Zurück von einer richtig, richtig schönen Woche Ferien. So richtig schön, für alle. Und das habe ich in der letzten Woche nicht nur einmal gesagt. Es war wirklich ein richtig toller Urlaub in einem richtig tollen Familienhotel.

Aber von vorn. Wir wollten so gerne noch einmal Skifahren – allerdings nicht wieder so lange Autofahren. Im Normalfall braucht es für uns so 10 Stunden in den Skiurlaub. Die fahren wir dann immer einen Teil über Nacht, damit es für die Kinder nicht so anstrengend wird. Für uns Eltern ist es das aber. Das wollte ich nicht. Also Urlaub in Deutschland? Hatte ich ehrlich gesagt bis dato noch nie gemacht. Aber ich hatte Bilder vom Allgäuer Berghof gesehen und die gefielen mir so gut, dass ich ihn mir genauer angeschaut hatte. Skifahren bis Ostern möglich? Na das ist doch genau meins.

Dass das Hotel der familotel-Gruppe angeschlossen ist, hatte ich erst später gesehen. Ehrlicherweise zogen da so ein paar Bilder vor meinen Augen auf wie: Riesen-Plastik-Indoorspielplatz oder Schlacht am kniehohen Pommes- und ChickenNuggets-Buffet zum Selbstbedienen. Ja, ich kann auch ein Mensch der Vorurteile sein. Umso schöner, wenn man dann soooo überrascht wird. Positiv wäre zu lasch, denn unsere Urlaubswoche war einfach MEGA gut!

Ganz entspannt sind wir am Sonntagmorgen nach dem Frühstück los und waren schon sechs Stunden später im Allgäuer Berghof. Dort wurden wir sehr herzlich begrüßt und die Kinder haben sich gleich auf die wunderschönen alten Holzschaukeltiere in der Lobby geworfen. So kann Familienhotel also aussehen.

Zimmer

Angekommen durften wir direkt eines der nagelneuen Zimmer im Anbau beziehen. Im „Finkennest“, mit einem Schlafhäuschen für die Kinder im Zimmer integriert, hätten auch sechs Kinder schlafen können. Die zwei Zimmer in „ihrem“ Häuschen, die kleinen Fenster, die Hochbetten – hier brachen gleich Jubelstürme aus. Der Mann jubelte über die große Sofalandschaft und ich? Über die atemberaubende Aussicht. So schön!

Es gibt ohne Ende Platz für Klamotten. Schränke, Schubladen, alles da. Auch für Babys ist gesorgt mit Klapp-Wickeltisch(!), Windeleimer, Babybett – sogar Wind- und Wetterschutzcreme wurde uns hingelegt. Es gibt einen großen Balkon – wie gesagt: mit der besten Aussicht ever und alles ist geschmackvoll mit hellen Hölzern und trotzdem mit gemütlichem Bergcharme eingerichtet. Echt toll!

Essen

Vorab: Nein, es gab KEINE Schlacht am Pommes- und ChickenNuggets-Buffet. Es war sogar ganz anders und ich muss wirklich sagen: Dieses Konzept Familienhotel, das passt einfach. Von 17:30-18:00 Uhr gibt es am Dampfloktisch für die Kinder, die mögen, schon mal Essen. Nein, nicht zur Selbstbedienung. An einem riesengroßen Tisch dürfen es sich die Kinder bequem machen und ein Koch gibt das Essen auf… und dann fahren die Teller mit der elektrischen Eisenbahn an den Kindern vorbei und sie können sich selbst die Teller runternehmen. Und die leeren Teller werden wieder draufgestellt. Sausüß einfach.

Essen gibt es schmale vier Mal am Tag. Frühstücks-, Mittags-, Abends-Buffet und zwischendurch noch Kuchenbuffet. Alle alkoholfreien Getränke, auch Kaffeespezialitäten, sind 24 Stunden am Tag inklusive. Das macht ein Rundum-Sorglos-Paket. Bei gutem Wetter kann man auch richtig schön auf der Panorama-Terrasse essen – oder Kakao trinken :-)


Am Abend hat das Hotel drei Stationen mit verschiedenen Hauptgerichten, plus Salatbar, plus Suppenbar, plus Vorspeisenbar. Man kann sich also verschiedene Menüs nach Lust und Laune zusammen stellen. Essen gibt es bereits ab 18:00 Uhr, was das Ganze mit Kindern sehr angenehm macht. Unsere haben quasi den ersten Gang mit uns genommen und konnten dann rumflitzen. Sie sind fast immer in den nahen Raum mit dem Dampfloktisch gegangen und haben dort gespielt. Oder besser gesagt: Mit ihren neuen Freunden richtige Shows vorbereitet, die wir Eltern dann später anschauen durften.

