wochenbett Archive - SarahPlusDrei https://sarahplusdrei.de/tag/wochenbett/ Blog über Familie, Reisen, Wohnen, Style, Interior Sat, 12 Jan 2019 09:11:08 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.2 https://sarahplusdrei.de/wp-content/uploads/2017/07/apple-icon-152x152-45x45.png wochenbett Archive - SarahPlusDrei https://sarahplusdrei.de/tag/wochenbett/ 32 32 89524047 Stillen – ein Thema, das die Läger trennt, leider auch die der Mütter https://sarahplusdrei.de/stillen-ein-thema-das-die-laeger-trennt-leider-auch-die-der-muetter/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=stillen-ein-thema-das-die-laeger-trennt-leider-auch-die-der-muetter Sun, 19 Jul 2015 10:38:45 +0000 https://sarahplusdrei.de/?p=563 Ja, ich stille mein Kind. Trotzdem bin ich keine Stillmami, die dies als einzig richtige Ernährung für einen Säugling sieht. Das Thema regt auf. Mich zumindest. Und das ist nicht das Stillen an sich, sondern ...

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Ja, ich stille mein Kind. Trotzdem bin ich keine Stillmami, die dies als einzig richtige Ernährung für einen Säugling sieht. Das Thema regt auf. Mich zumindest. Und das ist nicht das Stillen an sich, sondern der Umgang damit. Bei meiner ersten Tochter stellte sich gar nicht die Frage, ob ich stillen möchte oder nicht. Ich habe mich das nicht gefragt. Möchte ich das wirklich? Spätestens im Geburtsvorbereitungskurs wurde mir eingetrichtert, dass dies die einzige, wahre Ernährung für meinen Säugling wäre. Also habe ich gestillt. Mir brav wie im Krankenhaus gelernt auch nachts alle 2 bzw drei Stunden den Handywecker gestellt um zu stillen. Jede Seite 20 Minuten, dazwischen wickeln. War ein ganz schöner Stress. Im Rückbildungskurs ging das Ganze weiter. Eine Mutter gab ihrem Kind die Flasche. Unter Argussaugen der Hebamme und den anderen Still-Mamis. Warum sie so schauten? Ich weiß es nicht. Fragen wie „Kann sie nicht stillen?“ kamen auf. Wollte sie es nicht, kam gar nicht in Frage.

Das erste Mal, dass ich am eigenen Leib spürte, dass Stillen wohl ein Muss ist, war als unsere Tochter schon ein paar Monate alt war. Abends konnte sie keinen Schlaf finden und wir Eltern gingen schon auf dem Zahnfleisch. Nach Pezziball, Rumtragen, Haushaltsgeräusche App, etc.pp. gaben wir ihr eine große Flasche Pre-Milch. Sie schlief selig. Am kommenden Tag bei der Rückbildung fragte ich die Hebamme, ob möglicherweise meine Milch nicht mehr ausreicht. Mit dem Feedback hatte ich allerdings nicht gerechnet. Flasche Pre-Milch? Das sei ja wohl definitiv der erste Schritt zum Abstillen! Jedes Kind würde die sehr viel süßere Mich aus der sehr viel einfacher zu trinkenden Flasche der Brust vorziehen!!! Ich war platt. War ich eine Rabenmutter?

Gott sei Dank hatte ich Mütter an meiner Seite, die nicht so verurteilend waren. Ich habe für mich auch einen Weg gefunden das Stillen zu genießen und so meine Tochter fast 12 Monate gestillt. Ohne den Druck zu verspüren, das müsste ich machen.

