schwanger Archive - SarahPlusDrei https://sarahplusdrei.de/tag/schwanger/ Blog über Familie, Reisen, Wohnen, Style, Interior Mon, 21 Jan 2019 10:23:48 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.2 https://sarahplusdrei.de/wp-content/uploads/2017/07/apple-icon-152x152-45x45.png schwanger Archive - SarahPlusDrei https://sarahplusdrei.de/tag/schwanger/ 32 32 89524047 Mamagefühle oder Wie nah kann man eigentlich am Wasser gebaut sein? https://sarahplusdrei.de/mamagefuehle-oder-wie-nah-kann-man-eigentlich-am-wasser-gebaut-sein/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=mamagefuehle-oder-wie-nah-kann-man-eigentlich-am-wasser-gebaut-sein Wed, 27 Jul 2016 16:35:40 +0000 https://sarahplusdrei.de/?p=2203 Ich bin kürzlich am Telefon in Tränen ausgebrochen. Es ist wohl soweit, ich denke, noch schlimmer kann es nicht werden mit den Muttergefühlen. Aber was war überhaupt passiert? Es war wegen Reinhard Mey! Jetzt werden ...

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Ich bin kürzlich am Telefon in Tränen ausgebrochen. Es ist wohl soweit, ich denke, noch schlimmer kann es nicht werden mit den Muttergefühlen. Aber was war überhaupt passiert?

Es war wegen Reinhard Mey! Jetzt werden einige Väter vielleicht denken: ok, das ist auch zum Heulen. Aber nein, ich habe vor Rührung geheult. Wegen eines Liedes von Reinhard Mey, das in der Telefon-Warteschleife des Kinderarztes lief.

Aber hört selbst, Reinhard Mey: Keine ruhige Minute von 1983. Und ich sitze hier vor meinem Rechner und die Tränen laufen schon wieder. Peinlich! Einfach nur peinlich. Was ist nur aus mir geworden?

Dieser Songtext Keine ruhige Minute. Hier mal ein paar Auszüge davon.

Was habe ich in all den Jahren
Ohne dich eigentlich gemacht
Als Tage noch tagelang waren
Wie hab’ ich sie nur rumgebracht?

Keine ruhige Minute
Ist seitdem mehr für mich drin
Und das geht so, wie ich vermute
Bis ich hundert Jahre bin

Früher glaubt’ ich alles zu wissen
Bis du mir die Gewissheit nahmst
Nie glaubt’ ich etwas zu vermissen
Bis an den Tag, an dem du kamst

Keine ruhige Minute
Ist seitdem mehr für mich drin
Und das geht so, wie ich vermute
Bis ich hundert Jahre bin

Das Haus fing doch erst an zu leben
Seit dein Krakeelen es durchdringt
Seit Türen knall’n und Flure beben
Und jemand drin Laterne singt

Berührt mich so sehr. Nein, Hand auf Herz, seien wir ehrlich: Ich weine vor Rührung wie ein Schlosshund. Schlimm. Bin ich etwa schon ein bisschen verrückt?

Ja, ich werde ehrlich gesagt fast irre vor Glück, wenn ich meine beiden Kinder sehe. Irre, verrückt, nennt es, wie ihr wollt. Diese beiden Menschen machen etwas aus mir, was ich gar nicht beschreiben kann – ok, Reinhard Mey kann es vielleicht ein bisschen – und damit ist das gewisse Irre wohl besiegelt.
Ich bin Mama und in dieser Rolle ein Löwe, unbesiegbar, zu allem bereit, würde jeden Kampf annehmen, mich jedem Konflikt stellen, in jeder Hinsicht über mich hinauswachsen. Eine Stärke beweisen, wie es sie sonst nicht gibt.
Muttergefühle machen mich auch verletzlich, empfindsam, so nah am Wasser gebaut, wie man es sich wohl überhaupt nicht vorstellen kann – es sei denn man gehört auch diesem Club an – dem der Mamas.

Ich mach mir dann also nochmal Reinhard Mey an. Ich habe mir die CD Apfelbäumchen jetzt nämlich gekauft. Ich sage euch, da sind nur schöne Lieder drauf :-)

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Zu viert – wie ist das eigentlich wenn ein Geschwisterkind kommt https://sarahplusdrei.de/zu-viert-wie-ist-das-eigentlich-wenn-ein-geschwisterkind-kommt/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=zu-viert-wie-ist-das-eigentlich-wenn-ein-geschwisterkind-kommt Sun, 25 Oct 2015 22:48:42 +0000 https://sarahplusdrei.de/?p=750 Ganz vorsichtig wage ich ein kleines Zwischenfazit zu ziehen und das ist erstmal positiv, denn der kleine Bruder wurde weder ertränkt, noch gegen eine Katze eingetauscht. In der Schwangerschaft habe ich mir ja sehr viele ...

