Eigentlich wollte ich euch ja nur erzählen, wohin es als nächstes geht, aber irgendwie ist in den letzten Monaten noch mehr passiert. Nach unserer langen Reise habe ich gedacht, ich will gar nicht nach Hause. Habe mich gefragt, was Zuhause überhaupt ist. Ist das Häuschen mit Garten jetzt genau der Inbegriff der Glückseligkeit? Oder lässt der stressige Arbeits- und Familienalltag kaum intensive Zeit miteinander zu? Ist man gefangen im Hamsterrad von Job, Kita, Freizeitaktivitäten und sozialen Verpflichtungen? Was bleibt eigentlich von diesem familiären Gemeinschaftsgefühl zuhause noch, wenn man eigentlich kontinuierlich all diesen Dingen hinterherrennt.

Letztes Jahr im März habe ich mich wie bolle auf die gemeinsamen knapp acht Wochen mit der Familie gefreut. Thailand, Malaysia, Australien und Bali. Endlich raus aus den Mühlen des Alltags. Rein in die intensive Familienzeit. Und genauso kam es – die Zeit war der Hammer! Unvergesslich. Nur wir. Einfach wunderbar. Am Ende der Reise wollte ich so gar nicht nach Hause. Im Besonderen für die Kinder haben wir aber gemerkt, wie wichtig für sie das Zuhause ist, vor allem für die Ältere. All meine Wunschüberlegungen das letzte Jahr vor der Schule nur mit Reisen zu verbringen, habe ich über Bord geworfen. Ich glaube mit fünf ist man fast schon zu alt für Full Time Weltreise.

Für unser Haus hatte ich auf den Sommer gehofft. Zu sehr hatte ich in den vergangenen Monaten oft meine alte Heimat Hamburg vermisst. Und der Sommer kam und er war großartig. Mit ihm kamen viele Veränderungen. Ein neuer Kindergarten, intensive Zeit zuhause und endlich Ankommen im Viertel. Das tat gut, uns allen. Auf einmal ist der Faktor Zeit ein anderer. Wir nutzen den Standortvorteil unseres Hauses viel mehr. Sind auf dem Feld, im Wald, einfach draußen – draußen zuhause. Ich meine ohne ins Auto zu steigen. Unser Familienleben ist entspannter geworden, entschleunigter.

Morgens fahre ich die Kinder mit dem Rad zum Kindergarten. Mittags hole ich sie wieder ab. Ich freue mich jeden Morgen darauf einfach loszuradeln, darüber, dass mich alle möglichen Leute grüßen, die mir von Schule oder Kita entgegenkommen. Dass unsere Tochter jetzt schon von Nachmittagsverabredungen selber nach Hause laufen kann. Das ich auch mal am Nachmittag zu Hause rumwuseln kann und die Kinder spielen draußen.

Ja, ich fühle mich wohl. Wir fühlen uns wohl. Gerade sagte meine Tochter zu mir „Wir haben doch echt ein glückliches Leben in unserem Haus.“ Und ja, das stimmt.

Ist denn dann jetzt das Fernweh weg? Nein, aber das Heimweh ist da. Unsere kommende Reise haben wir schon vor einigen Wochen geplant. Es werden diesmal zwar nicht 8 Wochen werden, aber knapp 6. Mir ist das mittlerweile ehrlich gesagt schon fast zu lang. Ich weiß, ich werde Zuhause vermissen. Aber ich versuche es so zu sehen, dass mir das Leben wieder Zeit schenkt. Denn klar, das tut es ja auch. Das letzte Jahr vor der Schule hat begonnen. Ab dem nächsten Jahr wird vieles anders, nicht nur das Reisen. Mir wird mehr denn je bewusst, wie endlich die intensive Zeit mit meinen Kindern ist – im Besonderen mit meiner Tochter. Sie wird bald sechs Jahre alt.

Also packen wir bald wieder unsere Taschen. Erste Station wird Sri Lanka sein. Wir werden eine Rundreise machen. Mit Stationen am Strand, in historischen Städten, auf Safaris gehen, wilde Elefanten und mit Glück auch Leoparden sehen, im Hochland wandern, mit Zügen über die Berge und durch die Teeplantagen fahren. Ich hatte mir ein paar Gedanken darum gemacht, wie die Kinder die Ankündigung der langen Reise aufnehmen werden. Alles völlig unnötig. Als wir ihnen vor wenigen Tagen erzählten, es ginge wieder los und ob sie sich auch freuten, sagte Lütti freudestrahlend: „Mama, wie kann ich mich denn nicht freuen? – Ich werde endlich eine Safari machen. Elefanten sehen. Vielleicht wieder schwimmen mit Schildkröten – wie kann ich das denn bitte nicht toll finden?!“

Stimmt! Das wird bestimmt alles toll. Besonders freue ich mich diesmal übrigens auf mein persönliches Reise-Highlight. Nach Sri Lanka geht es nämlich auf die Malediven. Yeah! Damit erfülle ich mir einen Reisetraum. Ich bin ganz gespannt, ob es wirklich soooo schön ist. Wir werden drei Inseln besuchen, in Strandbungalows wohnen, tauchen und schnorcheln gehen und: Einfach mal nix machen. Das macht neben dem ganzen tollen und abenteuerlichen Reisen nämlich bestimmt auch mal Spaß.

Ich freue mich sehr, wenn ihr wieder Lust habt uns ein wenig zu begleiten. Schaut einfach mal auf Instagram vorbei.