travelkids Archive - SarahPlusDrei https://sarahplusdrei.de/tag/travelkids/ Blog über Familie, Reisen, Wohnen, Style, Interior Sat, 12 Jan 2019 20:08:45 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.8.2 https://sarahplusdrei.de/wp-content/uploads/2017/07/apple-icon-152x152-45x45.png travelkids Archive - SarahPlusDrei https://sarahplusdrei.de/tag/travelkids/ 32 32 89524047 Elternzeit in New York oder New York mit Kindern – Teil 2 https://sarahplusdrei.de/sex-and-the-city-feeling-geht-das-auch-mit-zwei-kindern-teil-ii/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=sex-and-the-city-feeling-geht-das-auch-mit-zwei-kindern-teil-ii Sun, 30 Aug 2015 18:00:13 +0000 https://sarahplusdrei.de/?p=688 Letzte Woche hatte Vicky ja begonnen euch von ihrer Zeit in New York zu berichten. Heute gehts weiter und ich sag euch: ich könnte gleich nen Flug buchen Ich hatte mir vor der Abreise ausgemalt, ...

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Letzte Woche hatte Vicky ja begonnen euch von ihrer Zeit in New York zu berichten. Heute gehts weiter und ich sag euch: ich könnte gleich nen Flug buchen

Ich hatte mir vor der Abreise ausgemalt, dass ich wahrscheinlich nicht besonders viel von der Stadt sehen, sondern die meiste Zeit auf einem Spielplatz um die Ecke unserer Wohnung sitzen würde, wenn es denn in Manhattan überhaupt sowas wie Spielplätze gab… In den ersten Tagen habe ich aber ganz schnellt festgestellt, dass das Gegenteil der Fall war. New York verfügt über endlos viele große und kleine Parks (das war mir vorher noch nie so aufgefallen), die alle mit mindestens einem Spielplatz ausgestattet sind. Und diese Spielplätze sind nicht so, wie ich sie aus meiner Heimatstadt München kenne, sondern einfach sensationell: Alle haben Wasserprinkler, endlos viele Schaukeln in allen Erscheinungsformen (für Babys, für Toddler, für Liegeschaukler, für Bauchschaukler etc.),IMG_7922-1
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gibt immer nach Alter unterschiedene Sektionen, was einen Ausflug auf den Spielplatz ziemlich entspannt macht, schier unendliche Brücken-Haus-Rutschen-Konstruktionen sowie Trinkwasserbrunnen und – Safety first – schaumstoffartige Böden, aber mal ehrlich, mit einem Baby, das gerade anfängt zu laufen und dauernd hinplumpst, ist das super! Ein wenig gewöhnen musste ich mich jedoch daran, dass ich stets eine der wenigen Mütter auf dem Spielplatz war, da die meisten Kinder mit ihren Nannys unterwegs sind. Auch die Regeln für die Kinder erschienen mir ein wenig strenger, so ist es nicht üblich, dass man mit den Sandelsachen der anderen Kinder spielen darf, barfuß durch die Gegend rennt oder die Kinder ihre Konflikte weitestgehend selbst lösen lässt.

Wie auch immer, unser neuer Tagesrhythmus kristallisierte sich schnell heraus. Als erstes bei Wholefoods Obst und Snacks besorgen, dann ab auf den Spielplatz. Danach kam meine Zeit, da die Kinder nach spätestens zwei Stunden hundemüde im Kinderwagen eingeschlafen sind, konnte ich durch die Stadt bummeln, Shopping machen und selbst in einem der endlos vielen und endlos tollen Lokale etwas essen, bis wir an irgendeinem anderen Spielplatz der Stadt wieder rauskamen, wieder bis zur Erschöpfung spielten, um danach wieder einen Kinderwagenbummel einzulegen.

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Auf diese Weise hab ich wirklich richtig viel gemacht und gesehen. Ich bin auch ohne Rücksicht auf Verluste mit der UBahn gefahren, obwohl die New Yorker Metro alles andere als kinderwagengerecht ist. Zwar kann man sich auf Wikipedia eine Liste mit allen Stationen, die behindertengerecht sind, ausdrucken, jedoch erwiesen sich die Amerikaner einmal mehr als ungeheuer hilfsbereit. Immer standen mindestens zwei Männer da, die mir sofort ihre Hilfe anboten, Kinderwagen, Tüten oder die Kinder selbst die schier endlosen Treppenstufen nach oben oder nach unten zu tragen. Stets werden einem auch in den Geschäften und Restaurants die Türen aufgehalten, immer bekommen die Kinder als erstes ein Getränk mit Strohhalm, Stifte zum Malen und vor den Erwachsenen ein kindgerechtes Essen. Erst dort fiel mir auf, wieviel selbstverständlicher Kinder im amerikanischen Alltag sind, als es hier in Deutschland der Fall ist.

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Und auch ich wurde mit der Zeit immer lockerer und habe meine deutschen Tugenden über Bord geworfen. Sollten die Kinder doch am späten Nachmittag einen zweiten Mittagsschlaf machen, dann haben wir Eltern einfach die Zeit genutzt und sind währenddessen zum Essen gegangen, um anschließend bis zum Einbruch der Dunkelheit und darüber hinaus mit den Kindern die Piers am Hudson entlangzulaufen, Galerien in Chelsea anzuschauen oder durchs East Village zu bummeln. NYC1Ich hatte mich bis dato daran gewöhnt, dass das Leben mit kleinen Kindern bedeutet, ab 18.00 zu Hause zu sein, wie gut tat es mir, mal wieder draußen zu sein, das Leben mitzubekommen und festzustellen, dass sich die Welt auch ohne meine Prinzipientreue weiterdreht.