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Ganz vorsichtig wage ich ein kleines Zwischenfazit zu ziehen und das ist erstmal positiv, denn der kleine Bruder wurde weder ertränkt, noch gegen eine Katze eingetauscht. In der Schwangerschaft habe ich mir ja sehr viele Gedanken gemacht und war auch nicht 24/7 glücklich mit der Situation. Klar, jeder Ratgeber sagt dir die ersten drei Monaten einer Schwangerschaft sind es ein Gefühls Auf und Ab. Zukunftssorgen sind ein Thema. Bei mir war das schon mehr. Ich habe mir Sorgen gemacht, Sorgen um unsere schöne Familie. Würde wirklich alles noch schöner werden? Geht das überhaupt? Wir sind doch schon so glücklich mit unserer Kleinen. Das Glück wird doch nicht größer, je mehr Familienmitglieder da sind. Ich habe auch ernsthaft gedacht wie ich das unserer Kleinen überhaupt antun kann. Entthront zu werden. Mama und Papa nicht mehr ganz für sich allein. Dafür wäre sie mit ihren 2,5 doch noch viiiieeeel zu klein. Dass ich mir vorher sehr wohl ein Geschwister für Lütti und ein weiteres Kind für uns gewünscht hatte, war auf einmal weg. Überwogen hat oft die Sorge, dass es jetzt vielleicht nicht mehr so schön werden würde wie früher.

Die zweite Schwangerschaft war ganz, ganz anders als die erste. Und das lag neben vielen anderen Dingen auch daran, dass wir sie zu dritt erlebt haben. Lütti hat sich schon in der Schwangerschaft sehr intensiv mit ihrem Brüderchen auseinandergesetzt. Sie war so herzlich, hat den Bauch schon als richtige Person betrachtet und konnte es am Ende gar nicht mehr aushalten, bis IHR Bruder endlich da raus käme. Wenn bei mir im Alltag die Schwangerschaft manchmal fast ein wenig unterging, verteilte Lütti Guten-Morgen-Küsse an den Bauch oder sang auch mal vor.

Wie bereite ich mein Kind auf das Geschwisterkind vor?

FullSizeRenderWir haben Lütti mit einigen Büchern auf die Geburt ihres Brüderchens vorbereitet. Hier meine Empfehlungen (Links sind amazon Affiliate Links) :

  • Hallo Baby wann kommst du – wunderschön illustriertes Buch, auch schon was für ganz Kleine
  • Hallo, kleiner Bruder – hilft unheimlich dabei Strategien zu entwickeln wie das große Geschwisterkind während Schwangerschaft und erster Zeit mit Baby nicht zu kurz kommt. War so auch für mich klasse.
  • Hurra, mein Geschwisterchen – ist mit teilweise etwas schwierigen Texten in den Klappen, aber gerade auf Grund der Klappen bis heute eins von Lüttis Lieblingsbüchern
  • Unser Baby – sehr anschaulich und deshalb meiner Meinung nach eher für ein Alter 3,5 oder 4 Jahre

Diese abends vorgelesen und ein bisschen was von der Zeit erzählt als sie noch ein Baby war, waren schöne, gemütliche Momente in der Schwangerschaft und haben bei uns allen die Vorfreude geschürt. Zu den Don’ts gehört auf jeden Fall den Namen mit dem Nachwuchs zu besprechen. Zumindest wenn es geheim bleiben soll. Unsere Namensalternativen wurden auch mit der gesamten Kindergarten-Gruppe besprochen…

Was mache ich mit dem Geschwisterkind bei der Geburt?

Und dann kam irgendwann der heiß ersehnte Tag. Besser gesagt die Nacht und das war für mich FAST die Idealvorstellung wie es losgehen sollte. Denn diesmal habe ich mir in erster Linie Gedanken darum gemacht wie unsere Tochter wohl den Tag der Geburt unseres Sohnes zubringt als um vieles andere. Wir hatten zwei Wochen vor und eine Woche nach ET alles organisiert. Wer Lütti wo abholen könnte, wer hier über Nacht bleiben könnte etc. pp. Da wir keine Familie in der Nähe haben, waren insgesamt 6 Personen (plus Kinder) in die Planung involviert. Baby CJ hielt sich natürlich an keinen Plan und kam pünktlich als wir nichts mehr organisiert hatten. Lütti hat unseren nächtlichen Aufbruch aber gar nicht mitbekommen, wurde morgens von einer guten Freundin in die Kita gebracht und am Nachmittag von Papa abgeholt um den neuen Bruder zu besuchen.

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Was kann man dem Geschwisterkind zur Geburt schenken?

Ganz vorsichtig kam sie ins Krankenzimmer getapst, unheimlich aufgeregt und ziemlich schüchtern. Auf meinem Bett, mit dem Schmuselöwen in den Hand, den sie extra für CJ mitgebracht hatte, war dann aber alle Schüchternheit verflogen. Sie hat ihren kleinen Bruder gleich geherzt und gestreichelt. Der Bruder hat ihr natürlich auch was mitgebracht. Ein Schmusepferd (das hatte sie sich sogar von ihm ihm Bauch gewünscht) und einen Rucksack (weil sie ja jetzt große Schwester ist und das ist was nur für Große). Im Anschluss mein Abendessen vertilgt, versucht Baby CJ mit dem Salamibrot zu füttern und schubs, war der kleinen Bruder nicht mehr wegzudenken.
Gerade das finde ich wirklich erstaunlich. Sieht sie Bilder oder sprechen wir von der Vergangenheit fragt sie jetzt immer, wo ihr Bruder da war. Unvorstellbar für sie, dass er mal nicht da gewesen sein könnte.

