Thailand ist vor allem eins: Kids Heaven!!! Es war so, so schön und ich muss sagen: wir kommen auf jeden Fall wieder! Anders als die letzten beiden Male als Paar, haben wir uns diesmal für die Westküste entschieden. Waren wir vorher auf Koh Tao, Koh Phangan und Koh Samui, ist unsere Entscheidung diesmal auf Koh Lanta im Westen gefallen. Warum?

Anreise nach Koh Lanta

Um ehrlich zu sein: hier in den Westen kann man ganz günstig mit Air Asia fliegen. Auf die Inseln im Osten ist das nur sehr viel kostspieliger möglich. Und da wir mit den Kindern umbedingt fliegen wollten und nicht mit dem Bus Richtung Süden, haben wir uns für Krabi entschieden. Der Flug hat für uns alle vier inklusive Gepäck 115 Euro gekostet. Wir haben lange überlegt auch in Krabi zu bleiben, haben uns dann aber am Ende für einen Ort entschieden. Einfach weil wir auf dieser knapp zweimonatigen Riese ohnehin viel unterwegs sind. Vom Krabi Airport gibt es verschiedene Möglichkeiten auf die Insel zu kommen. Wir haben uns, nicht zuletzt weil wir erst am Abend gelandet sind, für die wohl kostenintensivste entschieden: Einen Privattransfer vom Hotel. Nun finde ich teuer aber doch relativ. Denn für die 2,5 Stunden haben wir 65 Euro bezahlt (zurück übrigens 50, da haben wir es einfach im Kiosk in der Nähe des Hotels gebucht). Ein Teil der Strecke geht mit der Fähre, aber man kann bequem im Auto sitzen bleiben. Die Autos und Fahrer waren beide tiptop und die Kids haben die Fahrt super gut mitgemacht – im Notfall: Katzenapp ;-)

Familienfreundliche Hotels und Strände Koh Lanta

WOHIN auf Koh Lanta? Ich glaube, diese Frage hat uns im Vorhinein kaum an einem anderen Ort so beschäftigt. Was ist der schönste Strand? Gibt es überhaupt einen schönen Strand? Und stimmt es, dass die Insel mittlerweile von skandinavischen Rentnern fast überrannt ist? Nach vielem hin und her, und ja, so in der Osterzeit war auch eine ganze Menge schon ausgebucht, haben wir uns für eine Plantation Villa (45 qm) im Sri Lanta entschieden. Acht Nächte inklusive Frühstück haben 460 Euro gekostet. Das Zimmer hat am Fußende des 2-Meter-Betts noch ein normales Bett. Ich finde also, super für Familien geeignet. Für den Zweijährigen mussten wir nichts extra bezahlen, für unsere 5-jährige Tochter ca. 6 Euro am Tag für Frühstück.
Die Plantation Villas sind wunderschön, nur nicht alle haben eine tolle Lage. Wir sind einmal umgezogen und hatten dann besten Jungle View. Man läuft den Berg runter und schon ist man am schönen Strand. Der hat mich ehrlicherweise am meisten überrascht. Ja, die Bilder sind ein bisschen bearbeitet, aber das Wasser ist schön klar, der Strand breit mit ganz weichem Sand.

Klong Nin Beach

Der Strand, an dem wir waren, ist definitiv einer der ruhigeren. Es gibt ein paar Resorts und Restaurant und es ist total entspannt und alles andere als überlaufen. Das Meer ist ruhig, so dass die Kinder mal richtig viel im Ozean schwimmen waren. Sogar der Kleine ist immer richtig mutig reingesprungen. Das tollste am breiten Strand: Es ist einfach nie, nie überlaufen. Übrigens haben wir die Massen von skandinavischen Rentnern überhaupt nicht gesehen. Im Resort links neben dem Sri Lanta scheinen ein paar Leute dieser Spezies zu sein, uns ist das aber auf keinen Fall negativ aufgefallen.

Mit das Schönste am Strand ist abends einfach auf den Matten auf dem Sand zu sitzen, einen superleckeren Cocktail zu schlürfen und in den Sonnenuntergang schauen. Die sind hier nämlich wunderschön. Gegessen haben wir fast jeden Abend in der Big Bang Bar. Die Kinder haben ganz lange im Sand gespielt, Krebse gefangen (unbedingt Taschenlampe mitnehmen) und sind mal kurz zum Essen auf unsere Matte eingebogen. Das mit dem Essen und den Kindern war übrigens völlig unproblematisch. Die Kinder haben Omelette gegessen, Nudeln mit Butter oder auf Vorbestellung Pellkartoffeln.

What to do – Aktivitäten mit Kindern

Ich würde ja mal als allererstes: Nix tun. Ich finde nämlich, Koh Lanta ist Chilly Island und das haben wir so richtig genossen. Lange und ausführlich gefrühstückt. Danach die Kinder einfach lange auf der Wiese spielen lassen, basteln auf den Sitzsäcken und dann eine Runde im Pool oder im Meer. Lange Mittagspause. Nachmittags Strand, Massage, tolle Sandburgen, Sonnenuntergang, gutes Essen. Kurz: Man kann sich und das Leben so richtig genießen.

Ein paar Aktivitäten haben wir dann doch gemacht. Was richtig Spaß macht, ist mit einem der TukTuk-ähnlichen Gefährten über die Insel brausen. Das ist quasi ein Roller mit kleinem Beiwagen. Siehe oben. So much Fun!

