Unsere Südafrika-Reise mit den Kindern – Vorbereitung, Organisation, Must-Knows

Warum ihr unbedingt mit euren Kids nach Südafrika müsst, dazu hatte ich schon ein bisschen was geschrieben: Unsere absolute Traumreise – Südafrika mit Kindern! Unsere Reise mit unseren beiden 3- und 6-jährigen Kindern war mit die tollste, die wir je gemacht haben. Übrigens war es mit den Kindern auch nochmal viel besser als ohne (wir waren vor ein paar Jahren schon mal ohne die Kinder da). Wir haben so viel Verschiedenes erlebt, so eine intensive Zeit zusammen als Familie verbracht und für uns ist eines klar: Das war definitiv nicht das letzte Mal in Südafrika! Wenn ihr selbst gerade am liebsten direkt in den Flieger steigen würdet, wartet mal einen kurzen Moment, denn ich will gleich mal mit dem MUST-KNOW für Südafrika anfangen. Also zum Thema Einreise, Mietwagen, Airlines und Reiseplanung.

Wichtig: Strenge Einreisebestimmungen nach Südafrika für Kinder

Definitiv wohl das Wichtigste für Familien, die planen nach Südafrika zu reisen, denn die Einreisebestimmungen sind ziemlich streng. Wir hätten fast blauäugig einen sehr kurzfristigen Flug gebucht – das hätten wir dann mit der internationalen Geburtsurkunde für die Kinder nicht mehr geschafft. Ohne diese dürfen Kinder nämlich NICHT nach Südafrika einreisen. Unsere mussten wir beim Standesamt in Hamburg (es muss das Standesamt sein, das auch die normale Geburtsurkunde ausgestellt hat) erstmal beantragen und haben dann noch zweimal mit dem Amt telefoniert, ob die Urkunden auch rechtzeitig auf dem postalischen Weg zu uns kommen (das kann laut Auskunft des Amts auch mal 4-6 Wochen dauern).

Ein extra Visum braucht ihr vorab zwar nicht zu beantragen, aber einen noch 6 Monate nach Rückreisedatum gültigen – ACHTUNG! NICHT VERLÄNGERTEN!!! – Kinderreisepass. Wir haben auf der Reise eine 6-köpfige Familie aus Deutschland getroffen, die von der Fluggesellschaft in Deutschland gar nicht erst mitgenommen wurde. Internationale Geburtsurkunden hatten sie dabei, auch gültige Passe. Allerdings einer davon war verlängert worden. Ende des Lieds: Sie mussten den Flug verfallen lassen, nochmal zum Amt und konnten dann nur noch einen neuen Flug buchen. Extrem ärgerlich. Übrigens hatten die sogar über einen Reiseveranstalter gebucht, wurden darauf aber nicht hingewiesen. Es liegt also wirklich rein in eurer Verantwortung.
Also definitiv ein MUST-KNOW!

Flug nach Südafrika, Ethiopian Airlines leider nicht sooo kinderfreundlich

Wir hatten uns für Ethiopian von Frankfurt über Addis Abeba entschieden. Gründe waren vor allem die kurze Umsteigezeit und der gute Preis. Eine Woche vor unserem Abflug ist eine Maschine der Airline nach Start in Addis Abeba abgestürzt (was aber wohl nicht an der Airline, sondern am Flugzeugtyp lag). Ich weiß, es ist nicht rational, aber ich hatte trotzdem das erste Mal im Flugzeug eine Menge Angst.


An Bord hat die Essensvorbereitung ewig gedauert (2-3 Stunden) und dementsprechend lange dauerte es auch, bis das Licht in der Kabine ausgemacht wurde. Geschlafen wurde demnach erst total spät und superkurz, weil dann ja der Umstieg mitten in der Nacht kam. Für Kinder gab es leider so gar nichts, im Besonderen auch nicht wirklich etwas zu essen. Das normale Essen war leider viel viel zu scharf (inkl. 3 roter Chilis in einem Gericht) und für Kinder war gar nichts Separates verfügbar. Vorsichtig gesagt war man an Bord auch nicht so wirklich lösungsorientiert, denn die Kinder sollten dann halt einfach Cracker essen. Ja, wir waren 14 Stunden unterwegs…

Auf dem Rückflug hat schon der Checkin nahezu 1,5 Stunden gedauert (die Airline hatte zu wenig Schalter geöffnet und hinzu gab es wohl bei fast jedem irgendein Problem). Die Nerven waren also schon vor den zwei Rückflügen bei allen Vieren ziemlich runter. Am Ende von Flug 4 wurden dann des Nachts 2 Stunden vor Landung (um 3:30 Uhr) die Festtagsbeleuchtung für das Servieren von Muffins betätigt und nach ingesamt 22 Stunden und vier Flügen mit Ethiopian wurde den Kindern kurz vor Landung ein Spielpaket überreicht. Dieses war allerdings 1A und hätte zum Beginn der Flugreise bestimmt auch Sinn gemacht… Fazit: Ethiopian ist bestimmt noch ausbaufähig in Sachen Kinderfreundlichkeit.

