Müde, müde und erschöpft, aber immer „Maaaaama!!!“ – Tipps zum Durchhalten

Oder soll ich sagen: Meine Strategien im alltäglichen Lebenskampf? Schlafmangel ist nämlich Folter, echte Folter. Hier spricht man im Normalfall von wochenlangem Schlafmangel. Aus Wochen sind bei uns Monate, aus Monaten Jahre geworden. Ehrlich. Ungeschönt.

Ich bin müde, einfach nur müde… Nur müde? Nein. Mittlerweile bin ich auch extrem gereizt, fahre schnell aus der Haut, bin nah am Wasser gebaut. Meine Konzentrationsfähigkeit lässt nach, ich vergesse Dinge. Für meine Kinder heißt das, ich gehe ziemlich schnell in die Luft. Zu schnell. Für meinen Mann heißt das, dass ich des Nächtens, wenn es mal wieder darum geht, wer nun zum x-ten Mal aufsteht, aus der Haut fahre. So richtig.

Warum das so ist? Auf eine Tochter, die noch NIE gut ins Bett ging und damit wirklich nie, folgt ein Sohn, von dem ich denke, dass er vielleicht beim ersten Vollrausch das erste Mal durchschläft. Oder selbst dann noch „Maaaaama!!!“ ruft. Lütti ließ uns durch eine harte Schule gehen. Und damit meine ich Pezziball-Nächte oder Nächte auf dem Wohnzimmerfußboden. Immer eine Hand an der Nonomo-Wippe versteht sich. Auch Nächte auf dem Fliesenboden im Bad waren dabei. Vor dem Trockner, immer eine Hand am MaxiCosi. Heute schlafen wir zwar nicht mehr auf dem Boden, aber mit in Hochbetten, in Kuschelecken, vor Kinderbetten, auf Kinderstühlen. Einfach überall. Denn Lütti kann auch mit 4 nicht gut einschlafen und Baby CJ mit 1,5 Jahren nicht durchschlafen. Ach, streiche durchschlafen. Ich bin durchaus gerne bereit zweimal, ach, dreimal die Nacht aufzustehen. Das, was wir hier machen, kann man aber auch leicht gar nicht schlafen nennen.

Gestern war es dann einfach zu viel. Zu viel von allem und das Fass ist übergelaufen. Zwei völlig übernächtigte Eltern, zwei weinende Kinder und um zehn habe ich die Notbremse gezogen. Schluss. Alle ins improvisierte Familienbett, den Wochenendbesuch und alles andere auch abgesagt. Hier muss sich was ändern und das sind erstmal nicht die Kinder, da haben wir schon einiges probiert, das glaubt mir mal.

Da ich auf meinen gestrigen Instgrampost unheimlich viel Feedback bekommen habe von ganz vielen Leuten, denen es geht wie uns, habe ich mal aufgeschrieben, was wir hier so vorhaben. Für uns, für uns Eltern. Die Maßnahmen sind profan, aber das bewusst machen hilft ja manchmal schon.

