Das ist für mich Zuhause – zu Gast bei Josephiiine

Meine Homestory Reihe ist wieder am Start und eröffnet direkt mit einem Paukenschlag: nämlich gefühlt mein früheres Wohn-Ich. Josi, Mann und ihre kleine Rosa leben in einer wunderschönen Altbauwohnung in Berlin. Vieles erinnert mich an unser Leben mit Lütti in Hamburg. In einer tollen Altbauwohnung, mit ausgewählten Interior-Funden und ab und an die Flucht aus Land. Aber seht selbst:

Hi, ich bin Josi und freue mich, dich kennenzulernen! Ich lebe mit meiner kleinen Familie in einer schönen Altbauwohnung im Herzen von Berlin. Auf Instagram und auf meinem Blog lasse ich euch an unserem Leben teilhaben. An Interior, Reisen, Mode. Irgendwie an allem, was mich bewegt, begeistert, inspiriert. Schaut doch mal vorbei! 

Heimat oder Zugezogen?

Vor sieben Jahren zugezogen aus Jena. In Berlin habe ich dann mein Masterstudium absolviert – und wir sind geblieben. 

Stadt oder Land?

Ich bin ein richtiges Stadtkind. Und meine Familie eine Stadtfamilie. Um mal mit allen Klischees um mich zu werfen: Ich habe keine Oma, die Marmelade kocht, strickt oder Dialekt spricht. Aber ich bin ein Stadtkind, was gern ab und zu mal die Landflucht ergreift. Und vielleicht auch ab und zu mal mit dem Gedanken spielt, ein Landkind zu werden. Oder zumindest meine kleine Tochter.

Aber dann erinnere ich mich schnell an alles, was ich doch an der Stadt mag. Und dazu gehört es beispielsweise, die Auswahl zwischen zwei oder drei Cafés zu haben und auch ohne Auto mobil sein zu können – und das nicht im Stundentakt. Aber bei 38 Grad in Berlin sehne ich mich schon nach einem eigenen Garten mit Planschbecken und Pool. Und nicht nach einem hart erkämpften Quadratmeter Strand am Wannsee, wo ich meine Nachbarn besser kennenlerne, als mir lieb ist. Alles nicht so leicht. Aber ums kurz zu machen und mich an Fakten zu orientieren: Stadtkind. 

Clean oder Kitsch?

Kommt natürlich immer drauf an, wer beurteilt, was ich jetzt sage. (Kann ich mich nicht einfach mal auf eine simple Antwort festlegen? Sorry Leute, ich rede viel zu gern.) Mein Freund würde sagen: Kitsch. Andere würden sagen: Clean. Wahrscheinlich irgendetwas dazwischen. Clean ist mir zu clean, man darf schon sehen, dass wir hier leben (mit Kind ist clean auch wirklich ein anderes clean). Kitschig macht mich aber auch fertig. Den Mix aus beidem mag ich sehr. Etwas Kitschiges verliert durch etwas Cleanes seine Kraft. Und das Cleane ist dann nicht mehr langweilig. 

Teuer oder günstig? (Flohmarktfunde)

Mal wieder: Ein Mix aus beidem. Mein Lieblingsstück in unserer Wohnung ist ein teurer Flohmarktfund: Unser dänisches Teakholz-Sideboard. Das ist Vintage. Und ich liebe es sehr. 

Dein Lieblingsplatz?

Das wechselt immer mal. Je nach Anlass und Jahreszeit, Wetter und Stimmungslage. Klingt kompliziert, ist aber nett und abwechslungsreich. :) Gerade sitze ich an unserem Esstisch im Wohnzimmer mit Blick auf das Schlafzimmer. Hier kann ich mich sehr gut konzentrieren. Aber auch auf dem Balkon sitze ich gern. Im Kinderzimmer sitze ich gern (die neue Rattansitzecke meiner Tochter, zum Niederknien! – guter oder schlechter Wortwitz?). Und in der Küche. Und, ja eigentlich auch im Flur. Auch da haben wir eine große Bank stehen, die sehr gemütlich ist. Und den Flur liebe ich als Raum besonders. Er ist groß, hell und ich bin sehr zufrieden damit, wie wir ihn eingerichtet haben. Nur Lieblingsteile. Deswegen hat es auch fast zwei Jahre gedauert, bis wir einen Schuhschrank gefunden haben. Und trotzdem stehen viele Schuhe nicht drinnen. Naja, anderes Thema.

Und die wichtigste Frage:

Was macht eure Wohnung zu eurem ZUHAUSE? Oder

Was wäre für dich und deine Familie jetzt das perfekte Zuhause? Oder wohnt ihr schon darin?

Mein Freund und meine Tochter, wir als Familie. Um es mit den Worten von Fynn Kliemann auszudrücken: “Zuhause ist kein Ort, das bist du.” ich bin mir sicher: Mit den beiden würde ich mich überall Zuhause fühlen. 

Denn: Wir sind irgendwie auf der Suche. Ganz dezent. Berlin ist eine Station, aber wir haben keine Eile. Hausbau oder nicht? Auswandern oder nicht? Vorort von einer Stadt? Aber hey, welche Stadt? Richtig gebunden sind wir an nichts. Feststeht: Berlin ist es nicht für immer. Das wusste ich schon immer. Bis unsere Tochter in die Schule kommt, sollte das Thema aber vorerst abgeschlossen sein. 



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2 Gedanken zu “Das ist für mich Zuhause – zu Gast bei Josephiiine”

  1. Hi Josi, ich bin auch eine absolute Stadtmama. Cafés, Restaurants, Kultur, Parks, wunderschöne Altbauten, interessante Menschen. Ich liebe das und brauche das wie die Luft zum Atmen. Ich bin auf dem Dorf (3.500EW) und in der Kleinstadt (30.000 EW) aufgewachsen und könnte mir niemals vorstellen wieder an einem Ort dieser Größenordnung zu leben. Ne Großstadt mit 250.000-500.000 Einwohner finde ich perfekt. Ne Millionenmetropole brauch ich nicht unbedingt, könnte ich mir aber an sich auch vorstellen.
    Als klar war, dass wir mit Kind auf die Dauer aus unserer kleinen 3-Zimmer-Altbau-Dachwohnung raus müssen, stellten wir uns auch die Frage: wo hin? Schnell war klar: der Innenstadtrand ist für uns perfekt. Kleines Stadthäuschen mit Garten, etwa 2-2,5 vom Stadtkern entfernt, mit dem Rad in 5 Minuten in unseren ,Kiez‘. Man hat Grün um sich rum und Platz, trotzdem den Altbaucharme, urbane Infrastruktur und all die Vorzüge der Stadt. Unsere Siedlung (erbaut in den 20ern) ähnelt der Fliegersiedlung in Berlin oder der Steenkampsiedlung in HH. Vielleicht ja ne Alternative für euch? Solche Gartenstädte aus den 20ern gibt es fast in jeder deutschen Großstadt. LG

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