Was wir zum ersten Mal dabei hatten, quasi als günstige und platzsparende Alternative zu den JetKids-Koffern*, waren diese aufblasbaren Kissen, um die Sitzfläche zu verlängern* und die waren wirklich tiptop und die Kinder haben richtig gut darauf geschlafen. Für unter 20 Euro und es nimmt wirklich keinen Platz weg. Das Aufblasen ist auch echt ok und geht schnell.

Mietwagen vor Ort, total klasse mit Sunny Cars

Dafür haben wir hier diesmal mit Sunny Cars alles richtig gemacht*. In Südafrika sollte man sich in jedem Fall für ein gutes Versicherungspaket entscheiden. Einfach weil vor Ort auch mal was passieren kann.

Natürlich sollte man sich an die Ratschläge halten und wirklich nichts, rein gar nichts im Auto lassen. Trotzdem kann man natürlich Pech haben. An einem vergessenen Ladekabel wird ein Handy vermutet und zack, ist es passiert. Aber wie gesagt , wenn man sich an alles hält, sollte eigentlich nichts passieren. Eigentlich. Bei uns waren es ganz lächerlich die Radkappen, die uns wohl schon an unserem ersten Abend in Kapstadt gestohlen wurden. Passiert leider öfter wie uns unser Vermieter erklärte. Aufgefallen ist das erst bei der Mietwagenstation. Hier haben wir nämlich ziemlich einfach und ohne Aufwand den Wagen getauscht, weil ein Warnlämpchen im Display leuchtete. Der Tausch war total unkompliziert und auch die Abwicklung mit der Versicherung für die Radkappen. Bei Sunny Cars* ist immer so ziemlich alles versichert, was geht und auch ohne Selbstbeteiligung oder andere versteckte Gebühren.

Darüber hinaus bekommt Sunny Cars* von uns ein ganz großes Lob für die Kindersitze. Nachdem wir in Australien wirklich extrem schlechte Erfahrungen mit den Kindersitzen gemacht haben, hatten wir diesmal sogar just in case noch eine Sitzerhöhung mitgenommen. Die brauchten wir aber gar nicht. Beide Kinder hatten tiptop Booster Seats und für 3 Wochen haben wir pro Sitz gerade mal 30(!) Euro bezahlt.

Wir haben uns übrigens für einen Toyota Avanza entschieden. Der passt wirklich sehr gut für eine vierköpfige Familie mit ausreichend Platz für das Gepäck im Kofferraum. Außerdem sitzt man etwas höher, schön wenn man auch eine Selbstfahrer-Safari plant.

Reiseplanung

Wir haben alles selber geplant. Das war im Besonderen sehr, sehr aufwendig bezogen auf die Route, damit verbunden die vielen Anfragen bei den Unterkünften, ob die Kinder auch mit ins Zimmer können, und vor allem bei der Recherche nach Wildreservaten, in denen auch unser 3-jähriger mit auf die Safari gegen kann.

Es gab Zeiten bei der Reiseplanung, da habe ich mich ehrlich gefragt, ob so ein Urlaub überhaupt Sinn macht, wenn die Planung sooo aufwendig ist.

Ganz am Ende und demnach für uns viel zu spät, habe ich Gisela von African Twist Travel kennen gelernt. Sie ist selbst Mama von zwei Kindern und eine ehemalige Reisejournalistin aus der Schweiz, die mittlerweile in Südafrika lebt. Hier organisiert sie individuelle Reise für Familien, ganz nach eurem Budget zwischen 3 und 5 Sternen. Ihre Webseite ist zwar in Englisch, aber sie berät euch selbstverständlich auf Deutsch. Viele ihrer Kundenstimmen sind auch auf deutsch und auch bei Facebook findet ihr noch mehr Input. Euch gibt Gisela 5% Rabatt auf die Reise, wenn ihr bei Buchung den Code: SarahPlusDrei verwendet*. Also vielleicht ist das ja etwas für den einen oder anderen von euch. Ich finde es in jedem Fall total hilfreich. Über die Reiseplanung hinaus dann auch, dass man immer einen Ansprechpartner im Land zur Seite hat bei allen Fragen. Wenn ihr mögt, trifft sich Gisela auch sehr gerne mit euch zum Start eurer Reise.


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