  1. Sei mutig, sag nein, das ist hier wirklich eine Ausnahmesituation
    Alles andere läuft so weiter? Euer soziales Leben, eure Verabredungen? Ihr seid morgens beim Babykurs dabei, genau so wie auf dem Verwandschaftskaffee und auf der Party? Ihr zwingt euch das Leben so normal wie möglich zu leben? Ist ja normal, dass man mit Kindern schlecht schläft? Nimmt ja keiner ernst?
    Also ich habe mir vorgenommen ’nein‘ zu sagen. Nein, das geht jetzt gerade nicht. Wir schlafen nicht, wir können nicht kommen. Gute Freunde und gute Verwandte vestehen das. Die anderen müssen halt warten bis wir wieder im Diesseits angekommen sind. Ich habe mir da sagen lassen, es dauert drei Wochen mit normalem Schlaf um Schlafdefizite aufzuholen. Ich hoffe, das passiert nicht erst, wenn meine Kinder ausgezogen sind…
  2. Nein, das hier ist gerade nicht die Zeit die Beziehung zu pflegen
    Ihr wollt abends mal schön zu zweit zusammen essen? Mal reden? Ohne dass die Kids dabei sind und dazwischen quatschen? Am besten bei Kerzenlicht und gutem Essen? Vergesst es, außer ihr habt einen Babysitter. Wir haben das probiert, viel und oft. Gegessen haben wir zwischen 22:00 und 24:00 Uhr um ab 24:00 Uhr wieder Schlafdienst mit unserm Sohn zu schieben. Böse Idee, das mit dem Candle Light Dinner. Besser um spätestens 22 Uhr ins Bett, das macht ein bisschen Schlaf und bessere Stimmung ist momentan die bessere Beziehungspflege. Essen darf man ruhig um 18 Uhr – mit den Kindern.
  3. Pflegt euch selbst – das ist neben den Kindern gerade Herausforderung genug – alles andere darf auch mal liegen bleiben
    Fällt mir mit am schwersten. Dinge liegen lassen. Aber ehrlich. Ich verzichte doch eher mal darauf Kinderzimmer und Küche zu saugen und nutze die 10 Minuten für einen heiße Dusche am Morgen. Die Glieder tun weh, ihr habt mal wieder auf dem Ikea-Kinderstuhl gepennt, oder einer der kleinen Wühlmäuse hat euch in eurem Bett 20cm Platz gelassen. Etwaiges Rausfallen konntet ihr nur verhindern, indem der Popo über dem Rand hing. Eure Glieder danken euch die heiße Dusche.
  4. Sich selbst spüren und damit meinen ich nicht nur die verspannten Muskeln und den vom Schlafmangel geplagten Schädel
    Am schönsten wäre natürlich Massage. Das ist im Alltag aber schwer möglich und ehrlich: auch wieder ein weiterer Termin und davon kann ich gerade wenige gebrauchen. Ein Öl-Duschgel, eine gute Body Lotion, eine Duftkerze, angenehmes Licht am Bett, gutes Bettzeug, schöne Wollsocken. Alles das sind Dinge, die sich leicht umsetzen lassen, aber einen riesigen Wohlfühlfaktor haben.
  5. Kaffee und Alkohol sind auch keine Lösung
    Dass ich sowas mal schreibe, hätte ich auch nicht gedacht. Aber die Liste ist ja auch für mich, wie gesagt, ich brauche gerade Strategien um durchzuhalten. Ich denke, ihr denkt auch morgens schon „Ohne mindestens drei Kaffee schaffe ich das hier nie“ und abends „ohh, nach diesem megaanstrengenden Tag habe ich mir mindestens mal ein Gläschen Rotwein verdient“ oder am besten gleich „boah, nach dem Stress heute wieder könnte ich mir gleich die Kante gegeben“. Yes, kenne ich. Fazit: ich hänge morgens nur noch mehr in den Seilen. Ich versuche es also gerade mit Tee. Entweder Power Tee – ja, so heisst der wirklich. Mit u.a. Ingwer, Zitronengras; oder der Schoko von YogiTea tun mir gut. Tee gibt ein wohliges Gefühl und holt mich runter.
  6. Nein, ich kann gerade nicht die sexyhexy Ehefrau sein
    Ich habe zwei Kinder, ich arbeite, ich kümmere mich um das soziale Leben und dass der Laden hier läuft. Zwischen diesem Leben und „nein, ich schlafe nicht“ bleiben mir im Normalfall noch ein bis zwei Stunden und nein, das ist nicht die Zeit, in der ich mir die ABC-Pflaster vom Leib reiße und mich wie ein Sexbombe auf den Laken räkele. Räkele ich mich auf den Laken, schlafe ich innerhalb von Sekunden ein. Ich kann das akzeptieren. Eine Zeit lang. Mein Mann auch – der schläft nämlich schon neben mir.

Ich hoffe, ein paar dieser Dinge machen uns das Leben etwas leichter. Ich weiß, das alles geht irgendwann vorbei. Und dann erinnere ich mich an diese Zeit und sage wahrscheinlich „Ach, was war das schön, als die noch „Maaaaama!!“ gerufen haben und nachts in mein Bett gekrochen sind.

Gute Nacht!

PS: Gehe jetzt direkt ins Bett. Nicht wie vorgenommen in die Wanne, da würde ich nämlich wahrscheinlich ertrinken…


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16 Gedanken zu “Müde, müde und erschöpft, aber immer „Maaaaama!!!“ – Tipps zum Durchhalten”

  1. Kann ich so unterschreiben! Deine Liste wird bei uns morgen auf dem Kühlschrank hängen. Unsere Nächte sind auch beschissen, ich suche auch schon Rat in den Instastories und überlege mir einen Schlsfberater nach Hause zu holen.

