Authentizität, Glaubwürdigkeit, Wunschbilder – was man von Bloggern erwarten kann

Ja, große Worte. Aber genau das soll ein Blogger doch sein: authentisch und glaubwürdig. Mittlerweile hat sich ja auch der Begriff Influencer etabliert. Der gute Influencer strotzt natürlich vor Glaubwürdigkeit und Authentizität. Ob das bei allen auch wirklich so ist, das stelle ich mal in Frage. Aber gut, Zahlen sprechen für sich und offensichtlich kommen Scheinwelten ja auch gut an.

Oft bekomme ich die Rückmeldung, ich sei sehr authentisch. Ob das wirklich so ist, kann ja eigentlich nur ich selbt beurteilen, denn ich kenne ja beide Personen am besten. Die private Sarah und die Betreiberin des Blogs SarahPlusDrei. Die Autorin, die die vielen Bilder aus ihrem Alltag macht und die auf vielen Bildern drauf ist. Und ja, ich würde sagen, sehr viel davon ist authentisch. Trotzdem bin ich es nicht persönlich. Es ist ein digitales Abbild von mir. Und diese digitale Abbild von mir, das meinen einige Leute sehr gut zu kennen. Noch viel mehr. Sie haben offensichtlich ein Wunschbild im Kopf. Von mir als Person? Oder doch eher von sich. Jüngst darf ich mir wieder viel anhören. Nein, nicht auf Instagram. Da wird man ja zumeist nur mit Plüschbällen beworfen. Ok, manchmal geht auch einer übel ins Auge, aber das hatten wir ja neulich erst. Richtig zur Sache geht es auf Facebook oder dem Blog. Dort …

  • ist man dann gerne „maßlos von mir enttäuscht“,
  • ist es „wirklich sehr schade, dass du für Geld deine Prinzipien, die du sicherlich auch hast, verkaufst!“,
  • liest man auch nochmal „jetzt bin ich mehr als enttäuscht“,
  • macht man mir Vorschläge: „Vielleicht sollte man, seiner eigenen Ideologie entsprechend, auch mal Angebote ablehnen und nicht jeden Mist empfehlen, nur weil es sich „lohnt“. So bleibt man auch glaubwürdig!“;
  • oder gleich Feststellungen: „diese Blogger-Influencer-Sache ist insgesamt so unglaubwürdig. Schade, dass so viele ihre Familien und sich selbst lächerlich machen.“
  • Andere sind sogar „ein wenig traurig“.
  • Und am Ende kommt dann noch die Keule für alle: „Blogger werben fast nur noch für unbezahlbare Hotels, ungesundes Essen, unnötige Kosmetik-Produkte“.

Man hat mich übrigens nicht dabei erwischt wie ich im Pelzmantel 365 Tage um die Welt geflogen bin (und dabei Tierwelt und Planeten zu Grunde gerichtet habe) – nein, gerade bei letzterem hätte ich wahrscheinlich 1,5 Millionen Instagram Abonnenten. Ok, streiche Pelz und ergänze High Fashion Kleidung. Es ging um kleine bunte Joghurtbecher im Kühlschrank, es ging um Quetschies. Es ging aber auch schon um Wasser in PET-Flaschen und die falsche Babytrage.

Jetzt frage ich mich ja, wünschen sich die Leute, dass ich anders bin, oder besser: Wissen sie, dass ich eigentlich anders bin? Oder wünschen sie es sich vielmehr für sich selbst?

Beginnen wir mal mit mir:

  • Mama von zwei Kindern. Ja.
  • Ich habe diese beiden Kinder ein Jahr lang gestillt, aber in diesem Jahr auch immer teilweise Flaschenmilch aus Milchpulver gegeben. Einfach für meine persönlich Freiheit. Bin ich egoistisch? Mag sein.
  • Ich habe für beide Kinder Gemüsebrei selbstgekocht. Bei dem einen Kind erfolgreich, bei dem andern Kind weniger. Beide Kinder haben aber auch sehr gerne ab ca. 1,5 Jahren das Hipp-Herzchen-Menü gegessen. Das ist eine Herzform aus Plastik. Ja. Die Kinder mochten es gerne und ich hatte nicht immer die Zeit ein Drei-Komponenten-Menü in Bio-Qualität zu kaufen. Mögen andere besser machen.
  • Eine Mama, bei der es auch Süßigkeiten gibt und ja, wohl noch schlimmer: Bei der neben Fruchtzwergen auch Almighurt im Kühlschrank steht. Der hat nebenbei gesagt mehr Zucker als Fruchtzwerge. Aber ja, den gäbe es auch in Gläsern. Kaufe ich aber nicht, auch wenn das scheiße sein mag.
  • Stattdessen kaufe ich auch Fruchtquetschies. Wegwerfprodukte. Ja, gibt es auch zum Wiederbefüllen. Finde ich unhygienisch, ist aber natürlich umweltfreundlicher.
  • Ich kaufe auch bei H&M und Zara. Ich weiß, dass ist keine Baumwolle aus Deutschland und die Sachen werden auch nicht hier produziert. Trotzdem gefallen mir Design und Preis. Letzteres ist aber wissentlich auch kein Garant für bessere Herstellung.
  • Ich kaufe manchmal Dekoartikel auch bei Woolworth, ob das jetzt schlechter ist als tiger oder Housedoctor oder was ich hier sonst noch stehen habe? Ich weiß es nicht.
  • Ich nutze Produkte von L’Oreal genauso wie Weleda und dem Bodyshop.
  • Ja, ich versuche, dass wir wenig Fleisch essen. Die Kinder lieben Wurst, ich kaufe sie Bio. Das leider zu oft beim Discounter. Ich versuche aber mir gerade anzugewöhnen sie auf dem Markt bei einem echten Biohändler zu kaufen, denn ich weiß natürlich, dass das besser ist.
  • Wir fahren einen Golf Kombi – Diesel. Ja, das ist scheiße. Als wir das Auto kauften, haben wir es wegen der vielen langen Strecken getan, die wir jährlich fahren. Vom Kopf her weiß ich, dass ein Diesel, bzw. ein Verbrenner scheiße ist. Trotzdem verkaufe ich ihn nicht.
  • Wir haben als Paar und auch als Familie viele Fernreisen gemacht. Mein klimatischer Fußabdruck ist also für den Arsch und zwar so richtig.
  • Wir nutzen seit 12 Jahren Ökostrom.
  • Ich versuche Jutebeutel zu nutzen. Wenn ich den vergessen haben, kaufe ich eine Papiertüte. Wenn es die nicht gibt, nehme ich wie bei H&M Plastik. Ja, ist nicht doll.
  • Nach meiner Arbeit für eine Entwicklungshilfe Organisation in Südafrika spende ich. Ja, das ist nicht immens viel, aber ich tue es.

Ich verdiene mein Geld mit dem Bloggen

Vielleicht entspricht das nicht der Wunschvorstellung, die viele von mir haben, aber das bin ich. Zudem blogge ich auch. Ich schreibe Geschichten. Die sind offensichtlich nicht ganz so scheiße, wie man nach all den oben genannten Punkten denken könnte. Die lesen nämlich ein paar Leute. 3/4 der Geschichten auf meinem Blog sind dabei unbezahlt. Ich denke 90% meiner Instagrampostings sind unbezahlt. Aber ja, ein paar meiner Inhalte sind bezahlt. Das ist toll, denn dadurch kann ich den Blog weitermachen. Kann bloggen, kann Geschichten schreiben, tolle Fotos machen. Diese Kooperationen sind aber auch ausgewählt und ja, sehr viele Anfragen lehne ich ab. Weil ich nicht hinter dem Produkt stehe und/oder weil ich nicht zu viel Werbung auf dem Blog haben möchte.

Ja, ich verdienen mein Geld mit dem Bloggen – das meiste was ich für den Blog mache, ist aber völlig unbezahlt.

Aber was hat Bloggen mit Arbeit zu tun? Bekommt man da nicht alles nur umsonst?

Der Blog ermöglicht mir mittlerweile viel. Ja, auch Reisekooperationen. Die sind nicht umsonst, für die arbeite ich das ganze Jahr hart. Denn alles wird in Reichweite gemessen und diese fliegt niemanden zu. Für die schreibt er, fotografiert er, bearbeitet Bilder, teilt Inhalte. Moderiert Beiträge, übrigens oft um so Zeiten, wenn andere schon vor Netflix sitzen. Das sind vielleicht die Sachen, die man noch sieht. Was man nicht sieht? Die Stunden, die in der Email-Kommunikation stecken, im Angebote diskutieren und schreiben, die dann doch nicht angenommen werden. In Telefonaten, im Konzepte schreiben. Im Rechnungen erstellen, im Nachhaken nach unbezahlten Rechnungen, in der Buchhaltung, dem Steuerpapierkram und, und, und.
Nein, ich drehe ich hier keinen Tag nur Däumchen. Ich krieg hier nicht einfach nur umsonst.

