Ich weiß nicht wie das bei euch ist, aber hier tummeln sich so einige Monster. Vor allem dann, wenn meine dreijährige Tochter ins Bett soll. Da  Lütti mein erstes Kind ist, bin ich in manchen Dingen doch auch unsicher und da frage ich Google (bestimmt nicht immer eine gute Idee…) Aber siehe da, eine GANZ wichtige Sache steht wohl allem voran:

Man soll die Ängste der Kinder ernst nehmen. Kindern darf ihre Angst nicht ausgeredet werden. Eine Antwort wie „Monster gibt es nicht“ helfen dem Kind nicht weiter. Es ist wichtig, dem Kind Verhalten, Gedanken, Ideen nahezubringen, wie es seine Angst überwinden kann.
Aha, für mich war das schon mal ein wichtiges Learning. Der Satz „feuerspuckende Drachen gibt es nicht“ hört man bei uns nicht.

Übrigens wer auch mal googlet: nicht verrückt manchen lassen. Zwischen zwei und vier befinden sich Kinder in der sogenannten magischen Phase: sie sehen Fantasiegestalten und glauben, diese könnten zaubern. Nachts haben sie oft Angst vor bedrohlichen Kreaturen und vor der Dunkelheit generell. Diesen ganzen Verhaltenstherapie Quatsch also mal getrost bei Seite lassen.

Wir sind hier mit folgendem 3 Punkte Plan in den Kampf gegen Drachen und Monster gezogen.

  1. No Entry Sign – ich habe mit Lütti ein dickes Verbotsschild für die Zimmertür gemalt, wer da alles nicht rein darf. Lütti hat viel selbst gemalt und in Teilen habe ich auf Nachfrage von Lütti ein wenig geholfen den Ängsten eine Gestalt zu geben. Ich glaube am meisten Spaß hat ihr dann das fette rote Durchstreichen der Monster gemacht
  2. Ein Trick aus meiner Kindheit: lautes Singen. Ich habe das immer für den Weg in den Keller genutzt (wenn es hieß einer muss Saft holen…) Lütti nutzt das manchmal für Wege über den Flur, wenn sie nochmal zu uns schleicht, oder es ganz früh morgens ist und die Wohnung noch ganz still – man weiß ja spät abends und ganz früh Morgens sind Stosszeiten für Monster
  3. Wir haben hier gemeinsam Antimonster Lichter gebastelt. Ein mega einfaches DIY was auch kleine KInder gut machen können. In die Lichter haben wir elektrische Teelichter gestellt. Die flackern noch zu richtig schön, dass sieht fast wie echtes Feuer aus und welches Monster lässt sich von solchen Lichtern nicht verscheuchen?

Wer sie nach basteln will braucht: Transparentpapier, Gläser (Brei-, Obst- oder Einmachgläser), breiten Pinsel und Kleister

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Auch 2 und 3 Jährige können mit einer guten Kinderschere schon schnippeln, also ab dafür. Bei den Anti-Moster-Lichtern ist nämlich egal wie geschnitten wird. Falls es mit dem Schneiden noch nicht klappt, einfach kleine Stücke reißen lassen.

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Dann ordentlich Kleister auf die Gläser und Stückchen dran pappen – geht auch super, muss nur ein Elternteil mal ab und an eingreifen, sonst klebt nachher mehr Kleister als Glas an den Schnippseln.

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Die Inspiration für diese Windlichter habe ich übrigens von einer lieben Freundin. Bei uns sind die dann zu Anti-Monster-Lichtern geworden. Manchmal muss man dem Kind also nur einen Namen geben und die Wirkung folgt auf dem Fuße. Bei uns erfüllen sie ihren Job nämlich echt gut.