  2. Früher, als man noch nicht Mutter war, war man Nächte lang weg, hat gefeiert und wenig geschlafen. War gar nicht so schlimm… Ein paar Nächte ohne Schlaf, wenn das Kind dann da ist kann ich gut verkraften… Dachte ich jedenfalls immer. Mein Sohn hat mit 9 Monaten die erste Nacht durchgeschlafen, da wurde ich schon mitleidig von allen angeschaut, denn die Kinder von quasi JEDEM anderen haben ja bereits mit 3 Monaten durchgeschlafen (als ob!!). Und es scheint auch von allen anderen Menschen die erste Frage zu sein, die ihnen in den Sinn kommt: Und, schläft XY schon durch? Mittlerweile kann ich über die Frage nur lachen. Mein Sohn ist jetzt fast 4 und hat absolut keine Probleme mehr mit dem Schlafen. Mein Mann und ich hatten uns wieder total an’s Durchschlafen gewöhnt und das Leben war wieder ganz normal: tagsüber wach, nachts schlafend. Im September 2015 wurde dann unsere Tochter geboren und die Nächte wurden wieder kurz bzw. nicht existierend. Ich muss dazu sagen, dass ich hier die Einzige bin, die nachts aufsteht… Aber hey, wie lange kann das schon dauern. Ich werde ja nicht nochmal mit so einem „Schlechtschlafer“ bestraft werden… Oder doch?? Nun gut, unsere Kleine ist jetzt 14 Monate alt und hat tatsächlich schon zwei Nächte in ihrem Leben durchgeschlafen. Momentan bin ich froh, wenn sie bis Mitternacht durchhält und in dieser Zeit Schnulli zurück in den Mund stecken reicht. Ab spätestens 2 Uhr ist sie wach und schläft alleine einfach nicht weiter. Sie will gestreichelt oder getragen werden. Und was am wichtigsten ist: stillen! Am liebsten die ganze Nacht. Und um konsequent zu sein ist man einfach viel zu müde… Also wird wieder gestillt (ich hatte nachts eigentlich schon abgestillt…) und ich nehme die Kleine mit in mein Bett, damit ich überhaupt etwas Schlaf bekomme. Dort quälen wir uns dann bis zum nächtsten morgen. Und trotz allem ist die Kleine ab halb 6 wieder top fit…

    Ich kann so gut verstehen, wie du dich fühlst! Ich bin viel zu sehr gestresst, werde schnell aggressiv… Aber es ist ein Teufelskreis aus dem man nur schwer raus kommst… Denn selbst wenn eine Nacht mal besser ist, habe ich mittlerweile solche Einschlafprobleme, dass ich vor 2 kaum einschlafen kann.

    Ich hoffe, dass einfach irgendwann Besserung eintritt oder bei der Arbeit der Mittagsschlaf eingeführt wird :) Weiß auch gar nicht, wieso ich jetzt so einen super langen Text mit meiner ganzen Lebensgeschichte getippt hab – war mir gerade so nach. Auch wenn dich das vielleicht nicht aufmuntert, aber es geht mir schon besser, wenn ich weiß, dass ich nicht alleine bin mit diesen Problemen.

    Ich wünschre dir weiterhin viel Kraft und Gelassenheit. Und natürlich, dass wie durch Zauberhand die Kinder einfach schlafen :)

    Liebe Grüße, Kati

  3. Hallo, ich war immer stille Mitleserin und das Thema Schlafen ist bei uns seit die Kinder da sind auch immer Thema. Unsere Zwetschke ist jetzt 4,5 Jahre und kann ohne Mamas Hand nicht einschlafen. Da wird die Hand gedrückt und geknuddelt bis sie quasi blau ist. Als sie 6Monate alt war haben wir uns eingebildet sie müsse nun raus aus denn Ehebett. Gesagt getan. Anfangs lief es gut. Aber dann?! Dann wars wieder vorbei. Zurück ins Ehebett. Irgendwann haben wir dann beschlossen ein großes Bett für die zu kaufen als Anreiz … ha ha… die Hand wurde noch blauer und zu Tode gekuschelt. Stundenlang am Bett sitzen und warten dass man sich aus dem Zimmer schleichen kann und man jeden Schritt plant um ja nicht aufzuwecken. Dann kam die Schwangerschaft zum zweiten Kind. Wieder mal der Gedanke: Die Zwetschke muss ins eigene Zimmer damit der kleine Mann dann seine große Schwester nicht weckt. So lag ich schwanger auf der Matratze am Boden … bis es nicht mehr ging und ich allein nicht mehr hochkam. Kein Zustand für mich also wieder zurück ins Familienbett aber diesmal zuvor mit einem Ausflug ins Möbelhaus und ein Bett kaufen um das Famlilienbett zu erweitern. Mittlerweile haben wir eine Liegewiese und alle sind mit der Schlafsituation zufrieden und lieben das Familienbett. Der Gedanke der mit bzw. meinem Mann hilft: wie will man denn selbst einschlafen bzw. schlafen. Ehrlich: ich kann ohne meinen Mann auch nur schlecht schlafen und so wird es auch bei (unseren) Kindern sein: Alleine schlafen ist doof. Geborgen schlafen ist doch wunderschön und viel besser. Uns hat geholfen die Situation zu akzeptieren und unsere Kinder wahrzunehmen dass sie unsere Nähe brauchen sowie wir sie brauchen um geborgen schlafen zu können. Und mal ehrlich… irgendwann sind sie dann raus aus dem Bett und man kann wieder nicht schlafen weil etwas fehlt und man hört ob aus dem Nebenzimmer Geräusche kommen.