Ich freue mich unheimlich, dass ich mit dem Bloggen auch Geld verdienen kann. Aber jeder, der mir das neidet, der ist ganz herzlich eingeladen noch heute mit seinem eigenen Blog zu starten. Es ist ein Traumjob – 365 Tage im Jahr.

Alles Konsum, alles teuer

Das kam ja auch schon und kommt auch immer wieder und genau an diesem Punkt frage ich mich wirklich oft, was mit diesen Leuten nicht stimmt und das meine ich ernst. Ja, unsere Welt dreht sich um Konsum. Man kann auch über „unseren“ Umgang mit den Entwicklungsländern leidlich diskutieren, vielleicht nutzt der globalisierte Konsum auch an vielen Stellen der Welt, Armut zu lindern? Am Ende des Tages ist aus meiner Sicht Konsum eben auch sinnvoll (das sagt nicht nur die Betriebswirtin in mir) – was ich nicht verstehen kann, wie Leute ihre eigene Zeit damit verschwenden können, zu sagen: Das ist zu teuer!

Ja, natürlich kann ich mir auch Sachen nicht leisten. Ein Porsche Cayenne mag für manche ein tolles Auto sein (für mich Gott sein dank nicht), aber trotzdem schreibt doch keiner an Porsche, das Auto sei viel zu teuer. Schreibe ich von einem 4- oder 5-Sterne Hotel, schrieben die Leute gerne, es sei zu teuer. Ja, sowas kostest mehr als eine Ferienwohnung, aber die Leistung ist doch auch eine ganz andere. Also warum hier die Zeit verschwenden? Ich versteh das ehrlich gesagt nicht. Ich folge vielen tollen Accounts, die das ganze Jahr durch die Welt fliegen, in tollen Hotels wohnen, traumhaft essen und High Fashion tragen. Ich würde niemals auf den Gedanken komme, denen drunter zu schreiben, das sei alles viel zu teuer. Ich nehme Reiseziele vielleicht als Inspiration und kaufe ähnliche Teile bei oben genannten Läden.

Zurückkommend zum Thema Glaubwürdigkeit, hier bezogen auf Reisen: Wir haben seit jeher das meiste unseres Geldes in Reisen investiert (ja, meist mehrere tausend Euro pro Reise). Da hat eigentlich nie jemand hinterfragt, warum wir dafür soviel Geld ausgeben. Jetzt, wo man uns ein wenig auf der Reise begleiten kann, sind aber die Hotels zu teuer, die Flüge zu teuer und so weiter. Teuer ist für mich etwas, wenn der Preis nicht zur Leistung passt. Mir schreiben ja ernsthaft Leute, dass ein Flug für 4 Personen nach Mexiko mit 500 Euro pro Person zu teuer ist. Wofür ihr euer Geld ausgeben möchtet und ausgeben könnt, ist doch ganz allein eure Entscheidung. Aber nein, ein Kommentar, wie teuer doch alles ist, ist auf meinem Account vergebene Liebesmüh. Da bin ich einfach nicht die richtige Adressatin.

Aber doch so viel umsonst

Entschuldigt, aber das musste einmal raus. Ich muss mir viel zu bezahltem Konsum anhören. Ich möchte das gerne mal zurückgeben. Denn ehrlich, meine Inhalte konsumieren meine Leser ja auch gerne „umsonst“.

75%-90% Prozent stelle hier auch völlig umsonst her, soll heißen: Dafür bezahlt mich niemand. Dieser Teil wird aber auch nicht kommentiert, wie toll man es findet, dass ich diese hier kostenfrei zur Verfügung stelle.
Für Zeitschriften und Magazine zahlt man ja sogar Geld und schreibt dann auch keine Leserbriefe an den Verlag, dass sich auch noch Anzeigen drin befinden. Hier zahlt man nichts, hat aber vor allem eine Meinung:

Ich darf auf keinen Fall etwas Bezahltes machen!

Jetzt mal ehrlich: Das kann doch niemands Ernst sein.

Für was stehst du eigentlich?