Wie gehe ich mit den Geschwistern um? Stichwort Vertrauen

IMG_7862Wieder daheim mussten wir Eltern erstmal lernen zu vertrauen. Denn auf einmal ist unsere Kleine große Schwester und diesen Job nimmt sie sehr ernst. Baby CJ muss gehalten werden. Achtung, hier Kopf stützen nicht vergessen, denn wenn man oder beser Lütti abgelenkt ist, kann das schnell mal vergessen werden. Von Beginn an hat Lütti ihn ordentlich abgeknutscht. Natürlich mit kompletter Rotznase. Ich habe echt Schnappatmung bekommen. Nach Absprache mit der Hebamme und Kinderarzt haben wir abgewägt, dass ein kleiner Schnupfen besser ist als die große Geschwisterliebe im Keim zu ersticken.
Baby CJ ist auch schnell beliebtes Spielobjekt geworden. Am liebsten spielt er die Rolle “Patient” für Lüttis Arztkoffer.

IMG_7940Und der Kleine? Seine große Schwester ist seine persönliche Heldin. Es jauchzt immer auf, wenn sie mit ihm Späße macht. Denke ich, wenn sie ihn immer wieder extra erschreckt, “oh das arme Baby” kann es ihm gar nicht doll genug gehen. Er findet es spitzenklasse und er findet sie spitzenklasse und das von Beginn an. Unsere Hebamme hat uns dafür einen sehr schlüssigen Grund geliefert. Er kennt die Stimme seiner großen Schwester ja schon aus dem Bauch und wenn ich ihr in einem Recht geben muss: jaaaa, sie hat ihn wirklich schon 20 Wochen zugequasselt.

Und wie ist es für uns? Hand aufs Herz: Zwei sind schon eine ganze andere Nummer als ein Kind. Ich glaube wir haben zwei nicht extrem herausfordernde Fälle, allerdings gilt das im einzelnen. Zusammen muss man klar sagen, dass man schon immer was zu tun hat und in der ersten Zeit mit Kleinkind und Baby schon gut Unterstützung brauchen kann. Leider, und das habe ich auch schon von anderen gehört, gilt mal wohl fürs Umfeld beim zweiten Kind als Experte. Und Experten kommen ja meist ohne Zutun von anderen aus. Hier will ich mal mit diesem Irrglauben aufräumen: man braucht sogar noch sehr viel mehr Unterstützung als beim ersten Kind! Das hat einen einfachen Grund und der heißt: jedes Elternteil hat im Normalfall mit mindestens einem Kind zu tun. Sprich, dass einer mal das Baby hat und der andere hat frei, fällt meist aus, da auch das Geschwisterkind zum Zug kommen will.

IMG_5927Also, es ist extrem anstrengend UND extrem toll. Denn die beiden zusammen zu sehen ist einfach so schön, dass mein Herz fast überschwappt vor Liebe. Ja, und jetzt wird es sogar noch kitschiger (Ich heule auch schon wieder vor Rührung, während ich das hier schreibe); Denn wenn der Mensch, den du gemacht hast, der dich zur Mama gemacht hat, den du über alles liebst, für den du dich sofort vor ein Auto schmeissen würdest, diesem zweiten kleinen Menschen, der gerade erst in die Familie gekommen ist, aber schon einige Monate unter und in deinem Herzen ist, mit genau so einer großen, absoluten und unerschütterlichen Liebe begegnet, dann ist das einfach das allerschönste, was einem passieren kann.

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Hallo kleiner Bruder – wann kommst du? https://sarahplusdrei.de/hallo-kleiner-bruder-wann-kommst-du/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=hallo-kleiner-bruder-wann-kommst-du Mon, 25 May 2015 06:00:09 +0000 https://sarahplusdrei.de/?p=368 Almost 40. Schwangerschaftswoche. Hier liegen teilweise die Nerven schon etwas blank. Es kann ja nun jeden Moment losgehen. Das geht auch an unserer 2,5-jährigen Tochter nicht vorbei. Ich stelle mich, wenn ich an die Zukunft ...

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Almost 40. Schwangerschaftswoche. Hier liegen teilweise die Nerven schon etwas blank. Es kann ja nun jeden Moment losgehen. Das geht auch an unserer 2,5-jährigen Tochter nicht vorbei. Ich stelle mich, wenn ich an die Zukunft mit unseren beiden Kindern denke, von denen mir zumindest der Charakter von einem oder besser einer bereits bekannt ist, hier auf folgenden Szenarien ein:
Entweder die kommenden 10 Jahre herrscht hier eine klare Diktatur, welche klar weiblich geprägt ist, Fans und Anbeter duldet, aber bestimmt keine Wiederworte und man für den Jungen höchstens hoffen kann, dass sich die Gesellschaft bis zum Erreichen seines Erwachsenenalters so gedreht hat, dass eine ebensolche Kindheit Vorteile hat.
Oder es ist Krieg. Mord und Todschlag. Hassliebe. Und wir haben keinen Keller. Wie ich jetzt darauf komme? Ich habe auch eine Schwester, die 2,5 Jahre jünger ist. Ich weiß, wovon ich spreche. Der Keller war zwar ein Spielkeller, aber wir haben dort ziemlich viel Zeit mit Nachdenken verbracht. Dass dies nicht nur meine kindliche Erinnerung ist, hat sich am Wochenende wieder bestätigt. Mein Vater zu Besuch, die Tochter aufmüpfig, ich genervt und an meinen Vater die Frage, wie er das nur mit uns ausgehalten hat. Antwort: der Keller, da hörte man erstmal nix. Aha.