  4. Oh man das klingt ja alles furchtbar! Ich kenne das so nicht und bin soooo dankbar dafür. Schlafmangel würde bei mir nämlich gar nicht gehen! Ich muß schlafen. Sonst bin ich ungenießbar. Mein Sohn braucht uns auch zum einschlafen. Einer von uns muss daneben liegen bis er schläft. Damit hat er mit dreieinhalb angefangen. Jetzt wird er bald 5. Vorher ist er immer alleine im eigenen Bett eingeschlafen und hat durchgeschlafen…dem trauere ich schon hinterher. Weil er mittlerweile auch jede Nacht zu uns kommt. Aber er kommt leise mit Kissen und Decke, legt sich zwischen uns und schläft weiter bis 7.15. Und er beschäftigt sich am Wochenende auch morgens alleine. Ich glaube ich kann mich nicht beschweren.
    Aber auch ich bin manchmal müde. Was mir hilft ist tatsächlich auch eine dusche. Erst warm, dann kalt (eiskalt zum aufwachen) dann heiß. Außerdem hilft mir gegen Muskel und Knochenschmerzen besser thermacare als ABC Pflaster, angenehmer zu tragen und abzuziehen. Was ich gemacht habe als ich noch nachts ein Baby gestillt habe oder wenn das Kind wegen Krankheit schlecht schläft:früh ins Bett! Richtig früh. Egal ob da noch ein mann sitzt und egal ob Sommer ist. Egal! Schlaf um 20 Uhr. Es tut guuuut! Das hab ich im ersten Jahr wirklich immer getan und auch gebraucht. Meine sozialen Kontakte haben das verstanden. Nimm dir lieber mal tagsüber Zeit für dich. Wrnn die Kinder in der Kita sind oder jemand mit ihnen zum Spielplatz geht. Nicht putzen und kochen, sondern lesen, Serien gucken oder Tee trinken. Das mache ich wirklich oft und ohne schlechtes Gewissen.

    Außerdem, aber das sagt wahrscheinlich jeder:schlafroutine ist enorm wichtig. Ich glaube, dass unser Sohn deshalb gut schläft, weil wir da von Anfang an ganz streng und spießig waren und es ausnahmslos gleich und ruhig ablief. Er geht wirklich gerne ins Bett und fordert er von sich aus nach dem Sandmännchen ein.

    Geh vielleicht auch mal ein/zwei Nächte ins Hotel. Zum schlafen. Ich geh manchmal auf Fortbildung um Ruhe zu haben. Dann klinke ich mich abends rigoros aus und geh ins Bett :-) einfach mal an sich denken muss auch sein.

    Ach so, was mir seeehr gut tut:regelmäßige Eisen Infusionen im Hamburger Eisen Zentrum. Bei mir wurde ein massiver Mangel festgestellt und das macht auch müde. Mittlerweile komm ich gut mit 6 Stunden Schlaf aus!

    Und Matcha Tee statt Kaffee! Macht viel angenehmer wach.

  5. Ich kann mich kaum noch an diese Zeit erinnern.Gnädigerweise. Ich glaube, ich hatte auch das Glück, dass es nicht so schlimm war. Oder es ist wirklich das Vergessen. Darum antworte ich dir jetzt weniger als Mutter, als als Mensch und Pädagogin mit Schwerpunkt „Kleinkindalter“. Und meine Antwort lautet: Ich finde das gut, was ihr tut! Nehmt so viel Druck raus, wie irgendwie geht. Und probiert ruhig mal rum. Was geht, was geht nicht. Es gibt keine Universallösung. Ihr seid Individuen. Jeder einzelne. Individuelle Bedürfnisse, die aufeinander abgestimmt werden sollen, ohne das jemand „Verlierer“ ist. Das bedarf unkonventioneller Versuche, Offenheit für alle Möglichkeiten und vorallem viel Zeit. Isso. Kannste nichts machen. Also macht weiter. Findet euren eigenen Weg und verliert ganz einfach die Hoffnung nicht, dass ihr ihn irgendwann findet.