Moment, vorher haben sie sich jeden Abend noch ein Eis nach Wahl an der Eistheke oder, besser gesagt: Eisdiele abgeholt. Ganz alleine, mit Streuseln, Eiswaffeln, Mini-Schokoküssen, kleinen Donuts – Kids‘ Heaven sage ich nur.

Gäste

Weitere tolle Sachen: Es waren ausnahmslos supernette Leute da. Heißt, die Kids haben sich gleich mit anderen angefreundet. Sind abends alleine durchs Haus geflitzt. Haben die Rutschen nochmal ordentlich genutzt und Fangen gespielt. Und wir? Sind mit unseren Tischnachbarn bei Käse und Wein am Tisch versackt. Um die Kinder muss man sich in diesem Familienhotel nämlich gar keine Sorgen machen. Selbst ich, die ja teilweise etwas panisch ist, hat sie einfach mal rennen lassen. Das war herrlich entspannt und auch die Abende waren so für alle toll!

Wenn die Kinder dann irgendwann richtig müde im Bett lagen, konnte man sich mit der Babyphone-Funktion über das Zimmertelefon sogar noch an die Bar setzen. Haben wir auch gemacht – natürlich für Testzwecke ;)

PS: ein Baby-Buffet gibt es übrigens auch ;-) Alle Gläser, die man sich so vorstellen kann und auch Getreide, Milchbreie und so weiter. Alles Demeter-Qualität von Holle.

Schwimmbad und Wellness

Im neuen Gebäudeteil ist unten auch das Schwimmbad. Falsch, sind die Schwimmbäder. Es gibt nämlich einen großen Baby-Badebereich, einen Indoor-Pool, einen Indoor-Panorama-Pool und einen Outdoor-Infinity-Pool. Ja, es ist genug Platz :-) Hier wieder eine supertolle Sache des Familienhotels: Alle Türen lassen sich nur über einen Schalter in Erwachsenenhöhe öffnen. Kein Kind kann also einfach ins Schwimmbad gehen oder vom Babybereich zu den tiefen Pools. Das finde ich richtig, richtig toll und habe ich so erstmalig erlebt. Neben dem großen Kinder- bzw. Babybereich mit kleiner Rutsche, gibt es auch eine riesengroße Tunnelrutsche und noch drei Speed-/Wellenrutschen nebeneinander. Überall um die Pools herum sind, ja wie soll ich sie nennen, Ruhe- und Liegebuchten für die ganze Familie. So bequeme Liegewiesen, abgetrennt, mit Kissen, gemütlich – einfach 1a. Und das schönste: Nein, du musst nicht morgens um acht dein Handtuch drauflegen, es war immer eine frei für uns.

Wellnessbereiche gibt es zwei: Einen für die ganze Familie mit Textilsaunen und einen ein Stockwerk höher nur für Erwachsene. Letzterer hat wunderschöne  Ruhebereiche mit Blick über die Schneelandschaft. Eine Sauna, in der du bequem auf der Liegeschaukel saunieren kannst und noch drei weitere Saunen. Unten gibt es eine Biosauna und ein Dampfbad. Beides mit viel Platz, hier wieder ein Familienpunkt: Auch in der Sauna kann die ganze Familie nebeneinander liegen. Eine Hirschstimme spricht manchmal rein. Äh, what? Müsst ihr erleben, vor allem das Gesicht eurer Kinder! :-)

Skifahren und Skischule

Seid ihr bisher noch nicht so begeistert wie ich, seid ihr es jetzt: von unserem Zimmer eine Minute in den Skikeller (in dem sich auch die Skischule und der Skiverleih befindet) und fünf Minuten später auf der Piste – oder auf dem großen Gelände der Kinderskischule. Das ist nämlich auch direkt am Haus. Kurz: Besser geht es nicht! Und ich bin wirklich schon viel zum Skifahren gewesen. Das hier ist wirklich absolut ideal!

Für die Kids geht es morgens ganz entspannt mit den Freunden aus dem Hotel erst um 10 Uhr zum Skikurs. Einfach weil die Anfahrt weg fällt. Herrlich relaxend auch für die Eltern. Mittagessen gibt es auch im Hotel für die Kinder. Mit den Skilehrern oder den Eltern (kann man sich ja so alles aussuchen, weil alles an einem Ort) und dann geht es nochmal bis um drei zum Skikurs. Kurse werden ab drei Jahren angeboten. Ab vier geht es dann auch auf die Skipiste.

Es lernen hier zu Hochzeiten bis zu 120 Kinder Skifahren. Aber die Anzahl merkt man null. Alles ist total individuell. Jedes Kind wird morgens mit Namen und Hand geben begrüßt von dem Skilehrer, der die ganze Woche seine Gruppe leitet. Die Gruppen sind klein und die Skilehrer wirklich spitzen-, spitzenmässig. Was unser Kind in der Woche alles gelernt hat, ist unglaublich. Aber auch all die anderen. Alle in den Gruppen ab vier sind am Ende der Woche im Skigebiet gefahren. Auch unsere Tischnachbarin, die gerade erst angefangen hatte. Ich finde das wirklich unglaublich und ziehe meinen Hut vor den tollen Skilehrern.