Ich bin, wie ich bin. Kein Weltverbesserer. Ich versuche irgendwie viel richtig zu machen. Alles klappt bestimmt nicht. Wer also gerne einen Non-Profit Blog eines Weltverbesserers liest, der ist hier bestimmt falsch. Ich bin, wie ich bin. Übrigens glaube ich, wie die meisten da draußen, wenn sie sich selbst einmal hinterfragen.

Jeder ist eingeladen es besser oder anders zu machen. Im eigenen, ganz persönlichen Leben und wenn er möchte, auch mit einem Blog. Den kann man heute starten.

Ich würde mir wünschen, dass dieses „den Mund aufmachen“ mal für wirklich wichtige Dinge genutzt würde. An Schrauben gedreht wird, die etwas bewegen können.

Ich habe viele tolle Leser, auf Augenhöhe, und das sind Gott sei Dank die meisten. Ich freue mich über Austausch, gerne auch kritisch, aber nicht unter der Gürtellinie. Wer sich hier wiederfindet, der ist herzlich willkommen. Allen anderen wünsche ich, dass sie ihren Gerechtigkeitssinn für wichtigere Dinge einsetzen. Es gibt da ganz tolle Sachen.

Ans Herz legen möchte ich euch einen Artikel, den mir gestern eine Leserin weitergeleitet hat. Von Ute, die auf bravebird schreibt. Meiner Meinung nach ist sie wirklich ein Weltbesserer, darauf will ich aber gar nicht hinaus. Jedem, der sich in den obigen Punkten wiederfindet, möchte ich gerne diese Absätze aus ihrem Artikel Tue etwas Gutes und werde… kritisiert! ans Herz legen, deren Anfänge ich hier einmal zitiere:

1. Deine Kritik ist DEIN Thema – nicht das Thema des anderen
Du liest oder siehst etwas, das nicht deinen Vorstellungen entspricht und reagierst darauf. Im Grunde teilst du dem anderen also mit, wie deine Erwartungen an ein Vorbild aussehen und wie es aus deiner Sicht besser gemacht werden sollte. In erster Linie hast du bei einem anderen nur etwas beobachtet, das dich persönlich stört… Weiterlesen

2. Du handelst nicht effizient
Grundsätzlich ist es super, wenn Menschen kritisch sind und nicht einfach alles hinnehmen, was ihnen aufgetischt wird. Nur stellt einem der Verstand hierbei gern böse Fallen, die einen nicht nur unnötig Zeit kosten, sondern auch oft an der falschen Stelle landen… Weiterlesen

3. Du verlierst eine Menge Karma-Punkte!
Wenn du jemand anderen kritisierst, befindest du dich im Mangel. Dem Verstand geht es in der Regel darum, das Gewissen zu beruhigen, das Gerechtigkeitsempfinden in Einklang zu bringen oder den anderen herabzusetzen, damit sich der eigene Neid ebenfalls reduzieren kann… Weiterlesen

4. Werde selbst ein Vorbild, wenn andere es scheinbar nicht schaffen!
Über andere meckern und herziehen ist bekanntlich leicht. Die bierbäuchigen Fußballfans wissen immer besser als die Profis, wie Fußball wirklich funktioniert. Gleiches gilt für die Politik und andere Bereiche. Mosern und Jammern ist nicht nur ebenfalls eine negative Eigenschaft, sondern es bringt auch einfach nichts. Was spräche also dagegen die Ärmel hochzukrempeln, das Thema selbst anzupacken und genau das Vorbild zu werden, das man sich von anderen immer gewünscht hat?… Weiterlesen

31 Gedanken zu “Authentizität, Glaubwürdigkeit, Wunschbilder – was man von Bloggern erwarten kann”

  1. Echt supertoll geschrieben und spricht mir aus der Seele. Wenn ich sowas lese, denke ich mir immer, darauf wäre ich gar nicht gekommen. Jetzt mag ich deinen Blog noch ein bisschen lieber
    Liebe Grüße,
    Nadine

  2. Liebe Sarah,
    den ‚Mund aufmachen für wirklich wichtige Dinge‘…das find ich gut!! Das sollten diese Menschen mal tun…
    Ehrlich gesagt raff ich beim besten Willen nicht warum diese Menschen deinen Blog überhaupt lesen bzw. dir bei Insta folgen und dann auch noch so blöde Kommentare abgeben… Es soll doch jeder sein Ding durchziehen…und wenn du mit deinem Blog Geld verdienen kannst – why not!? Wir leben schließlich im Jahr 2018!!
    GlG aus dem Erphoviertel,
    Tine