So meine Negativbefürchtungen. Die letzten Monate haben hier aber ein bisher völlig anderes Bild gezeigt. Mit dem Baby werden schon jetzt alle möglichen Dinge geteilt. So werden auf meinen Bauch Rosinen und Zootierkekse mit den Worten „für meinen Bruder“ gelegt. Wer jetzt denkt, die isst dann die Mama, damit die den Bruder im Bauch auch erreichen: Pustekuchen. Da achtet die Kleine sehr genau drauf. Morgens werden reihum alle begrüßt, mir die Bettdecke vom Bauch gezogen und Küsse verteilt. Auch wird „unser Baby“ bei fast allen Aufzählungen von ihr genannt. Es werden Kuscheltiere gebracht und der Bauch kriegt Streicheleinheiten. Da darf sich noch nicht mal der Papa einmischen. Das ist schon wirklich richtig, richtig Zucker und da denke ich: Das Baby hat einfach die beste große Schwester der Welt.

In den vergangen Tagen macht sich aber auch ein bisschen Angst breit. Und das neben mir (ja danke, habe schon eine Geburt hinter mir und weiß, worauf ich mich einlasse) auch bei unserer Tochter. In der letzten Woche haben wir besprochen, dass es auch sein kann, dass Mama und Papa nachts los müssen, wenn das Baby rauskommen möchte und sich dann Freunde um sie kümmern. Papa würde sie dann am nächsten Tag abholen. Schweigendes Zuhören, aber an dem Punkt ‘und dann holt Papa dich’, gleich die Frage „Und was ist mit Mama?“. Am nächsten Tag die Frage, ob ich sie denn am Nachmittag überhaupt vom Kindergarten abholen würde. Und nachts, wenn sie nun mal aufwacht, kann Papa noch so sehr versuchen sie zu beruhigen, solange Mama nicht wirklich in Gestalt neben ihrem Bett steht, wird hier niemandem geglaubt, dass die wirklich noch da ist. Gestern Abend dann eine wirklich rührige Szene. Papa soll am Bett bleiben und sie streicheln bis sie eingeschlafen ist und dabei teilt sie dann mit ihm auch ihre Ängste „Papa, du und Mama sollt nicht mit dem Baby ins Krankenhaus fahren.“ Also kleiner Bruder, wann kommst du? Es fühlt sich gerade so an, als könnten wir hier nicht mehr lange warten.

 

 

 

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Kopflos unterwegs – Schwangerschaftsdemenz https://sarahplusdrei.de/kopflos-unterwegs-schwangerschaftsdemenz/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=kopflos-unterwegs-schwangerschaftsdemenz Mon, 18 May 2015 17:22:26 +0000 https://sarahplusdrei.de/?p=338 Oh ja, ganz schwieriges Thema. Schwangerschaft macht das Gewebe ja bekanntlich weich. Meiner Meinung nach auch das Gehirn. Hier mal meine Top Zwei Erlebnisse von Schwangerschaftsdemenz. Fotos abholen von Budni (andernorts DM Drogeriemarkt). Die Bilder ...

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Oh ja, ganz schwieriges Thema. Schwangerschaft macht das Gewebe ja bekanntlich weich. Meiner Meinung nach auch das Gehirn. Hier mal meine Top Zwei Erlebnisse von Schwangerschaftsdemenz.

Fotos abholen von Budni (andernorts DM Drogeriemarkt). Die Bilder sind nicht zu finden im Abholkorb. Abschnitt habe ich ja nicht, passiert mittlerweile alles online. Also Email im Posteingang vom Handy und in dieser steht eindeutig: die Bilder müssten da sein. Ich durchstöbere den ganzen Korb. Nix zu sehen. Das kann aber doch nicht sein!

Ab zu einem Mitarbeiter, der mich weiter an den Filialleiter verweist. Diesem erörtere ich glaubhaft: nein, die Bilder sind nicht da. Anruf im Labor. Dort wird alles auf den Kopf gestellt. Nix. Ich bin ziemlich sauer. Haben die doch glatt meine Fotos verschlampt! Um die wilde, zeternde Schwangere sicher, ohne die anderen Kunden zu verunsichern, aus dem Laden zu kriegen, begleitet mich der Filialleiter bis nach vorn. An den Fototaschen vorbei, auf die er einen Blick wirft. Da stehen ganz vorne: meine Bilder. Ich sinke vor Scham fast in den Boden. Erst zwei Jahre später habe ich diesen Budni wieder betreten….