Unser Kleiner war ja leider noch zu jung für den Kurs (ab 3 Jahren). Trotzdem war es gar kein Problem, dass wir auch zu Skikurszeiten mit ihm das große Gelände der Kinderskischule mitbenutzen. Das fand ich toll. Er hat also morgens auch den Tanz mit Zimi, dem großen Schneemann mitgemacht und dann ein paar kurze Fahrten gemacht, bevor es mit Mama ins Schwimmbad ging oder für ihn das Programm in der Kinderbetreuung losging. Aber dazu später mehr. Denn wir sind ja auch noch gefahren. :-)

Wie gesagt: Hotel direkt im Skigebiet und das meint direkt an der Mittelstations-Gondel. Heißt, wir haben wirklich gar keine Zeit verloren und es hat sich manchmal sogar für zwei Abfahren gelohnt nochmal schnell auf die Piste zu gehen. Dafür hat das Familienhotel auch ein ganz tolles Konzept: Man bezahlt auf dem Skipass stundenweise. Sprich, wenn ich das erste Mal in den Lift steige, fängt die erste Stunden an zu zählen. Eine Stunde kosten 7,40 Euro. Also ein echt fairer Deal.

Das Skigebiet ist nicht riesig, aber auch nicht klein. Es hat sehr viele richtig gute Pisten und wunderschöne Strecken durch Wälder und an Höfen vorbei bis hinunter ins Tal. Es war total schön zu fahren und wir haben nie an einer Gondel angestanden.
Wieder ein großes Plus für ein Familienskigebiet sind neben den Preisen für die Skipässe die Preise auf den Hütten. Also ich sage mal so: In Städten sind Essen und Getränke teurer.

Kinderprogramm, Kinderbetreuung und was es sonst noch so alles gibt

Rundum-Sorglos-Paket trifft es wohl. Kinderbetreuung in unterschiedlichen Clubs, je nach Altersklasse. Auch schon für die Allerkleinsten, sprich für Babys. Unser Sohn war gerne im HalliGalli-Club. An das offene Konzept, dass man die Kinder bringen und abholen kann, wann man möchte, musste ich mich einen Moment gewöhnen, denn das macht die Sache natürlich wuseliger. Für uns hat es aber einige enorme Vorteile gebracht: Wir konnten morgens mit dem Kleinen noch ein bisschen Skifahren gehen, Mittags mit ihm essen und als wir Nachmittags doch mal ein bisschen länger mit unserer Tochter Ski fahren waren, haben wir einfach angerufen, dass wir ihn etwas später abholen. Alles überhaupt kein Problem. Außer dass er sich manchmal nicht abholen lassen wollte. ;-)

Neben dem draußen im Schnee spielen, auf den Spielplatz gehen, vorlesen usw. für die Kleinen, gibt es so viele unterschiedlichste Angebote für die Kinder, für die der Platz hier gar nicht ausreicht. Eins muss ich aber noch berichten: Einen Abend haben die Kids eine Prinzen- und Prinzessinnen-Aufführung gemacht. Dafür wurden nachmittags Kronen gebastelt und dann der Auftritt geprobt. Um 19:00 Uhr kamen dann Hand in Hand ein Haufen Prinzen und Prinzessinnen in einer Formation durchs Restaurant um die Eltern zum Theater abzuholen. Soooo süß!

Und, und, und – Bauernhof, Schwimmkurs und so vieles mehr

Euer Kind ist jetzt nicht so der Skifahrer? Dann könnte es ja auch morgens den Schwimmkurs machen. Oder zum Reiten gehen, oder in die Holzwerkstatt, oder zu dem Kaninchen, oder Schlitten fahren. Oder, oder, oder. Es gibt hier wirklich sooooo viele Sachen. Eine Woche Urlaub hat gar nicht ausgereicht für alles. Einfach aber auch, weil wir uns dem Gefühl im Haus angepasst haben: Alles ganz entspannt, keine Hatz, es passt alles schon.

Fazit

Wir haben Familien kennengelernt, die waren schon sechsmal hier im Allgäuer Berghof. Und ehrlich: Das könnte ich mir auch vorstellen. Ein Haus, in dem sich die Kinder frei bewegen können. In dem Eltern sich entspannen können. Das direkt an der Skipiste liegt. Ich würde gerne im nächsten Jahr wieder herkommen und sehen, dass unser Kleiner hier in der Skischule das Skifahren lernt. Und gerne würde ich mich auch mit den Freunden verabreden, die wir hier in diesem Urlaub kennengelernt haben. Und wir sind nicht die einzigen, die sich hier mit „Bis nächstes Jahr!“ verabschiedet haben.