Das pure Chaos – ist das eigentlich nur in unserer Familie so?

Nein, hier tanzt im Normalfall mehr als einer aus der Reihe… Frage ich jemanden ob er mal eben ein Fotos von uns machen kann, endet das meist chaotisch. Aber das ist nur die kleinen Spitze des Eisbergs…

Wenn mich jemand nur von Instagram kennt und sagt bei euch da sieht das immer so schön aus, dann muss ich ein bisschen lachen. Denn Freunde wissen:  das ist nur die eine Seite meines Lebens. Die herausgeputzte. Dann gibt es da noch die andere und nicht selten frage ich mich ob wir eigentlich die chaotischste Familie auf dem Planten sind.

Neulich war wieder so ein Tag. Ein Tag weit entfernt von Friede, Freude, Eierkuchen und unseren eigentlichen Plänen. Es sollte ein schöner Familientag werden. Ganz entspannt, ohne bestimmte Pläne. FAIL. Sowas geht bei uns im Normalfall nach hinten los, so auch an diesem Tag. Es ging los mit einer dicken Hand von mir von einem Insektenstich am Vortag. Fragt mich nicht warum gerade ich da allergisch drauf regiere. Es ging weiter mit dem zeternden Zweijährigen, einer „Ich will nur Fernsehen“ Vierjährigen und mir zwischen all möglichen „ich mal mal eben schnell noch.“ Der Mann verließ das Schlachtfeld Richtung Bäcker mit dem Kleinen unterm Arm, ich begab mich in den einen Keller für die neue Wäsche, nach oben für die alte Wäsche, wieder runter für Schuhe die ich bei ebay verkaufen wollte und wieder hoch um Rücksendungen vorzubereiten.

Den Magen auf halb acht und keine dieser Sachen zu Ende geführt, machte ich mit Scheißlaune Frühstück während meine Tochter auf dem Sofa thronte und bitte doch immer wieder wollte, dass ich meinen Blick auf irgendetwas werfe. Der Sohn, mittlerweile wieder da, nutzte die Zeit um einiges vom Frühstückstisch runter zu werfen und ich hatte schon vor dem ersten Kaffee den ersten Wutanfall.

Der gute Gedanke das Ganze aufzulösen und die Kinder mit in den Baumarkt zu nehmen (nur schnell nochmal die Wand überstreichen) stellte sich auch als absoluter Bollox heraus. So kam auch der Mann des Mittags mit schlechter Laune zurück. Meine Hand mittlerweile total angeschwollen, musste ich aber noch was arbeiten. Dabei hatte ich an das Zeitfenster der Mittagspause gedacht. Der Mann auch, fürs Streichen. Ich brauchte aber für mein Arbeiten nochmal schnell Kinderbänke im Garten aufgebaut. Also nächste Baustelle. Die gestellte sich übrigens zu den Beginn des Anbringens der Treppengitter, welche schon in alle Einzelteile im Haus verbreitet waren.

Einziger Raum der nach dem Frühstück abräumen bisher nur im halben Chaos war, war die Küche. Das holte ich jetzt aber nach in dem ich Mittagessen machte – das gab es dann um 17:00 Uhr. Nachdem hier den zetternden und weinenden Zweijährigen nach einer Stunde „Ich will aber wieder ins Bett“ mit einem SmartiesEis beruhigen konnte.

Nach einem Missverständis, dass ich dachte die Blumenzwiebeln dürften nicht noch länger draußen sein und der Mann dachte ich möchte das die jetzt eingepflanzt werden, lag jetzt also zum Haus auch noch der Garten in Schutt und Asche. Die Kinder sahen nach der Einpflanzaktion aus wie einmal in der Erde gewendet.

Wer um 17:00 Uhr Mittag isst, für den wird es natürlich mit dem neuen Plan „18 Uhr Abendessen und dann ins Bett“ echt eng. Es wurde also 21:00 Uhr und ich musste dann nochmal schnell zur Notfallapotheke. Um 21:30 Uhr war ich also wieder zuhause und schaute auf das Schlachtfeld um mich rum und fragte mich, ob eigentlich nur wir das pure Chaos sind, oder ob es bei anderen Familien auch mal so läuft. Ein Tag wie dieser ist in unserem Leben nämlich nicht gerade einmalig….

 

 

 

 


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5 Gedanken zu “Das pure Chaos – ist das eigentlich nur in unserer Familie so?”

  1. Das hört sich eins zu eins nach einem typischen Wochenendtag bei uns an. Da fragt man sich dann schon wie andere Familien es schaffen Samstag morgens, gestriegelt über den Markt zu flanieren, um nach dem Mittagessen einen gemeinsamen Ausflug zu machen… Hier ist unkoordiniertes Chaos/Zeitmanagement am Wochenende Standard, vermutlich einfach weil man sich eben genau vornimmt an diesen beiden Tagen mal nicht nach Fahrplan zu leben, sondern einfach mal zu machen. Tja, und so macht jeder ein wenig was er möchte, im jeweiligen Tempo und ZACK, Bude verwüstet, Tag vorbei.

  2. Huhu,
    hier oft genauso und auch ich frage mich immer, wie andere das hinbekommen. Tröstlich allein die Tatsache , daß man doch nicht alleine damit ist.
    Liebe Grüße,
    Kathrin

  3. Wunderbar! So ist das am Wochenende bei uns auch. Meistens meckern der Mann und ich dann noch aneinander herum. Und die Stimmung wird immer schlechter und das Kind motzt und alle sind angemerkt. Nichts aufgeräumt, dabei hätte man ja so viel vor. Aber Jou…. ich vermute das geht ganz ganz vielen so. Es sagt nur keiner.

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