Eine andere Geschichte. Ich bin kurz vor der ersten Niederkunft. Um im Mutterschutz nicht völlig durchzudrehen, denken sich Hebammen und die ganze Schwangerschaftsindustrie ja eine Menge aus. Akupunktur, Dammbäder usw. Unter anderem auch: selbstgemachte Hühnersuppe. Für stillende Mütter soll es nichts Besseres geben. Vernebelt wie das Gehirn ja ohnehin schon ist, durch Nestbautrieb usw. passiert es der einen oder anderen, dass sie nun wirklich mit längst antiquierten Dingen beginnt: selbst Hühnersuppe zu kochen. So auch ich. Ab in den Suppenmarkt und alles im Einkaufswagen verstaut. An der Kasse bemerke ich – ja, mein Portemonnaie fehlt. Angstschweiß. Mir geht kurz durch den Kopf laut in Richtung Kassierer zu schreiben: „Sofort alle Türen schließen! Hier ist ein Dieb! So kriegen wir ihn noch! Rufen Sie die Polizei!“ Ich kann mich Gott sei Dank gerade noch zusammenreißen. Was hätte ich auch tun sollen. Alle Supermarktbesucher per Body Scan durchsuchen?

Was nun also tun? Ich bin ganz kurz davor direkt in Tränen auszubrechen. Wer bestiehlt denn bitte eine Hochschwangere? Ist die Welt so schlecht? Ich wende mich an eine Mitarbeiterin. Die holt sofort den ziemlich jungen Filialleiter (Kleine Anmerkung: Filialleiter im Einzelhandel will ich wirklich nicht sein. Mit welchen Kunden man sich da so rumschlagen muss…). Der versucht erst mal mich zu beruhigen. Was für mich am schlimmsten ist: im Portemonnaie war auch mein Perso und den soll man doch zur Geburt mit ins Krankenhaus nehmen. Und was ist, wenn es jetzt losgeht. Nehmen die mich dann nicht im Krankenhaus? Von vernebeltem Gehirn sprach ich ja bereits. Die Vergleiche des Filialleiters mit seiner Oma tragen bei mir nicht gerade zur Beruhigung bei. Demenzkranke unter sich, oder wie? Nun handelt er, ganz Mann. Diebe nehmen nach seiner Aussage meist nur das Geld raus und schmeißen das Portemonnaie dann in irgendein Regal. Also fängt er an zu suchen und nimmt gleich die TK-Ware aus meinem Einkaufswagen mit. Ich rufe derweil völlig aufgelöst meinen Mann an. Mitten im Gespräch unterbricht mich der Filialleiter: „Frau Leutloff?“ Hähhh? Woher kennt der meinen Namen?

Antwort: aus meinem Potemonnaie. Dieses schlummerte derweil friedlich zwischen den TK-Suppenhühnern und war wie diese unter Null Grad runtergekühlt.

Und ihr so? Mögt ihr auch erzählen was euch schon so alles passiert ist?

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Ja, ganz schwieriges Thema: Namensfindung https://sarahplusdrei.de/ja-ganz-schwieriges-thema-namensfindung/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ja-ganz-schwieriges-thema-namensfindung Mon, 11 May 2015 05:30:32 +0000 https://sarahplusdrei.de/?p=304 Ja, genauso ist es. Du weißt nicht, wie viele Leute du hasst, bist du einen Namen für ein Baby finden musst! Wahre Worte. Und genau mit diesem Problem beschäftigen wir uns seit Monaten: den richtigen Namen ...

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Ja, genauso ist es. Du weißt nicht, wie viele Leute du hasst, bist du einen Namen für ein Baby finden musst! Wahre Worte. Und genau mit diesem Problem beschäftigen wir uns seit Monaten: den richtigen Namen für unser Baby zu finden. Wieder so ein Ding mit Riesenverantwortung: für ein Menschlein einen Namen finden, mit dem er oder sie ein Leben lang auskommen muss. Lebenslänglich hört sich ja auch einfach per se scheiße an. Will man heute ja noch nicht einmal mehr hören, wenn man heiratet. Muss man auch nicht mehr. Beim Namen ist es allerdings anders. Hier kann man leider nicht sagen: Solange du ihn magst und er dir gefällt. Der Name ist in Stein gemeißelt und ja, leider hat man sich nicht selbst dazu entschieden. Sprich, man kann auch noch jemand anderem die Schuld in die Schuhe schieben. Das ist natürlich die Horrorvorstellung für Eltern: Kind findet Namen selbst scheiße. Dicht gefolgt von: alle anderen finden den Namen scheiße und damit im schlimmsten Fall noch das Kind. Mit dem Namen kann man dem Kind ja auch einiges verbauen, das wissen wir spätestens seitdem es den Begriff Chantalismus gibt. Ein paar sehr schöne Beispiele zu diesem Thema findet man auf dem Chantalismus-Blog.