  3. Liebe Sarah,
    ein ganz toll geschriebener Beitrag.
    Lass dich nicht unterkriegen, von den wenigen, die meinen dir sagen zu müssen wie es „richtig“ geht.
    Schlechte Nachrichten/Posts bleiben leider immer länger hängen und beschäftigen einen viel mehr als die vielen schönen und lieben Kommentare.
    Ich möchte dir auf jeden Fall danken! Danken für u.a. deine ganz tollen Reiseberichte. Mit bspw. deinen Posts über Cuba haben wir uns damals mit unserem Lütten noch vor seinem 1. Geburtstag nach Cuba getraut. Und was soll ich sagen…..es war einfach herrlich.
    Mach weiter, so wie du bist, denn das ist gut!
    LG und ein schönes WE
    Simone

  4. Super Text! Manche Menschen verstehen einfach nicht, dass Blogger auch normale Menschen sind, mit einem privaten „Ich“. Ich mag deinen Blog und deine Instagram Posts sehr- du wirkst authentisch, nicht aufgesetzt, wie andere.
    Herrgott wie kann man wegen Fruchtzwergen jemand beleidigen Bei uns landen Quetschies und Co. auch regelmäßig im Einkaufswagen und bei vielen anderen sicherlich auch! Ich finde, in einem gesunden Maß ist Süßkram völlig okay! Je mehr Kinder darauf verzichten müssen, desto mehr wollen sie es doch auch- war bei mir als Kind schon so und ist bei meinen nicht anders!
    In diesem Sinne, erhebe ich meine Tasse mit Nicht- Bio Kaffee darin und proste dir zu!
    Weiter so!

  5. Liebe Sarah!
    Ich verstehe die Menschen manchmal nicht! Das tolle an bogst und Instagram ist doch das man sich das rausziehen kann was für einen persönlich interessant ist. Und was man doof findet klickt man weiter oder nicht an oder man entgolgt.
    Aber warum werden Menschen im Internet so persönlich ich versteh es nicht. Denken die ihr seid beste freunde???
    Und warum sind Menschen oft so neidisch???

    Ich freu mich dadrüber bei dir und bei anderen kostenlos tolle Beiträge zu lesen! In Zeitschriften die Geld kosten ist deutlich mehr Werbung als auf den meisten Blogs.

    Also mach weiter so wie jetzt!
    Ich freu mich auf weitere schöne Berichte!!!

    Liebe Grüße
    Kerstin

  6. Ich glaube viele Menscchen denken sich ein Leben wo das von Blogger*innen zu wünschen und verstehen dann überhaupt nicht, dass die Realität und das Sein davon extrem abweicht. Sie kriegen gar nciht mit, dass das auch Arbeit ist und auch Verantwortung die man irgendwann für seine Leser*in ein bisschen trägt. Das Internet gehört niemanden, nur sich selbst und vlt. sollten die ganzen Meckertanten dann eben nicht verweilen sondern zu Blogs weiterziehen die ALLES RICHTIG machen. Bleib tapfer. lg Alu

  7. Liebe Sarah,

    Ganz klar – ein toller Artikel. Ich bin nicht unbedingt die Person die permanent irgendwelche Blogs liest oder Instagram Storys ansieht. Da erheitert mich soetwas sehr wenn ich zufällig darauf stoße. Die meisten vergessen einfach um was es geht. Und wie mein Opa immer sagte: Die Leute hören, was sie hören wollen. (Er hat es immer etwas drastischer gesagt aber davon würden sich zu viele Leute auf die Füße getreten fühlen)
    Zudem – wie Bereits geschrieben – ist es interessant von Leuten kritisiert zu werden die für diese Form von Beruf etc nichts übrig haben.
    Ich bin übrigens in meinem Job auch „anders“ – welch Überraschung!
    Schön das man sich immer für alles rechtfertigen muss!
    …. und die Sache mit dem Neid der oft eine kleine Rolle spielt kennen wir ja.
    Viel Spaß weiterhin bei deinem Blog – und Gott sei dank hast du aufgelöst woher die Bluse ist! – Das war mein erster Gedanke, ich für meinen Teil weis nämlich durchaus wie die ganze Bloggerei do läuft!

    Liebste Grüße

  8. Ich finde dich super! Mach weiter so. Ich möchte zu gerne nach Mexiko und damit wir uns eine richtig tolle Reise leisten können und ein Haus bauen können gehen wir arbeiten. So ist das im Leben. Und ich möchte nicht mit dir tauschen, so ein Blog wäre mir viel zu anstrengend .