Nun habe ich vor wenigen Wochen ein zweites Kind bekommen. Diesmal habe ich mir ganz bewusst die Frage gestellt, ob ich stillen möchte. Und ich habe mich dafür entschieden. Allerdings dafür, solange es für alle Beteiligten Sinn macht. Für alle Beteiligten heißt neben dem Säugling auch für mich als Mutter. Und das von Anfang an. Ich habe nach dieser Geburt nur eine Nacht im Krankenhaus verbracht. Eine, die in puncto Stillen völlig ausreicht, um nicht wieder völlig brain-washed nach Hause zu gehen. Denn in dieser Nacht wurden ich und mein Sohn viermal geweckt. Grund war die Nachfrage, ob ich auch gestillt hätte. Beim vierten Mal bin ich an die Decke gegangen. Darauf sagte die Hebamme, sie müsse darauf achten, dass die Kinder 10-12 Mal am Tag für 20 Minuten pro Seite angelegt werden. Aha. Ich weiß nicht wie es anderen nach der Geburt so geht, aber ich und mein Sohn brauchten vor allen Dingen eins: Ruhe und Schlaf. Das haben wir Zuhause gefunden. Hier haben wir Gott sei Dank eine Hebamme, die Stillen nach Bedarf wörtlich nimmt: nämlich dass sich das Kind meldet, wenn es Bedarf hat. Unser Baby ist momentan eher Mr. von und zu Schnarch. Heißt er pennt gerne. Vor allem nachts. Über Tag, vor allem vormittags, nimmt er gern 1-3 Frühstücke zu sich. Passt.

Stillen ist nicht immer praktisch. Fürs Stillen braucht man Zeit und Ruhe. Und man hat seinen Busen in der Öffentlichkeit raushängen. Da bin ich nicht so ein Freund von und die Blicke sind auch nicht immer schön. Flasche ist auch nicht immer praktisch, für die braucht man Zeit, Heißwasser, abgekochte Flaschen. Und die Blicke sind mit Sicherheit auch nicht schön. Vor allem die der Still-Mamis. Also kein Unterschied im Aufriss und in der Wahrnehmung.

Stillen ist inniger für Mutter und Kind. Sehe ich nicht so. Beim Fläschchengeben muss man die Flasche halten. Heißt Hände sind nicht frei für Telefon, Buch und Magazin. Zwar fehlt das am Busen nuckeln, dafür hat Baby aber wahrscheinlich eher Mamas Augen auf sich.

Muttermilch ist das Beste fürs Kind. Von der WHO sind sechs Monate empfohlen. Ja, die gehen aber in ihren Empfehlungen nicht unbedingt von Industrienationen wie Deutschland aus. Hier ist die Flaschennahrung sehr gut. Warum sonst kaufen uns die Chinesen den Markt leer?

Ich sehe also für mich keinen groben Nachteil für Flaschenkinder. Und keinen immensen Vorteil für Stillkinder. Jeder oder besser Jede soll entscheiden, was für ihr Kind und sie! der richtige Weg ist. Und wenn wir Mütter da nicht liberal sind, wer dann?

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Wie geht’s dem Bauch? Heißt: Wie siehste eigentlich aus? https://sarahplusdrei.de/wie-gehts-dem-bauch-heisst-wie-siehste-eigentlich-aus/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=wie-gehts-dem-bauch-heisst-wie-siehste-eigentlich-aus Fri, 10 Jul 2015 05:00:30 +0000 https://sarahplusdrei.de/?p=550 Nö, keine Angst, das mit der Rückbildung läuft. Zumindest in meinen Augen. Ich bin nämlich noch Verfechter der Regel: neun Monate kommt der Bauch, neun Monate geht er. Nicht dass mich die Überbleibsel der Schwangerschaft ...

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Nö, keine Angst, das mit der Rückbildung läuft. Zumindest in meinen Augen. Ich bin nämlich noch Verfechter der Regel: neun Monate kommt der Bauch, neun Monate geht er. Nicht dass mich die Überbleibsel der Schwangerschaft nicht auch öfter mal nerven. Vor allem bei einem Sommerkind bleibt ja nichts verborgen… Trotzdem werde ich ganz simpel mit der Rückbildung 6-8 Wochen nach der Geburt starten und esse ausgewogen und worauf ich Lust habe. Warum ich das schreibe? Ich beobachte ich in der letzten Zeit einen Trend: Mamas, die es gerade erst geworden sind, posten wenige Wochen oder sogar Tage nach der Geburt ihres Sprösslings Bilder, auf denen sie meiner Meinung nach schon wieder gertenschlank sind. Gern auch noch in einem Vorher/Nachher-Vergleich.

