Mit dem Jeep durch Namibia – alles zur Vorbereitung, Packliste und was euch erwartet

Ja, wie bereitet man sich am besten auf so eine Reise vor? Am besten länger als wir, denn wir haben so spontan günstige Flüge bekommen, dass gar nicht viel Zeit für die Vorbereitung bliebt. War aber in manchen Punkten glaube ich doch besser so, vielleicht hätten wir mit einem 3 und 6 Jahre alten Kind im Gepäck dann doch Bedenken bekommen :-) Was uns bei der Planung in jedem Fall sehr geholfen hat, war das Buch Mit dem Wohnmobil nach Namibia, was unheimlich viele Campingplätze richtig gut beschreibt. Auch gut sein soll Camping in Namibia: Tipps und Tricks für Selbstfahrerreisen im südlichen Afrika und zur Vorfreude und Inspiration hole ich mir ja immer den jeweiligen Dumont Bildatlas. Ein detaillierter Post über unsere Route folgt auf jeden Fall noch.

Was ihr aber in jedem Fall zur Vorbereitung hören solltet, ist das Hörbuch Hummeldumm. Wie wir finden ein MUSS! Denn es beschreibt ziemlich genau, was euch erwartet. Ihr seid zwar nicht Teil einer Reisegruppe, aber auf diese werdet ihr stoßen. Schon am Flughafen. Vertraut mir :-))

Die Campingplätzen solltet ihr in jedem Fall reservieren. Zum einen weil es relativ wenige gibt und gerade an den Hot Spots in der Hauptsaison jede Menge los ist. Zum anderen sind die Entfernungen so weit, dass ihr im Normalfall nicht spontan auswählen könnt. Zu unserer Reiseroute schreib ich euch ja nochmal einen separaten Artikel. Jetzt erstmal dazu, was ihr mitnehmen solltet. Die Autos, zumindest wenn ihr Gute mietet, sind voll ausgestattet mit Schlafsäcken, Geschirr, Besteck usw. Da ist alles vorhanden. Trotzdem gibt es einige Must Brings und andere nice to haves, die die Reise angenehmer machen.

Must Brings – ohne das geht nix

Nice to have – macht den Urlaub einfach schöner

  • Kopfkissenbezüge – einfach von zuhause mitbringen, irgendwie schläft es sich damit doch besser im Zelt als auf dem blanken Kissen des Vermieters
  • Bettlaken – gleiches gilt für die blanken Matratzen im Zelt. Wir haben unsere einfach vor Ort gekauft. Geht auch. Wenn ihr welche mitbringt, darauf achten, das sie ohne Gummi sind
  • Einfache Campingtischdecke – es soll ja auch so ein bisschen Urlaub ein, oder?
  • Gleiches gilt für 4 Teller. Zwar ist alles da, aber ehrlich: die Teller und Tische haben auch schon einige Camper vor euch gesehen…
  • kleines Raumklima Spray, da schläft sich definitiv besser im Zelt
  • Kindle oder anders elektronisches Lesegerät. Ihr werdet sehen, es geht meist früh ins Bett und es ist echt dunkel…

Was ihr getrost zuhause lassen könnt

  • Wanderschuhe – ihr fahrt ja mit dem Jeep durch das Land. Ihr lauft nicht. Auch wenn ihr bei Spitzkoppe wandert, reichen Turnschuhe.
  • Trekkinghosen – ihr glaubt gar nicht, wo vor allem deutsche Rentner in Namibia noch hinwollen. Auf jeden Fall kann man sagen, allzeit bereit!
  • Trekkinghüte – Käppi reicht echt. Oder Sonnenhut.

Für den Flug

Was euch erwartet

Ehemals Deutsch-Südwest, sage ich nur :-) Das zeichnete sich bereits im Flieger ab. Einige ältere deutsche Herren, komplett im Überlebens-Buschdress gekleidet, und mit komischen Witzen auf den Zungen. Angekommen in Windhoek dann gleich nach der Passkontrolle der Waffenausgabeschalter. Ja, richtig, und der war, na, was denkt ihr? Voll!!!! Ja, man hat schon den Eindruck, dass der eine oder andere, im Besonderen Herr, seine Rente nochmal einsetzt, um Deutsch-Südwest zu bereisen.

Ja, man kann sich hier auch wohlfühlen und muss sich im Besonderen kulinarisch nicht an neuen Geschmäcker gewöhnen. Im Supermarkt gibt es alle großen deutschen Marken und ihr müsst auch nicht beim Campen auf ein Gläschen guten deutschen Rotkohl verzichten :-) Spaß beiseite: für unsere Generation gibt es sogar Ravioli aus der Dose. Die Originalen :-)

Kulinarisch ist man hier aber unser Meinung nach, in den meisten Restaurants nicht ganz weit vorne. Oft weiß man nicht, ob man wirklich einen Kudu oder einen Rinderbraten mit brauner Soße wie bei Muttern isst. Die gute Nachricht: Alles, was ihr nach einem langen Tag auf eurem Grill beim Camper macht, schmeckt köstlich! Die Supermärkte sind gut ausgestattet, auch wenn die Strecken zwischen ihnen weit sind. Ein gutes Auto hat aber einen kleinen, gut funktionierenden Kühlschrank hinten drin.

Wie schon im Auf eigene Faust mit Jeep, Dachzelten und zwei kleinen Kindern durch Namibia geschrieben, sind die Strecken oft lang und leer. Wieder in der „Zivilisation“ angekommen, sprich bei der nächsten Tanke, kann hier auch schon mal ne kleine Party stattfinden, weil jemand die Musik aufgedreht hat. Ja, wir haben besonders die schwarzen Namibier als sehr fröhliches und sehr gottesgläubig erlebt. Im Burger-Laden, wie auch sonst überall, schaut dir dann gerne dieser Spruch entgegen :-)

Namibia ist ein kinderfreundliches Land

Alle waren unheimlich nett zu den Kids. Es ist jetzt nicht wie in Asien oder Marokko, aber überall wurden die Kinder total freundlich behandelt, ein zusätzliches Kindergedeck wurde kostenfrei dazu gelegt und Kinder sind auf Campingplätzen und Nationalpark entweder frei oder kosten nur einen kleinen zusätzlichen Obolus.

Ok, und andere Länder, andere Sitten. Auch wenn er gedurft hätte – habe ich dann unseren 3-Jährigen mal nicht nahe an die Geparden mit rangenommen. Da bleiben wir doch besser bei den Straußen :-)


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