Namen werden ja sehr subjektiv wahrgenommen und jeder hat seinen eigenen Geschmack. Und vor allem seine eigenen Erfahrungen gemacht mit den Namensträgern. Will man denn, dass sein Kind heißt wie die Unförmige aus dem Kindergarten, die sich auch gern noch in die Hosen gemacht hat? Wie das, sorry, Weichei, das im Bulli Glücksbänder knotet, während die anderen draußen surfen? Wie der Ultra-Streber, Brillenschlange, der sich überall lieb’ Kind macht? Oder der Kotzbrocken, der mit seiner unnachahmlichen Art allen ganz, ganz extrem auf die Nerven geht? Die fallen also alle aus. Leider fallen aber auch oft alle Namen aus, die man sich selbst in vielen Jahren erträumt hat. Denn im Normalfall haben ja zwei Leute Mitspracherecht. Und da wird der Lieblingsname auch mal gleichgesetzt mit xy = kann ich mir nur für ein Eichhörnchen vorstellen, nicht aber für meinen Sohn. Yx = nein, ich will nicht, dass meine Tochter heißt wie eine Figur aus Herr der Ringe, oder ähnlich. Mhmmm. Und nun?

Beim letzten Mal hatten wir zufällig schnell, unabhängig voneinander, einen gemeinsamen Treffer. Ohne, dass wir groß drüber geredet hätten. Wohl Zufall, ein Sechser im Lotto. Diesmal ist es nicht nur schwieriger, sondern mit einer 2,5-jährigen auch fast unmöglich das Ganze im Geheimen stattfinden zu lassen. Gern spricht man ja mal einen Namen laut aus um zu testen, ob es gut klingt, man sich selbst damit wohl fühlt. Wenn man das nicht gerade nachts macht, hat das zur Folge, dass dieser auch im Kindergarten erstmal ausführlich diskutiert wird….

Wie war das so bei euch? Habt ihr euch schwer getan? Hattet ihr schon immer einen Traumnamen? Ist es dieser geworde? Oder war der schon verbrannt? Ich frage mal nicht, welche ihr hasst. Denn ihr wisst ja, nichts ist wohl subjektiver…

Die wahren Worte auf dem Bild oben habe ich bei Salon Mama entdeckt. Salon Mama ist ein Onlinemagazin für zeitgemäße Mamas, Eltern und Frauen mit Stil, Reiselust und alles dazwischen. Wer Lust hat schaut einfach mal rein. Mir gefällts auf jeden Fall!

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Ich wollte nur mal eben Danke sagen https://sarahplusdrei.de/ich-wollte-nur-mal-eben-danke-sagen/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ich-wollte-nur-mal-eben-danke-sagen Sun, 10 May 2015 19:38:43 +0000 https://sarahplusdrei.de/?p=308 Oh was war das heute nur für ein wunderbar toller Tag! Ich bin verdammt gerne Mama und freue mich schon auf all die schönen (Mutter-)Tage, die da noch kommen. Dann als Mama von Zweien. Also ...

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Oh was war das heute nur für ein wunderbar toller Tag! Ich bin verdammt gerne Mama und freue mich schon auf all die schönen (Mutter-)Tage, die da noch kommen. Dann als Mama von Zweien. Also Danke liebes Leben. Bin gerade verdammt glücklich. Irgendwie meinst du es schon gut mit mir.

Wünsche allen Mamas da draussen, dass ihr heute einen genauso tollen Tag hattet. Wir machen und haben auf jeden Fall einen Spitzen-Job!

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Nein, Kind und Schwangerschaft bedeutet nicht 24/7 Honigkuchenpferd https://sarahplusdrei.de/nein-kind-und-schwangerschaft-bedeutet-nicht-247-honigkuchenpferd/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=nein-kind-und-schwangerschaft-bedeutet-nicht-247-honigkuchenpferd Thu, 07 May 2015 05:30:31 +0000 https://sarahplusdrei.de/?p=285 So, jetzt wird’s persönlich. Sitze gerade am Schreibtisch und heule. Die Tränen fließen nur so. Allerdings sind es Freudentränen. Ich freue mich gerade so unheimlich auf unseren Sohn, unser zweites Kind, dass ich weinen und ...

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So, jetzt wird’s persönlich. Sitze gerade am Schreibtisch und heule. Die Tränen fließen nur so. Allerdings sind es Freudentränen. Ich freue mich gerade so unheimlich auf unseren Sohn, unser zweites Kind, dass ich weinen und lachen gleichzeitig muss. Ich teile das mit dem Mann und dem geht’s genauso. Das arme Kind wird wohl ziemlich bekloppte Eltern kriegen. Nicht mehr lang und dann halten wir ihn in den Armen. Unsere Nr. 4, die unsere Familie komplett machen wird. Ganz lange Zeit konnte ich das gar nicht glauben. Erst waren wir ja ewig lange Zeit zu zweit. Dann sah es eine Zeit lang so aus, als würden wir möglicherweise auch zu zweit bleiben. Als unsere Nr. 3 dann in unser Leben trat, war das der Hammer. One Family – unglaublich! Einfach nur schön. Eine Nr. 4 stand da gar nicht zur Frage, war auch sehr viel unwahrscheinlicher als wahrscheinlich. Und auf einmal kam dieser kleine Bub vom Himmel gefallen. Für mich erstmal eher ein Schock als das größte Glück auf Erden. Hatte ich ja gar nicht geplant und wo kam der auf einmal her?