Einen lokalen Markt besuchen. Einfach den Fahrer fragen, der wird schon wissen wohin :-) Auf dem Markt einfach treiben lassen. Obst probieren. Mittag essen, frischen Fruchtshake trinken.

Schnorcheltrip und Inselhopping. Wir haben einen Tagestrip nach Koh Ha und Koh Rok gebucht. Bezahlt haben wir 1.500 Baht pro Erwachsenen. Die Kinder waren beide frei (eigentlich muss man ab 4 Jahren bezahlen und dann die Hälfte) Der Trip war inklusive Schnorchelausrüstung (Achtung – passt nur für Erwachsene!), Mittagessen, Früchte am Nachmittag und Wasser.

Ich finde, der Trip ist für Familien mit ganz kleinen und älteren Kindern geeignet. Wer leicht seekrank wird, nimmt bitte Reisekaugummis mit. Erste Station war Koh Rok. Hier wurden die Sachen zum Mittagessen ausgeladen und unser 2,5-Jähriger und ich sind gleich mit auf der Insel geblieben. Hier waren wir baden und haben am Strand gesessen. Wunderschön – vor allem, weil wir fast alleine waren auf der Trauminsel. Stefan und unser 5-Jährige sind mit dem Boot weitergefahren zu zwei Schnorchelspots. Das war anscheinend super! Es war alles dabei. Laut unserer Tochter auch Nemo und der Chef aus dem Aquarium in Sydney (der mit der verletzten Flosse).

Ca. zwei Stunden später sind die dann zum Mittagessen auch auf Koh Rok angekommen. Ab der Mittagszeit war es von einer Minute auf die andere bumsvoll auf der Insel. Das Mittagessen war trotzdem super lecker und bei der Aussicht ein Traum. Überhaupt: Die Insel ist wirklich wunder-, wunderschön mit kristallklarem Wasser, Baumschaukel – einfach ein bisschen Paradies.

Am Nachmittag haben wir dann den dritten Schnorchelstop auf Koh Ha eingelegt. Diesmal war ich mit unserer Tochter schnorcheln und der Kleine war auch mit im Wasser. Für beide Kinder haben wir Kinder-Schwimmlernwesten dabei. Hinten haben die einen Griff, an den wir zum Schnorcheln ein Nylonseil befestigt haben und dieses an uns. So kann nichts passieren. Auch ein Kinderschnorchelset haben wir mitgenommen. Unsere Tochter war mehr als begeistert von ihrem ersten Schnorcheltrip im großen Meer. Wir haben neben unzähligen Fische auch einen Kraken gesehen.

Der Trip ist auf jeden Fall zu empfehlen. Es geht übrigens zwischen 8 und 9 Uhr los und am Nachmittag zwischen 15 und 16 Uhr ist man wieder zurück.

Fazit: Für wen würde ich Thailand, im Besonderen Koh Lanta, empfehlen?

Viele haben mich gefragt, ob ich Thailand auch mit kleinen Kindern empfehlen würde. Es gab sogar Nachrichten, wo Ärzte von einer Reise nach Thailand abgeraten haben, weil es Spinnen usw. gäbe und das mit krabbelnden Kindern nichts wäre. Vorab: Jeder, aber eben jeder für sich individuell, muss entscheiden, ob er sich und allen Familienmitgliedern eine solche Reise zutraut. Es bringt rein gar nichts sich vor Ort zu fürchten. Ich kann also nur für uns persönlich sprechen. Wir waren schon vor den Kindern viel in Asien und unser kleinstes Kind hatte gerade einen Tag vorher seinen ersten Geburtstag, als wir nach Bali geflogen sind. Er konnte damals noch nicht laufen, also auch nur krabbeln. Wir haben das als unproblematisch gesehen und das war es auch. Wir achten besonders auf Mückenschutz und sind mit dem Essen sehr entspannt. Natürlich ist das keine Garantie. Ein Kind kann Durchfall kriegen, böse Mückenstiche usw. Hatten wir auch alles schon. Wir haben eine gute Reiseapotheke dabei (schreibe ich auch gerne mal etwas zu) und kontaktieren, wenn nötig, Apotheke und Ärzte vor Ort. Weltweit hatten wir hier bisher nie den Eindruck, dass uns nicht geholfen werde konnte. Eine gute Reiseversicherung ist wichtig, ja. Aber ehrlich gesagt auch nur dafür, um nachher das Geld wieder zu bekommen. Wichtiger vor Ort ist ausreichend Bargeld, da medical treatment natürlich erstmal Privatleistung ist. So hart sich das anhört: Hast du das Geld, wird dir auch geholfen. Eigentlich überall auf der Welt.

Wenn eure Kids vor Ort mal was haben, vergesst nie: Auch zuhause sind sie mal krank. Dieses „Hätten wir das mal nur nie gemacht!“ finde ich Unsinn. Der letzte Winter in Deutschland war bei uns quasi eine kontinuierliche Aneinanderreihung von Krankheiten. So etwas hatten wir auf Reisen noch nie.

Ganz viele haben mich nach den Impfungen unserer Kinder gefragt. Da dies ein sehr strittiges Thema ist, habe ich Fragen danach bisher direkt und recht vorsichtig beantwortet. Wenn ihr mögt, kann ich aber gerne einmal einen Artikel dazu schreiben, wie wir es machen.