  9. Wenn -dank deiner Arbeit- tolle Sachen verlost werden, schreit keiner laut „Konsum“ und „Kommerz“.
    Seltsam, seltsam…;)
    Ich bin froh in der ersten Babyzeit deinen Blog entdeckt zu haben, liebe Sarah, und freue mich auch jetzt in den Still-Stunden mit dem zweitem Baby im Arm hier lesen zu können. Du hast oft wieder vieles ins rechte Licht gerückt, wenn ich zu lang auf Weltverbesserer-Allesrichtigmachmütter-Blogs gestöbert ;) Danke dafür!!!.
    Mach weiter so. Ich würde auch gern hier noch lesen, wenn meine und deine Kinder größer sind.
    Viele Grüße aus dem Münsterländer Umland von einer (bislang stillen) Leserin :)

  10. Super gut geschrieben. An kann echt nur den Kopf schütteln, wie manche Menschen abgehen. Aber im Internet ist es leider sehr leicht. Wer mit deiner Seite/Art zu Schreiben usw. nicht klar kommt, soll es doch einfach lassen. Ich suche mir auch die Bloggs sehr genau aus, die ich lese. Kopf hoch und bitte weiter so. Glg Domi und Katja

  11. Vielen Dank für diesen wunderbaren Beitrag und fürs Laut-Aussprechen, was man sich oft auch als „stille Leserin“ denkt.

  12. Liebe Sarah,
    die meisten Deiner Punkte: geschenkt. Was ich aber wirklich nicht verstehe, ist Deine Argumentation in Sachen „an Schrauben drehen, die wirklich was bewirken“ / Weltverbesser*in sein. Das ist, sorry to say, einfach lame! Diese „wichtigen Schrauben“ sind WIR ALLE! Und nein, da reicht ein „ist nicht toll, mache ich aber trotzdem“ nicht mehr aus, und ist auch keine respektvolle Antwort. Wenn wir alle weiterhin Inlandsflüge, Billigklamotten, Plastik … vor allem als Blogger*innen (in)direkt bewerben, indem wir sie als „normal“ präsentieren, sind genau DAS die Faktoren, die in nicht allzu ferner Zukunft dafür sorgen, dass kein Kind mehr unbeschwert auf diesem Planeten leben kann.

  13. Liebe Sarah,
    dieser Post spricht mich diesmal sogar persönlich an, denn ein von dir bemängelter Kommentar kam von mir. Es waren die Worte “jetzt bin ich ein wenig traurig“ und war auf die Quetschies bezogen, welche du in einem Blogeintrag beworben/beschrieben hast.
    Ich finde diesen Beitrag wie 99,9% aller anderen ganz wunderbar: ehrlich, selbstkritisch, immer wieder sehr interessant und eben “authentisch“. Mich stört allerdings natürlich sehr, dass du meinen Kommentar so sehr aus dem Zusammenhang heraus in deine Liste mit aufgenommen hast, dass er einen Angriff suggeriert, der nie stattgefunden hat.
    Zum Kommentar im Speziellen: er war auf die Quetschies bezogen. Quetschies sind scheiße. Verzeihe hier die Berliner Schnauze, aber so ist es nun einmal. Ich liebe deine Reisebeiträge, die Tipps und Meinungen zu Einrichtung, Spielzeug, Erziehung usw. Warum ist das so? Weil all diese Dinge Mehrwert schaffen. Plastik schafft keinen Mehrwert. Nein, auch keinen für Dritte Welt Länder, die durch unseren Konsum vorüberhgehend ein klein wenig mehr Wohlstand haben. Der ist nämlich durch unseren Müll und aus unserem Konsum resultierende Klimaumbrüche etc. schnell wieder dahin
    Ich denke, mit den Meinungen zu solchen Themen muss man auch als Blogger zurecht kommen. Denn sie haben bei vernunftbegabten Followern, was die meisten Mamas Gott sei Dank sind, weniger mit Wunschbildern als mit Partizipation zu tun. Es geht hier um viel, selbst wenn es nur der Quetschie im Kühlschrank eurer Familie ist. Die Reichweite dieses Blogs macht daraus vielleicht 1000 Quetschies in anderen Kühlschränken und das ist dann eine Hausnummer. Warum darf man dann also nicht – mit deinen Worten – an den Schrauben drehen, um etwas Wichtiges zu bewirken? Wenn solche Kritik vernünftig, sachlich vorgetragen wird, solltest du sie dir nicht persönlich zu Herzen nehmen (ich weiß, ist irre schwer!), sondern deine Follower dafür schätzen, dass sie dir Input geben. Ohne Kommunikation würde ein Blog kaum funktionieren.
    Mit jedem anderen Wort dieses Beitrags gehe ich konform. Blogs sind Arbeit, sind Disziplin und bezahlte Werbefläche und die Kommentare zu deiner angeblich verkauften Seele finde ich ebenso daneben wie alle anderen.
    Ich schließe meinen Beitrag übrigens mit den gleichen Worten, die ich auch bei meinem von dir zitierten Kommentar geschrieben habe: “dies nur als kleine Anregung für deinen ansonsten wunderbaren Blog“.
    Liebe Grüße. Lisa