Ich bin der Meinung, dass von Schwangeren wie von Müttern heute erwartet wird, dass sie eigentlich rund um die Uhr strahlen wie die Honigkuchenpferde über ihr Glück. Für Zweifel ist da kein Platz. Will auch keiner so richtig hören. Kinder sind ja schließlich das größte Glück der Erde.

Ja, das sind sie auch. Das kann ich als Mutter bestätigen. Mit unserer Tochter ist ein für mich nie dagewesenes Glück eingezogen. Ich habe wohl auch noch nie so gelacht in meinem Leben. Ein Lachen, das so ans Herz geht. Eine unglaubliche Freude am Leben. Die Freude über jeden neuen Tag.
Aber auch noch nie dagewesene Zweifel. An mir, ob ich alles richtig mache, ob ich richtig für diesen kleinen Menschen sorge, ihr das richtige Handwerkszeug gebe, sie zu einem selbstsicheren Menschen erziehen werde. Aber auch was aus mir wird, auf einmal nicht mehr nur verantwortlich für mich selbst, sondern mit einer riesen-, wirklich riesengroßen Verantwortung. Entscheidungen jetzt nicht mehr nur für mich zu treffen.

Heute freue ich mich sehr auf unser bald neues Familienmitglied und sehr auf das Glück, das mit ihm bei uns einziehen wird. Ich finde, es ist aber auch erlaubt zu sagen: Auch als Mama darfst du Zweifel haben!

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Schwanger ja, aber ‘der Bauch gehört mir’ oder ‘so genau wollte ich das gar nicht wissen’ https://sarahplusdrei.de/schwanger-ja-aber-der-bauch-gehoert-mir-oder-so-genau-wollte-ich-das-gar-nicht-wissen/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=schwanger-ja-aber-der-bauch-gehoert-mir-oder-so-genau-wollte-ich-das-gar-nicht-wissen Thu, 30 Apr 2015 05:30:37 +0000 https://sarahplusdrei.de/?p=246 Wie den meisten bekannt und offensichtlich, bin ich schwanger. Schon innerhalb meiner ersten Schwangerschaft habe ich feststellen müssen, dass der Bauch offensichtlich nicht mehr als Teil meines Körpers betrachtet wird. Anders kann ich es mir ...

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Wie den meisten bekannt und offensichtlich, bin ich schwanger. Schon innerhalb meiner ersten Schwangerschaft habe ich feststellen müssen, dass der Bauch offensichtlich nicht mehr als Teil meines Körpers betrachtet wird. Anders kann ich es mir nicht erklären, wie Menschen (ja, auch Fremde) unangekündigt meinen Bauch anfassen. Mich irritiert das ziemlich. So geschehen wieder beim Zahnarzt. Ich liege bei der Zahnreinigung, also für mindestens eine halbe Stunde hilflos in der Waagerechten, mit einem Schlauch im Mund. Ohne die geringste Chance mich mit Worten, noch physisch zu wehren. Freiwild für Sprechstundenhilfen. Die eine fasst meinen Bauch an „Ah, sie sind ja auch schwanger!“ Was soll ich sagen? Nein? Ach was, sprechen kann ich mit dem Ding im Mund ja ohnehin nicht. Also ertragen. Was dann folgte war aber schwer zu ertragen. Die Zahnreinigerin (gibt’s das überhaupt?) sah im Anfassen des Bauches wohl ihren Startschuss ihre eigene Geschichte von Schwangerschaft und Geburt zu erzählen. So wusste ich eine halbe Stunde später alles. Wirklich alles. Die ungeschönte Version. Hier die Kurzfassung (nix für zarte Nerven):

  • die ersten 7 Monate hat sie nur gekotzt
  • dann Krankenhauskeim
  • als die Blase sprang dachte sie, sie hätte sich eingepinkelt
  • gewünschte Wassergeburt klappte nicht, da Antibiotikum
  • Dammriss und wie sie wieder hergestellt wurde
  • Sternzeichen, damit verbundenen Eigenschaften und Geburtstage aller Familienangehörigen
  • Wunsch nach dem zweiten Kind, biologische Uhr, in der Umsetzungsphase

Dann „so, ich glaube aber das hat schon ganz gut geklappt“. Schlauch aus meinem Mund. Mein Mund steht offen. Meint sie jetzt die zweite Befruchtung hat ihrer Meinung nach aber schon ganz gut geklappt und kommen hier weitere Details? Nein, jetzt ist die wieder bei meinen Zähnen. Gott sei Dank.

Leider war und ist sie wohl nicht die einzige die der Bauch dazu einlädt Schamgrenzen fallen zu lassen. Ich versuche das mal positiv zu sehen: man lernt sein Umfeld näher kennen….

Oder wie seht ihr das? Auch schon mal dabei erwischt einen Bauch anzufassen, der nicht der eigene war? (Ich gebe zu ‘ja’ und habe mich dabei selbst erschrocken) Die fiesesten Geschichten gehört und mitfühlend gelächelt, obwohl ihr euch am liebsten in einen anderen Orbit gebeamt hättet? Oder andersrum: Seid ihr Opfer von mitteillungswütigen Schwangeren geworden? Oder noch schlimmer: musstet euch irgendwelche Geburtsgeschichten von noch vernebelten und hormongesteuerten Neumüttern anhören? Freue mich über eure Kommentare.