Vorab: Nicht dass mich hier jemand falsch versteht, ich freue mich über jede Mama, die sich nach der Geburt gut fühlt. Der es klasse geht, die sich in ihrem Körper schon so schnell wieder gut fühlt. Schließlich haben wir alle 40 Wochen hinter uns, in denen wir uns und unseren Körper zu Höchstleistungen gebracht haben und das ist mal mehr, mal weniger angenehm, bis in manchen Situationen sogar ziemlich ätzend. Von Geburt, Nachwehen, Milcheinschuss und was da noch so alles kommt mal ganz abgesehen. Da sitzen wir doch alle in einem Boot. Wie gesagt, ich gönne es jeder, die das schnell hinter sich bringt und sich wieder „fast“ wie die Alte fühlt.

Dennoch sehe ich im öffentlichen Posten solcher Bilder die Gefahr, dass hier ein gewisser Druck entsteht: Als junge Mutter möglichst schnell wieder in Topform sein zu müssen. Wo sind denn solche Begriffe wie „Wochenbett“ eigentlich hin? Wird der Gesellschaft nicht immer mehr vermittelt, das man gleich nach einer Geburt wieder sein kann wie vor der Schwangerschaft? Wenn man es nur will und sich ausreichend anstrengt?

Supermütter wie Heidi Klum machen es vor. Gerade mal sieben Wochen nach der Geburt ihres Sohnes Henry lief sie schon wieder über den Laufsteg des Dessous-Herstellers Victorias Secret. Gisele Bündchen ist da noch schneller. Gerade mal sechs Wochen nach der Geburt ihrer Sohnes erschien sie schon wieder gertenschlank zu einem Fotoshooting. Dass dies einzig und allein der Welt der Topmodels mit ihren Personal Trainern und ihren Wunderdiäten vorbehalten war, ist längst vorbei. Begrifflichkeiten wie Milfs ( Mother I would like to fuck) stammen zwar ursprünglich aus der Pornoindustrie, gehen langsam aber sicher auch in unseren Sprachgebrauch über. Frau will und soll sexy sein. Vor, während und nach der Schwangerschaft.

Klar, kann ich verstehen. Auch ich fühle mich sehr viel besser, wenn ich mich in meinem Körper wohl fühle. Auch ich renne vor der Geburt zur Kosmetik für Schwangere, Frisör, Mani- und Pediküre. Nicht dass dies nicht alles im Kreißsaal scheißegal wäre. Das weiß ich ziemlich genau aus eigener Erfahrung.

Nach der Geburt sind oft schlaflose Nächten mit Babys, deren Verdauung sich gerade umstellt oder die von Tag-/Nachtmodus noch nix gehört haben, an der Tagesordnung. Auch gibt es Babys, die einfach ohne jeden ersichtlichen Grund mal die Nacht durchweinen. Hinzu kommen etwaige Geburtsverletzungen, Milcheinschuss, Nachwehen, entzündete Brustwarzen oder einfach den ganz normalen Schwangerschaftsblues. Leider haben solche Themen meist keinen Platz in der Öffentlichkeit. Und so ist dies nicht unbedingt das Bild der frisch gebackenen Mutter.

Mir war immer egal, wieviel ich zunehme in meinen Schwangerschaften. Vielleicht nur soviel: es war beide Male im zweistelligen Bereich. Nach der Geburt ist das Leben einer jungen Mutter nach meiner Erfahrung ziemlich kraftraubend. Frau braucht eine ganze Menge Energie und so viel Unterstützung aus ihrem Umfeld wie nur möglich, damit sie sich wohlfühlt. Und ja, man darf ruhig sehen, dass sie gerade ein Kind bekommen hat. Denn das ist wohl das größte, das eine Frau leisten kann.

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Papa macht das schon – ein Gastbeitrag bei daddylicious https://sarahplusdrei.de/papa-macht-das-schon-ein-gastbeitrag-bei-daddylicious/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=papa-macht-das-schon-ein-gastbeitrag-bei-daddylicious Tue, 07 Jul 2015 14:20:45 +0000 https://sarahplusdrei.de/?p=544 „Paaaaapaaaaa, ich hab Kaaaaakaaaa!!!“ Wenn man morgens von diesem Satz geweckt wird, weiß man, der Mann hat Elternzeit. Unser viertes Familienmitglied ist da und damit auch mein Mann für einige Wochen zu Hause. Was Papa ...