  14. Hallo Sarah,
    Nun einmal ein paar Worte von einer meist im Hintergrund Mitlesenden. Mach dir keinen Kopf über angreifende Worte. Wo Erfolg ist, da gibt es immer Neider. Wir haben doch selbst auf den Button “Abbonieren“ gedrückt, ich denke mal aus Interesse an dem was mit uns geteilt wird. Wenn es uns nicht zusagt, kann man das auch rückgängig machen und muss nicht jemanden persönlich angreifen. Ich bin alleinerziehende Mama von zwei Jungs. Hab mir mein Leben auch anderster vorgestellt als es letztendlich ist. Ich freue mich in euer Familienleben einzutauchen, verspüre aber weder Neid oder Hass. Ich freue mich an dem was ich sehe und manchmal erfreue ich mich auch kleiner Fehler des Anderen…. nach dem Motto…. ha, bin mit meinen Fehlern nicht alleine. Mach weiter so, du machst es genau richtig
    Liebe Grüße Edna

  15. Toll, dass du mit diesem Post einmal hinter die Kulissen blicken lässt. Was da alles hintersteckt, kann man sich als Nichtblogger nicht so richtig vorstellen. Finde ich sehr interessant und ich bewundere mal wieder, wie toll du diese Thematik in Worte fassen kannst.
    Ich bin viel auf Instagram unterwegs, allerdings hauptsächlich als Leser und muss sagen, dass es schnell passiert, dass man sich fragt, wie die Leute sich das alles so leisten können und ich kaufe ehrlich gesagt den wenigsten Lesern ab, dass sie nicht zwischendurch mal neidisch werden. Ich sitze da jedenfalls manchmal und merke, dass ich neidisch werde und denke “das hätte ich auch gerne“ oder “boah, hat die es gut“. Dann muss ich mich immer auch wieder selbst auf den Boden der Tatsachen holen und mir vor Augen führen, dass das Gezeigte (wenn überhaupt) nur ein kleiner Ausschnitt der Realität ist. Wie hart dafür gearbeitet wurde oder was sonst dahinter steckt, ist für uns Leser ja überhaupt nicht erkennbar. Vielleicht hat Blogger XY ein wahnsinnig tolles Haus, ne geile Einrichtung und ein Traumauto, aber sieht ihren Mann dafür nur am Wochenende, weil er die ganze Woche hart arbeiten muss, um all das zu finanzieren.
    Danke, dass du uns ein wenig hinter die Kulissen geführt hast, es hilft, nicht neidisch zu sein und das möchte ich auch gar nicht sein. Ich möchte glücklich und zufrieden sein mit dem, was ich hab, denn das ist auch toll.
    Ich mag deine Beiträge und deinen Blog sehr. Danke!

  16. Liebe Sarah,
    Ich mag deine erfrischende Art, ob die jetzt digital oder analog ist, ist mir wurscht. Es wirkt nicht aufgesetzt.
    Deine Reiseberichte sind informativ und enthalten viele Tipps, da ist es mir egal, ob du die Reise (gerne) bezahlt bekommst.
    Du vermarkttest nicht deine Kinder, auch wenn sie mal Sandstrasse oder Bisgaard tragen.
    Ich lach mich schlapp über deine Storys und eure Kochshows.
    Und ich bin dir dankbar, dass du Kritikpunkte nicht völlig abweist, niemand ist perfekt.
    Und wenn dich alles nervt, kannst du deinen Garten genießen und einfach du selbst sein.
    Liebe Grüße,
    Anne

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