Familienurlaub im Kuramathi – so stellt man sich die Malediven vor

Ja, wo soll ich anfangen, denn der Urlaub im Kuramathi war einfach traumhaft. Ich gebe zu, ich war es, die in unserer Familie schon lange von einem Urlaub auf den Malediven geträumt hat. Die Malediven waren in meinem Kopf das Paradies aus Puderzucker-Stränden und glasklarem Wasser. Mein Mann hat mich immer wieder gebremst, ich sollte es doch wahrscheinlich als Marketing Managerin selbst wissen, dass das meiste bestimmt nur Photoshop ist, aber was dann kam, damit hätten wir nun wirklich nicht gerechnet.

Als wir vom Boot über den Steg zur palmengesäumten Insel gingen, schwamm erstmal gleich ein kleiner Hai durch das glasklare, seichte Wasser. Umringt von jeder Menge Fischen. Das muss also das Paradies sein. Unsere Beach Villa direkt am puderweichen, weißen Strand hatte ein riesengroßes Außenbad, einen großen Schlafraum mit Stockbett für die Kinder und einer kleinen Sofanische im Fenster. Vorn davor eine Terrasse mit zwei Sonnenliegen.

Es gibt zwei Inselseiten mit Villen auf Kuramathi. Wir waren an der Riffseite. Hier kann man direkt losschnorcheln. Heißt: Taucherbrille auf, Kopf unter Wasser und man ist mittendrin in „Findet Nemo“. Es war wirklich unglaublich. Auch für die Kinder.

Die andere Seite ist die sogenannte Lagunenseite. Hier ist das Wasser noch ein bisschen blauer, da es kein Riff gibt. Wenn wir uns am Nachmittag an den Strand gelegt haben, waren wir zumeist dort. Das Besondere an Kuramathi finde ich, dass es sich um eine verhältnismäßig große Insel handelt, auf der es eine sehr üppige Vegetation gibt. Riesige Bäume, Palmen und immer wieder glitzert an der Seite das türkisblaue Meer. Die Insel ist einfach in jedem Winkel wunder-, wunderschön. Eigentlich haben wir die ganze Zeit nur gesagt, dass uns gleich mal jemand kneifen muss, soooo schön ist alles.

Durch die Größe der Insel und die Vegetation ist es auch möglich, am Strand gefühlt alleine zu liegen. In einer der Palmennischen bekommt man von anderen Gästen so gut wie gar nichts mit und fühlt sich fast wie Robinson Crusoe allein auf einer Trauminsel.

Nur das Robinson Crusoe nicht dreimal am Tag ganz vorzüglich speisen konnte, so wie wir im Kuramathi. Das Resort hat insgesamt neun Restaurants. Unseres, das Haruge, war etwa 10 Minuten zu Fuß von unserer Villa entfernt. Gegessen wird mit Blick aufs Meer im Halboffenen. Jeden Abend gibt es verschiedene, superleckere Themenbuffets.

Morgens wie Mittags kann man gleich nach dem Essen vom Tisch zum Strand hüpfen und den kleinen Haien zuschauen, wie sie in der Lagune Jagd auf Fische machen. Übrigens sind sie völlig ungefährlich und haben mehr Angst vor uns Menschen als wir vor ihnen. Als dieser hier Stefan und die Kinder entdeckt hat (er hatte sie offensichtlich erst übersehen), hat er sich ganz schnell aus dem Staub gemacht.

Eine ganz große Besonderheit ist die lange Sandbank am Ende der Insel. Mit dem Golf Cart Taxi (fährt alle 10 Minuten an verschiedenen Haltestellen auf der Insel) fährt man bis zum anderen Ende um dann noch einige Meter zu gehen und dieses Naturwunder anzuschauen. Einfach unglaublich schön!

Himmel auf Erden auch für Kinder

Ich hatte ja schon ein bisschen etwas darüber erzählt, dass Urlaub auf den Malediven auch besonders etwas für Kinder ist. Das Wasser ist seicht, die Strände ein Traum und überall Palmenschatten. Im Kuramathi gibt es dazu noch etwas ganz besonderes: Den mit Abstand allerbesten Kids Club, den wir je erlebt haben! Der Bageecha Kids Club hat eine Kinderbetreuung, wie man es sich besser einfach nicht wünschen kann. Der Betreuungsschlüssel ist einfach 1a, teilweise sogar 1:1. Es werden eine Vielzahl von Sprachen gesprochen, auch deutsch, so dass eine Verständigung gar kein Problem war.

Der Kids Club ist ab 3 Jahren, für jüngere Kinder wird ein Babysitter Service angeboten. Sara ist die Chefin des Clubs und sie und ihre Kollegen machen so ein tolles Programm für die Kinder, dass unsere gleich morgens hin und am liebsten gar nicht mehr abgeholt werden wollten. Würde fast auch gehen, denn der Kids Club hat bis 19.30 Uhr auf. Mittags und abends kann im Kids Club gegessen werden, was die Kinder natürlich spitze finden. Klar, es gibt ja auch Kindermenü ;-) Abends ist das auch manchmal wirklich nicht verkehrt, denn Essen im Kids Club gibt es, soweit ich weiß, um 18:00 Uhr und das normale Buffetessen beginnt erst um 19.30 Uhr. Da kann es auch mal Sinn machen, dass die Kids im Kids Club essen. Möchte man darüber hinaus einen Babysitter buchen, etwa weil man mal allein abends essen gehen möchte, ist das für 10 Dollar die Stunde möglich. Sogar in der eigenen Villa. Das finde ich wirklich einen sehr fairen Kurs. Wir haben das auch einmal gemacht und sind im Restaurant The Palm köstlich Essen gegangen. Das fühlte sich dann wirklich ein bisschen an wie Flitterwochen :-)

Aber zurück zum Kinderprogramm. Ich glaube, wenn ihr das hier lest, dann wundert es euch nicht, dass die Kids keinen Tag dort verpassen wollten. Und am Ende gab es auch noch große, persönliche Abschiedsgeschenke für beide Kinder. Also, besser geht es einfach nicht. Was unsere Kinder am besten fanden? Natürlich die Schatzsuche ;-)

Fazit:

Wer die Malediven sucht, der findet sie in jedem Fall auf Kuramathi. Es ist durch und durch eine Trauminsel. Wundervolle Strände, Abgeschiedenheit, eine wunderschön bunte Unterwasserwelt direkt vom Strand aus. Das macht es auch möglich mit ganz kleinen Kindern zum Schnorcheln zu gehen. Unser 3-Jähriger war ebenso begeistert wie unser 6-jährige Tochter. Hautnah mit Haien, wunderschöne Sonnenuntergänge. Ja, es war wirklich ein absoluter Traumurlaub. Vielleicht auch manchmal ein bisschen wie Hochzeitsreise, denn dank dem wirklich unglaublich tollen Kids Club konnten wir auch die ein oder andere Stunde mal nur zu zweit genießen.

1 Gedanke zu “Familienurlaub im Kuramathi – so stellt man sich die Malediven vor”

  1. Hallo Sarah,
    auf die Maledivenberichte habe ich schon die ganze Zeit gewartet . Das liest sich schon alles so toll . Mich würde interessieren welche der Inseln denn nun toller war, dem Bericht nach zu urteilen Kani… und welche würden die Kinder bevorzugen? War Kuramathi aufgrund der Größe unpersönlicher?
    Und sind beides Barfußinseln?
    Liebe Grüße,
    Kathrin

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