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„Paaaaapaaaaa, ich hab Kaaaaakaaaa!!!“ Wenn man morgens von diesem Satz geweckt wird, weiß man, der Mann hat Elternzeit. Unser viertes Familienmitglied ist da und damit auch mein Mann für einige Wochen zu Hause. Was Papa anders macht, warum Papa hier gerade so wichtig ist und warum wir alle froh sind, dass wir diese ersten Wochen hier gemeinsam zusammen verbringen können, findet ihr bei daddylicious. Einem Magazin von den Vätern Mark und Kai eigentlich für Väter – aber was wären wir Mütter ohne die Väter. Väter machen meist alles anders als wir Mütter. Aber muss das schlechter sein?

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Ins Blog schreiben ist wie Wehen wegatmen – meine Eltern zu Besuch im Wochenbett https://sarahplusdrei.de/ins-blog-schreiben-ist-wie-wehen-wegatmen-meine-eltern-zu-besuch-im-wochenbett/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ins-blog-schreiben-ist-wie-wehen-wegatmen-meine-eltern-zu-besuch-im-wochenbett Sun, 28 Jun 2015 06:00:54 +0000 https://sarahplusdrei.de/?p=516 Ich sitze gerade im Schlafzimmer, die letzte sichere Bastion in dieser Wohnung. Draussen höre ich meine Tochter schreien. Sie ist gerade kopfüber aus dem Trampolin gefallen. Was hier los ist? Meine Eltern sind zu Besuch. ...

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Ich sitze gerade im Schlafzimmer, die letzte sichere Bastion in dieser Wohnung. Draussen höre ich meine Tochter schreien. Sie ist gerade kopfüber aus dem Trampolin gefallen. Was hier los ist? Meine Eltern sind zu Besuch. Aber beginnen wir mit einem Rückblick auf die letzten 24 Stunden. Ich bin im Wochenbett. Sohnemann ist 2,5 Wochen alt und meine Eltern haben ihren Besuch angekündigt. Wollen den neuen Stammhalter begrüßen. Ja, schöne Idee. Eigentlich war ein Tagestrip geplant. Man wollte uns nicht stören bzw. zur Last fallen.

Die Entfernung von 300 km lässt mich manchmal vergessen, wie anstrengend meine Eltern eigentlich wirklich sind. Hinzu kommt das vom Wochenbett vernebelte Gehirn, was einiges doch viel rosaroter darstellt als es eigentlich ist. In einem wohl völlig umnachteten Zustand habe ich also zu meinen Eltern gesagt, dass ein Tagestrip ja viel zu anstrengend wäre und sie sehr gerne über Nacht bleiben könnten. Man wollte kurzfristig nochmal besprechen, ob das passt. Das fiel dann allerdings aus. Im Gegenteil, gestern habe ich erfahren, dass man den Zug zurück bereits gebucht hat. Um 19:38 Uhr!!! Nee, ist klar, Übernachtung heißt auch gleich noch den whole next day…. Aber erstmal sollten sie ja ankommen. Gestern Mittag. Putzfrau hatte ich vorher gebrieft, Bude also sauber, Muffins am Vortag gebacken. Wer nicht ankam: meine Eltern. Anruf? Fehlanzeige. Ne Stunde nach verabredeter Zeit rief mein lieber Mann dann mal seine Schwiegereltern an. Wo sie seien? Gerade vor der Tür. Aha. Tür auf, Eltern rein. Zug Verspätung und Handy leer? Nein, sie sind bereits seit einer Stunde in Hamburg. Allerdings haben sie selbst versucht Alternativen des Nahverkehrs rauszufinden, als die Ansage kam, im S-Bahn-Gleis seien Personen. Das hat wohl nicht ganz so gut geklappt.

