Manche Eltern meinen ja, Städtetrips wären nichts für Kinder. Wer damit meint stundenlang durch die Straßen zu schlendern, unzählige Museen zu besuchen und shoppen zu gehen, der liegt damit dann wohl richtig. Unsere Kinder sind ganz normale Kinder und sowas finden sie auch langweilig. Aber es geht auch anders und wir sind der Meinung, dass man mit Kindern auch Städtetrips toll gestalten kann. Oberste Prinzip ist bei allem, was ihr tut: Plant nicht zu viel. Mit Kindern dauert nämlich alles länger und ehrlich: Sie wollen auch einfach mal nur Zeit im Hotel oder im Pool verbringen. Das muss auch drin sein. Vor Ort könnt ihr überall hin gut mit dem Grab fahren. Da es allerdings echt heiß ist, sollte ein Buggy im Idealfall schon in eurem Gepäck sein. Es reicht auch ein ganz kleiner.

In Kuala Lumpur hatten wir einen Misch aus allem. Meine Tipps zu Unterkunft, Transport, Essen und Kosten findet ihr in gleichnamigem Blogpost. Nachdem wir in aller Ruhe erst einmal angekommen sind, war unsere erste Station die Batu Caves in der Nähe von Kuala Lumpur. Es sind riesige Höhlen in Kalksteinfelsen, in denen sich verschiedene Tempel befinden. Extrem beeindruckend ist schon die riesige goldene Statue, die dem Hindu-Gott Murugan gewidmet ist. Die Batu Caves sind eine beliebte Pilgerstätte für die Hindus in Malaysia. Der Eintritt in die Höhlen ist frei. Gerne kann man etwas spenden, muss man aber nicht. Ein Sarong wird einem am Eingang auch kostenfrei ausgeliehen.

Die Stimmung ist freundlich und herzlich. Momentan wird in den Höhlen an den Tempeln gebaut und jeder, der die lange Treppe hochgeht, ist eingeladen einen Eimer Baumaterial mitzunehmen. Unsere Kinder waren von den Höhlen mitsamt der Fledermäuse schwer beeindruckt. Auch von all den schönen bunten Figuren. Auch wenn das Highlight mit Sicherheit all die Affen waren. Ohne Bezahlung werden den Kindern von Einheimischen auch Bananen und so weiter zu füttern angeboten, aber ich für meine Begriffe habe da dann doch zu viel Respekt. Trotzdem ist es natürlich supersüß der ganzen Bande zuzusehen. Unsere Kinder haben sich vor Klatschen gar nicht mehr eingekriegt.

Wenn ihr euch nach den Höhlen links Richtung Bahnstation haltet, kommt ihr noch an einem tollen See, Souvenirmarkt und traditionellen Gabenmarkt entlang, wo es viele Blumen und Früchte gibt.

Chinatown – definitiv was für Kinder. Am allerbesten direkt morgens hinfahren, dann ist es noch nicht so voll. Sich einen der köstlichen Kuchen vom Straßenverkäufer auf die Hand schnappen und bummeln. Für Kinder gibt es hier nämlich eine Menge zu entdecken. Ich würde es auch Plastik Spielzeug Heaven nennen. So viel Anna und Elsas und Hello Kittys auf einen Haufen haben die Kids glaube ich noch nie gesehen. Hinter den Buden gibt es auch immer noch eine Reihe von Geschäften. Hier auf jeden Fall mal dahinter schauen, denn das lohnt sich. Es gibt hier auch noch ganz ursprüngliche Geschäfte wie einen Knopfladen. Hier haben die Kinder ganz schön gestaunt und durften sich auch jeder einen besonderen Knopf als Andenken für ihre Schatzkisten aussuchen.

Besuche unterschiedlicher Tempel, denn Kuala Lumpur ist ein Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen. Direkt um die Ecke der Hauptbesuchsstrasse von China Town liegt ein Chinesischer Tempel. Quietschend bunt mit allerlei BlingBling. Ich glaube definitiv die Kultur, die am meisten LED in ihren Tempeln verarbeitet. Die Kinder waren begeistert, wie ihr euch vorstellen könnt. Aber in unseren Kirchen sucht man ja auch sehr lange nach einem echten Drachen.


Quasi schräg gegenüber taucht man dann in den Hindu-Glauben ein. Ein großer indischer Tempel wartet auf Besucher. Wichtig: Vor Betreten immer Schuhe ausziehen. Als wir kamen, war gerade eine große Zeremonie im Gange. Wir mit den Kinder direkt willkommen. Neben den vielen bunten Farben und Figuren finde ich es besonders schön, dass die Kinder einfach rum laufen dürfen. Anders als in unserem Glauben, wo man still in der Kirche sitzt, ist in einem indischem Tempel immer Bewegung. Und so sind die Kinder begeistert rumgelaufen, haben die vielen bunten, großen Bilder bewundert, die Blumen, die Göttergaben. Und sich Spiele ausgedacht.

Eines der absoluten Highlights für die Kinder war der Besuch des Aquariums. Deshalb haben wir uns das auch bis zum Ende aufgehoben. Quasi auch als Belohnung für die Kinder, weil sie natürlich auch ein bisschen „Erwachsen-Programm“ mitgemacht haben. So ganz ohne Mall-Besuch geht es in Kuala Lumpur nämlich nicht ;-) Also, das Aquarium besucht man am besten direkt morgens zur Öffnung. Absolutes Highlight ist der Ocean Tunnel, durch den man sich einfach durchfahren lassen kann. Auch die Fütterung der Otter und die Show der Taucher waren absolut super. Wir waren alle vier wirklich richtig begeistert.

Es gibt natürlich noch viel, viel mehr Dinge, die ihr in Kuala Lumpur machen könnt. Wir freuen uns auf jeden Fall hoffentlich noch einmal wiederzukommen.