlaf das Lied „Bodo mit dem Bagger“. Ob ich mir eigentlich für nichts zu schade bin? Nein, wenn es um den Schlaf meiner Kinder geht nicht. Kurz: ich würde alles versuchen. Sogar nackt tanzen! Hätte das zur Folge das sie einschliefen.

Ich reiche auch gerne noch Eiswürfel für die Tochter. Das soll angeblich ihr innerlich erhitztes Gemüt beruhigen. Was meins in diesen Momenten beruhigen würde, ist ein Glas Rotwein. Aber das trinkt sich so schlecht in Liegeposition und mit geschlossenen Augen. Warum ich die Augen zu habe? Vorbildfunktion und so, ihr wisst schon. „Ich habe die Augen zu, und du?“ „Augen zu, Augen jetzt zu!“

Die sprachliche Weiterentwicklung der Kinder ist mir im besonderen in den Abendstunden nur bedingt lieb. Der zweijährige Sohn möchte nämlich immer wieder „eben turz noch was fragen, Mama.“ Wenn ich sage, die Fragestunde wäre jetzt rum, kommt „es ist aber Neues, Mama“ Und neue Fragen beschäftigen sich mit wichtigen Dingen wie „Warum hast du Auden zu Mama?“ Und wenn ich mich dann, nach Strategie siehe oben, schlafend stelle, werden auch die Augenlider hoch gezogen. An diesem Punkt heißt es ernst bleiben und nicht in irres, durch Müdigkeit hervorgerufenes, irees Gelächter auszubrechen.

Ihr Lieben, es ist nicht so, als hätte wir nicht schon extrem viel probiert unser Kinder zum einschlafen zu bewegen. Unser Tipps und Tricks – wenn uns jemand fragt. Obgleich unser Kinder eben für den Anwendungsfall immun sind. Aber vielleicht was für euee?

  • Es begann vor Jahren mit der Pezziball-Technik; schön rauf und runter, immer wieder, mit Baby auf dem Arm
  • wir haben auch schon geföhnt und mit Haushaltsgeräusche-Apps gearbeitet,
  • einen zweiten Maxi Cosi vor der Waschmaschine platziert,
  • Kind in Nonomo-Wiege*, man selber schlafend auf dem Teppich daneben – nie die Hand vom Band zum Wippen nehmend,
  • daneben liegen bis das Kind schläft und der Handy Akku leer ist
  • oder Kind im Elternbett einschlafen lassen, der Geruch soll Wunder wirken,
  • ja, auch schon mit Zirbenkissen* haben wir es probiert – mein Mann hat mich für wahnsinnig gehalten, aber ehrlicherweise hilft es vielen beim einschlafen und sorgt für erholsameren Schlaf
  • genauso wie mit Lavendelöl* ins Kopfkissen,
  • auch „Schlaf gut-Tropfen„* (einen Bachblüten-Mischung) wurden hier gegeben und eine
  • Phantasiereise für Kinder zum Einschlafen CD Kinderleicht einschlafen*
  • Momentan probieren wir alle Möglichkeiten der Homöopathie aus – bislang scheint meine Tochter gegen jegliche Globolis immun, mein Mann meint, wir würden ihr nur für teuer Geld Zucker verabreichen…

Was es gebracht hat: nichts. Also mache ich einfach weiter mit „sche sche sche“ auch wenn mein Sohn mich gestern ganz ernst gefragt hat, warum ich das eigentlich mache, dieses „sche sche sche“. Ja, warum eigentlich?

Habt ihr auch Kinder die nicht gut einschlafen?

Dann raus damit. Mir hilft ja auch, das einfach mal mit anderen zu teilen. Deshalb gibt es auch so ein, zwei Artikel zu diesem Thema – siehe unten. Was sind eure Erfahrungen. Erzählt mal.

Ihr habt euer Einschlafritual gefunden? Oder seid noch auf der Suche?

Dann bitte her mit euern Tipps und Tricks. Vielleicht findet ja hier einer etwas, was bei seinem Kind klappt. Vielleicht springen eure Kinder ja auf Dinge an, die wir schon ausprobiert haben und unsere auf etwas was ihr probiert habt? Ich würde mich sehr freuen, wenn hier viel Tipps und Tricks zusammen kommen. Also zögert nicht, schreibt hier drunter was euch einfällt. Und wenn es nur einem Elternpaar hilft, dann ist es schon Gold wert. Was sage ich: nicht aufzuwiegen.

Mehr zum Thema Schlafen

Ihr wollt noch mehr über dasSchlafverhalten unserer Kinder wissen? Ich bin ehrlich, ins Blog schreiben hilft mir ja dabei nicht wahnsinnig zu werden. Deshalb gibt es hier auch so ein, zwei Artikel zu dem Thema…

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