Das ist für mich Zuhause – zu Gast bei tastesheriff

Clara und ich kennen uns nicht nur vom Bloggen und ihrem Blog tastesheriff, sondern vor allem aus meiner Zeit in Hamburg. Oft haben wir darüber gesprochen wie wir leben wollen. Mit Garten oder ohne. Auf dem Land oder in der Großstadt. Und siehe da – jeder von uns hat jetzt sein Modell gefunden. Denn ist es nicht immer diese Frage: ganz rausziehen oder eben doch das Wochenendhaus im Grünen? Letzteres haben Clara und ihre Familie gemacht und deshalb freue mich mich ganz besonders, neben der Homestory zu ihrer Stadtwohnung, sie nun hier auch mit ihrem Ferien- und Wochenend-Domizil dabei haben zu dürfen. Und das Beste kommt auch gleich – wenn Clara und ihre Familie nicht dort sind, könnt ihr es sogar mieten! Diese und zwei weitere Ferienwohnungen stehen auf dem Hof Hilligenbohl ihrer Mama zur Verfügung. Mehr von Clara Stadt und Land und ganz viel leckere Rezepte findet ihr auch bei ihr auf Instagram.

Heimat oder Zugezogen?

Heimat – also hier auf dem Land ist meine Heimat. Unsere Ferienwohnung ist ein Teil meines Elternhauses. Meine Mutter hat ein sehr schönes und großes Reetdachhaus mit 3 Ferienwohnungen. Eine davon haben wir nach unseren Wünschen und Vorstellungen umgestaltet und so sind wir hier in meiner alten Heimat an der Nordsee an den Wochenenden. Und das ist sehr schön so. Dennoch sind wir hier vor allem landschaftlich mit der Heimat verbunden. Ich bin ja früh ins Internat gegangen und auch all meine Freunde sind hier weggezogen. Daher sind hier keine alten Freunde von früher – aber meine Familie. Meine Geschwister und ihre Kinder leben hier alle in der Gegend und so sehen wir uns häufiger als früher.

Stadt oder Land?

Beides – ja in dem Fall kann ich das sagen! Ich liebe unser Leben in der Stadt. Unter der Woche leben wir in einer schönen Altbauwohnung in der Nähe der Hamburger Aussenalster. Mitten in der Stadt. Dort machen wir alles zu Fuss oder mit dem Fahrrad und haben es wirklich schön. An den Wochenenden und in unseren Ferien fahren wir an die Nordsee in unsere Wohnung auf dem Land. Die Kinder rennen morgens im Nachthemd Barfuss raus in den Garten und tingeln hier den ganzen Tag übers Grundstück. Wir sitzen draussen und ich baue, werkel oder pflanze hier alles was ich möchte. Mein Mann hat hier auch sein Schlagzeug stehen und stört hier keine Nachbarn. Die perfekte Kombination für uns aus Stadt und Land.

Clean oder Kitsch?

Auf dem Land eher Clean, aber Landhaus Clean. Ich mag ja auch Kitsch und bunte Dinge. Die haben wir aber hier absichtlich nicht in diesem Wohnungskonzept. Die Interior Designerin in mir (ja – das hab ich mal studiert) denkt ja immer in Raumkonzepten und Farbkonzepten. Wir haben uns beim Wohnungsumbau für weiss, schwarz, rosa und grau entschieden. Das findet man hier in jedem Raum. Bunte Highlights sind dann eher die Blumensträusse, Lebensmittel oder Bücher.

Teuer oder günstig? (Flohmarktfunde)

Flohmarktfunde eher nicht. Ich bin da nicht so gut drin. Wenn ich etwas haben möchte, dann will ich das sofort. Die Ungewissheit etwas auf dem Flohmarkt nicht zu finden, macht mir schlechte Laune. Aber es sind einige geerbte Teile hier in der Wohnung und auch etwas teurere Antiquitäten (wie ein Regal und Spiegel im Schlafzimmer). Grundsätzlich bin ich aber ein Trüffelschwein und hab fast alles relativ günstig bekommen oder selbst gebaut.

Dein Lieblingsplatz?

Im Winter und Herbst in unserer weißen Küche auf der Eckbank. Wir haben die Küche neu einbauen lassen und ich bin sehr stolz auf diesen schönen schlichten weissen Raum.

Im Sommer sitze ich unglaublich gerne bei uns auf der Terrasse. Dort am Tisch kann ich arbeiten, lesen oder Dinge tun. Oder ich leg mich auf den Deckchair und mach einen kleinen Mittagsschlaf (hah – wie oft das mit einer 3 und einer 4jährigen klappt, könnt Ihr Euch denken).

Was wäre für dich und deine Familie jetzt das perfekte Zuhause? Oder wohnt ihr schon darin? Ist das jetzt für euch die perfekte Lösung – mit quasi zwei Wohnsitzen?

Für uns stand lange die Entscheidung an – wie wollen wir mit den zwei Kindern weiter leben. Da ging es so wie Euch – Sarah. Für uns war aber klar, dass wir aus der Stadt nicht weg wollen. Beruflich ist mein Mann an Hamburg gebunden und auch politisch vor Ort sehr engagiert. Und ich möchte die Freiheiten der Stadt nicht missen. Zudem ist die Kinderbetreuung für uns sehr gut, so dass die Berufstätigkeit von uns beiden ohne große Kompromisse möglich ist. Manko: kein Garten und auch „nur 4 Zimmer“.

Was macht man nun?! Der Hamburger Wohnungsmarkt ist ja total unentspannt.
Wäre für uns ein Umzug ins Randgebiet möglich uns denkbar gewesen? „Schwierig“ lautet da meine Antwort. Wir haben uns mit dem „mit dem Fahrrad in 10 min in die Stadt oder zur Arbeit fahren“ sehr gut engagiert. Wir benutzen das Auto unter der Woche nicht und haben einfach auch einen 12 jahre alten Mietvertrag mit der entsprechenden Miete. In die Elbvororte zu ziehen oder in die andere Richtung hatte für uns alle mehr Pendelzeit bedeutet und bei eh schon wenig gemeinsamer Zeit, hätte uns das vermutlich schnell sehr genervt. Zudem wäre es dort ja auch nicht günstiger, sondern im Zweifel teurer.

So entschieden wir uns schon vor langer Zeit eigentlich mental für das Model: in der Woche mitten in der Stadt, am Wochenende raus aufs Land – und dann richtig aufs Land. Nicht mit 400 qm Garten. Wir hätten uns natürlich auch irgendwie ein kleines Haus kaufen können. Statt dessen haben wir uns entschieden in Nordfriesland in meinem Elternhaus eine Wohnung umzubauen. Diese wird auch als Ferienwohnung vermietet. Vor allem sind wir hier aber auch bei der Familie und das ist Gold wert. Ich bin gespannt wie es wird, wenn die Kinder in die Schule kommen. Da müssen wir dann ja viele Wochen überbrücken und ich glaube das lässt sich mit unserem Stadt/Land Modell ganz wunderbar lösen.


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