Auf die Frage, warum mein Vater nicht angerufen hätte: Er müsse sich ja in allen Metropolen auskennen, wo seine Töchter wohnen: Hamburg, Berlin und nicht zu vergessen the capital of Ruhrgebiet: Mülheim. Vielleicht hat er aber auch die Frage nicht verstanden, denn er hat, wie so häufig, seine Hörgeräte vergessen. Alternativ Infos von meiner Mutter erfragen – ebenfalls Fehlanzeige. Sie trägt gar keine Hörgeräte. Braucht sie nach eigener Aussage nicht. Nö, so lebt es sich auch entspannter, wenn man sich ohnehin am liebsten in Monologe verstrickt. Nun ja. Papa hatte netterweise Spargel mitgebracht und ich die gute Idee, dass die beiden ja auch super zusammen kochen könnten. Dafür musste mein Vater aber natürlich erst einmal den örtlichen Supermarkt besuchen. Denn kein Essen ohne Fleisch (kurzer Exkurs an dieser Stelle: Mein erstes selbstgekochtes Gericht für meine Eltern: Pasta-Spinat-Auflauf. Mein Vater fing nicht an zu essen. Höchst seltsam. Auf Nachfrage sagte er, er warte aufs Fleisch…).

Überhaupt muss mein Vater IMMER, wenn er uns besucht, in die umliegenden Supermärkte. Könnte ja sein, dass es hier ein anderes Sortiment gibt. Nach Besuch des Supermarktes, der Bank und einer Schuhhandelskette, traf er dann auch bei uns auf dem Spielplatz ein. Hier rannte meine Mutter fast die ganze Zeit ums Klettergerüst um zu verhindern, dass ihre 2,5-jährige Enkelin runterfällt. Seit dem gestrigen Abend bin ich also schon so fix und foxi mit den Nerven, dass ich nur noch Rettung darin sehe mich mit dem Baby ins Schlafzimmer zum Stillen zurückzuziehen. Mein Mann hat leider nicht soviel Glück und so ist er mitten im Krieg ‘Habt ihr kein gescheites Schälmesser?’, ‘nein, an Spargel MUSS Mehlschwitze’ und dem Versuch meiner Mutter Wasser in den Kochtopf zu kippen, Papa wieder raus und das gleiche Spiel dreimal in Folge.

Abendessen. Klappt. Gefolgt von ca. 100 unnachgefragten Ratschlägen. Die kennt glaube ich jeder zur Genüge. Abschliessen möchte ich dieses Thema allerdings mit dem Satz meiner Mutter, nach dem 100sten Ratschlag ihrer Seite: “Ja, das weiß ich jetzt nicht, da musst du deine Hebamme fragen.” Argg!!!

Also alle früh ins Bett und am nächsten Morgen lange liegen bleiben. Das entspannt die Situation. Bis zum Frühstück. Zur Geburt ihres Enkels hat meine Mutter sich ja so gefreut, dass sie – O-Ton – “am Liebsten ein Feuerwerk abbrennen würde”. Wie die Queen von England. Und genauso benimmt sie sich hier auch. Die Queen thront auf dem Sofa, nimmt zum Frühstück gern ein hart gekochtes Ei und einen Latte Macchiato. Einzig den Tee bereitet sie sich selbst zu. Das kann auch kein anderer so wie sie sich das vorstellt. Mir platzt der Popo. Das hilft. Und ich meine allen Beteiligten. Nach dem reinigenden Gewitter haben meine Eltern erst den Frühstückstisch abgeräumt und sind jetzt mit der Kleinen im Garten, während wir ein bisschen uns und unseren Sohn geniessen.

Ich versuche mal ein bisschen entspannt zu sein. Dazu gehört wohl auch, darüber hinweg zu sehen, dass das Kind aus dem Trampolin stürzt und meine Eltern, im besonderen meine Mutter, leider nicht diejenigen sind, die sich aufopfernd um Haushalt und die Unterstützung der eigenen Kinder kümmern und das ohne dabei gute Ratschläge zu verteilen; sondern vielmehr der Fraktion angehören: ich komme um meine Enkel zu bespaßen und von denen bespaßt zu werden. Aber gut, das ist ja auch was.

PS: Nachtrag. Mein Vater ist gerade aus dem Garten gekommen und schreibt sich eine Telefonnummer aus seinem Handy raus. Wohl um fürs Telefonieren mal wieder das seiner Meinung nach sehr viel günstigere Festnetz zu benutzen. Vielleicht hat er gestern auch einfach nicht angerufen, weil kein Festnetz in der Nähe war…

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