    Kompliment übrigens, dass du trotz des Schlafmangels noch so saulustig seien kannst (oder ist das schon das berühmte „nach müde kommt doof“?). Ich bin auf deinen Blog vom Sofa aus während der Blogst gestossen und könnt mich über deine Stories kringelig lachen. Der Touran ist echt ein faszinierendes Auto ;-) Danke das du ich so gut unterhältst und alles Liebe,

    Vanessa

  6. Hallo,

    ich höre das so oft von Eltern und kann das gar nicht verstehen. Seit der 5. Woche schläft mein Kind durch und glaubt mir, das liegt nicht immer am Kind. Schon früh merken sich die Babies Verhaltensmuster und Strukturen und auch Geduld kann man den kleinen schon so früh beibringen ohne das es dem Mutterherz weh tut.
    Ich würde gerne mal ein Video vom Alltag bei euch sehen, um zu schauen woher die schlaflosen Nächte kommen. Bei uns im Haus hat auch eine Mama ein Baby das nur 4 Wochen jünger ist als mein Sohn und es schreit fast nur. Ich höre und sehe aber schon warum, bei den kurzen Momenten, wo ich Mama und Tochter erlebt habe. Manchmal sollte man sich an die eigene Nase fassen und nicht glauben das es an dem Kind liegt.
    Vielleicht kann ich helfen. :)

  7. Er ist jetzt nicht mehr so klein dass er den vielen Schlaf am Tag braucht. Ich lasse ihn am Tag viel austoben und spätestens 19.30 Uhr fallen die Augen alleine zu. Und wichtig ist das er ohne Mama und Papa einschlafen kann. Sein Kennzeichen das er schlafen muss ist ein Schaf, das hab ich ihm von Anfang an ins Bett gelegt und sobald ich es zeige realisiert er das es ins Bett geht und er schlafen muss. 5 Minuten später sind die Augen zu. Und für jedes Mal brav schlafen gibt es eine Geschichte die ich ihm vorlese.

  8. Für mich ist gutes Essen dazu ganz wichtig. Wenn man nicht weggehen mag dann zum liefern. Die Kinder bekommen Pommes oder so, und die Mama einen chefsalat und ein gutes steak. Weiter viel kraft!

  9. Oh ja, ich bin auch müde… gestern Nacht kam Emil in 7 Stunden 5 mal. 22.30 Uhr, 1 Uhr, 3 Uhr, 4 Uhr, 5.30 Uhr… und zwischendurch noch die beiden Großen (3 und 2 Jahre), dann noch eins zwei mal aufs Klo… also ungefähr 10 mal aufgestanden. Die Nacht davor wollte Emil von nachts halb 3 bis um 4 spielen. Also auch wenig Schlaf…Dann denk ich mir manchmal auch „Und dann soll man früh gut drauf sein?“ oder „Dann soll ich am Abend Bock auf Sex haben?“
    Manchmal bin ich auch gsnz schön gereizt und wenn dann wieder so ne Situation Ist, bei der ich ausrasten könnte, ich aber ruhig bleibe, bin ich irgendwie stolz auf mich, dass ich nicht gebrüllt habe.
    Wenn ich brülle, habe ich danach immer ein unglaiblich schlechtes Gewissen, weil ich mir dann denke „Musste das jetzt echt sein? Du hast so tolle Kinder. Alle sind gesund, sie lieben dich, du liebst sie und dann brüllst du wegen so nem Scheiß so rum?“ Es tut mir so leid, aber manchmal kann ich einfach nicht mehr. Ich bin seit April 2014 Mama und ab da bis Mitte 2017 die Woche über alleine gewesen. Keine Oma, die die Kinder mal nimmt. Seitdem waren mein Freund und ich nicht mehr alleine mal weg. Das schlaucht ganz schön.
    Ja, ich bin müde und erschöpft, aber es ist ja ein schöner Grund, warum wir es sind. Und irgendwann wird es besser. Es wird nur noch etwas dauern.

  10. Ich habe Tränen in den Augen (vor lachen, aber auch, weil es mir genau so geht und ich genau wie hier so viele, einfach müde bin und das auch weh tun kann). Danke, das du mit so viel Humor mein Leben beschreibst.

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