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Bald zu viert – Gedanken über die zweite Schwangerschaft und das Leben mit zwei Kindern https://sarahplusdrei.de/bald-zu-viert-gedanken-uber-die-zweite/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=bald-zu-viert-gedanken-uber-die-zweite Sun, 29 Mar 2015 07:39:18 +0000 https://sarahplusdrei.de/?p=18 31. Schwangerschaftswoche, schon bald sind wir nun zu viert. Das hat mir in den vergangenen Wochen und Monaten ganz unterschiedliche Gefühle ausgelöst. In jedem Fall ganz andere als bei der ersten Schwangerschaft. Als Mutter und ...

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31. Schwangerschaftswoche, schon bald sind wir nun zu viert.
Das hat mir in den vergangenen Wochen und Monaten ganz unterschiedliche Gefühle
ausgelöst. In jedem Fall ganz andere als bei der ersten Schwangerschaft. Als Mutter
und bestimmt auch Vater fragt man sich, wie alles werden wird. Klar, das fragt
man sich beim ersten Kind auch. Natürlich weiß man auch da nicht, was auf einen
zukommt. Aber diesmal ist es anders. Diesmal gibt es noch eine dritte Person,
für die sich alles ändern wird. Das beginnt mit der Frage „Wann ist der ideale
Zeitpunkt für ein zweites Kind?“ Schlaue Leute wie Professor Harmut Kasten,
Familienforscher, sagen: es sollten drei Jahre zwischen den Geburten liegen.
Dann würden die Kinder den Kindergarten besuchen und wären emotional selbstständiger.
Heute gehen allerdings viele Kinder schon mit einem Jahr in den Kindergarten.
Sind sie also früher emotional selbstständiger? Wenn man unsere Tochter (knapp
2,5 Jahre) nach Ihrer Selbstständigkeit fragen würde,  würde die klar mit „jaaaa!“ antworten. Ihrer
Meinung nach kann sie alles selbst und „will!!!“ auch alles machen. Das dauert
im Normalfall nur etwa doppelt so lang und treibt uns Eltern manchmal fast in
den Wahnsinn. Die Selbstständigkeit hört auch definitiv auf, wenn es um die
Töpfchen-Frage geht. Ich glaube diese ist in diesem Alter eine der Fragen, die
alle Eltern umtreibt. Wann werden wir (Achtung! Familien-Wir!) die Windel los,
wann wird das Kind trocken? Klar stellt sich diese Frage umso mehr, wenn man
bald zwei Kinder im Wickelalter hat. Die Frage nach der Selbstständigkeit kann
also nicht klar beantwortet werden.

Wie ist es aber mit der emotionalen Selbstständigkeit?
Wir staunen jeden Tag wie groß unsere Kleine schon geworden ist. Was sie jetzt
alles kann, was für eine eigene Persönlichkeit sie geworden ist, mit starkem
Willen, vielschichtigen Gedanken, verrückten Ideen. Und trotzdem ist sie
irgendwo auch noch unser Baby, gefühlt erst gestern geboren, braucht unseren
Schutz, unsere Hand, die sie führt, unsere Worte, die ihr die Welt erklären.
Werde ich mich aufteilen können? Werde ich ihr eine genauso gute  und aufmerksame Mutter sein können, wenn das
Baby da ist? Werde ich weiterhin die Zeit finden mit ihr tolle Ausflüge zu
unternehmen, Buden zu bauen, unter der Bettdecke Geschichten lesen, ausführlich
zu kuscheln und zu schmusen?

Wie wird das Leben zu viert werden? Manchmal bin
ich unsicher. Klar sprechen wir Eltern darüber, bereiten uns vor. Aber ja, da
gibt es diesmal noch einen dritte Person und diese schafft es am allerbesten
meine Zweifel wegzuwischen. Ist für mich als Mutter die zweite Schwangerschaft
im Alltag lange nicht so präsent wie die erste, denkt unsere Tochter wohl sehr
häufig dran. Sie kommt in den unmöglichsten Situationen auf das Baby. Diese
Woche schließe ich zum Beispiel die Tür um den Staubsauger nicht zu hören: „Ist
das dem Baby zu laut?“. Ich stolpere und es zieht im Bauch: „Ist was mit dem
Baby?“ Am Strand auf Kuba singt sie dem Bauch „Hänschen Klein“ vor. Sie
krabbelt ins Bett und muss als erstes dem Baby die Spieluhr aufziehen und sie auf meinen Bauch legen. Täglich will sie  fühlen, ob das
Baby strampelt. Fragt, ob es wach ist, legt das Ohr auf den Bauch um zu
hören. Gibt ihren Hasen Hops für das Baby wenn der Gurt im Auto auf den
Bauch drückt. Kurz, sie freut sich sehr auf ihr Geschwisterchen und für sie
gehört es irgendwie schon zur Familie.  Und genau diese Momente lassen mich meine
Zweifel vergessen und ich freue mich auf das Leben zu viert.

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