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Die Wochenenden haben wir meist für größere Ausflüge genutzt, unter anderem für eine Fahrt in die Hamptons, schlussendlich wars zwar schön, die vier Stunden, die wir im Stop’n’go-Verkehr allerdings aus der Stadt herausgebraucht haben, haben unsere und die Nerven der Kinder auf eine harte Probe gestellt. Meist sind wir nach Brooklyn gefahren, um all die neuen hippen Viertel zu erkunden. Ich würde allerdings jedem, der wie wir nur ein paar Wochen dort ist, empfehlen in Manhattan zu wohnen, da man einfach nur vor die Tür muss, um mittendrin zu sein.

Natürlich konnte ich angesichts der begrenzten Zeit meinen Kindern Dinge erlauben, die sonst nicht unbedingt drin, in New York aber gang und gäbe sind, zB. Ipad-Schauen auf dem Buggy-Board (erschien mir unglaublich degeneriert, aber praktisch wars schon, wenn man in der Ubahn umsteigen und sichergehen muss, dass das Kind nicht abhaut ;)).

Tja, so gingen unsere Tage ziemlich schnell dahin, wenngleich ich das Gefühl hatte, unglaublich viel erlebt zu haben, als wir nach vier Wochen wieder zurück in die Heimat flogen. Ich als Mama habe ungemein an Selbstvertrauen gewonnen, weil ich das so gut geschafft habe mit den zwei Kleinen in der großen Stadt und mich in jede Unternehmung einfach mutig reingestürzt habe. Für uns als Familie schließlich bleibt es eine tolle Erinnerung, die uns sicher noch lange Zeit begleitet. 

Ich kann New York daher als Reiseziel für Familien absolut empfehlen, man kann einen solchen Urlaub total kindgerecht gestalten, ganz zu schweigen von den tollen Attraktionen, die die Stadt älteren Kindern bietet.

Tipps für eine Reise nach New York:

  • Als Reisezeit empfiehlt sich auf jeden Fall das Sommerhalbjahr, wir waren im Juli dort (der allerdings mitunter sehr heiß und feucht sein kann)
  • Nach Möglichkeit einen Non-Stopp-Flug buchen, sieben bis acht Stunden Flugzeit sind in jedem Fall machbar
  • Bei der Wohnungssuche (zb. Über AirB’nB) darauf achten, dass Kinderbetten, Spielsachen und entsprechende Küchenutensilien vorhanden sind
  • Unbedingt mitnehmen würde ich möglichst leichte und leicht zusammenfaltbare Buggys sowie Babytragen für die Kleineren, da sie das Vorwärtskommen mit UBahn, Bus und auch Taxi sehr vereinfachen
  • Wir haben natürlich viel zu viel Kleidung mitgeschleppt. Wer wie wir in den sehr heißen Monaten Juli und August reist, kann getrost auf die Lederjacke und die Kinder-Outdoor-Kleidung verzichten ;)
  • Unbedingt Badekleidung für jeden Spielplatzbesuch mitnehmen, da überall Wassersprinkler vorhanden sind
  • Breigläschen sind in den USA nicht so verbreitet, dafür findet man Quetschtüten in allen Geschmacksrichtungen
  • Bei Babykost, insbesondere Keksen und kleinen Snacks aufpassen, vieles ist mitunter sehr stark gezuckert!

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Elternzeit in New York oder New York mit Kindern – Teil 1 https://sarahplusdrei.de/sex-and-the-city-feeling-geht-das-auch-mit-zwei-kindern-teil-i/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=sex-and-the-city-feeling-geht-das-auch-mit-zwei-kindern-teil-i Sun, 23 Aug 2015 19:18:47 +0000 https://sarahplusdrei.de/?p=665 Sex and the City – das war ja meine absolute Lieblingsserie!!! Aber mit Carries Heirat und meinen zwei Kindern war das dann auch irgendwie vorbei. Carrie mit Mann und zwei Kids in New York City. ...

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Sex and the City – das war ja meine absolute Lieblingsserie!!! Aber mit Carries Heirat und meinen zwei Kindern war das dann auch irgendwie vorbei. Carrie mit Mann und zwei Kids in New York City. Ginge das? Und wie sähe das aus?

Über Instagram habe ich die liebe Vicky kennengelernt und als ich irgendwann mal unverfänglich nach Elternzeit-Urlauben fragte, kam der absolute Hammer: Sie wird mit ihren zwei Kids einen Monat in New York verbringen. Einen Monat New York – mein absoluter Traum, ein Monat New York mit zwei kleinen Kindern – mein absoluter Albtraum? Ich wollte wissen, wie es ist und habe sie gefragt, ob sie nicht darüber berichten will. Und sie hat JA gesagt! Los gehts, heute mit Teil 1:

Schon während meiner ersten Schwangerschaft träumte ich davon, in der Elternzeit eine Reise zu unternehmen, und zwar so eine wie man sie nicht alle Tage machen kann: mit Papa im Gepäck und am besten gleich mehrere Wochen am Stück. Tja, daraus wurde nur leider nichts, denn noch bevor wir unsere Planungen abschließen konnten, stellte sich überraschenderweise heraus, dass ich schon wieder schwanger war… Dieses Mal aber wollte ich die Chance nicht wieder verstreichen lassen. Ich dachte an Thailand, endlose Strände, Hängematte und Sundowner in der Hand oder Inselhopping in Griechenland, wir vier ganz lässig und unkonventionell auf einem rostig-romantischen Fischkutter. Auch eine Campingbusreise die französische Atlantikküste wäre absolut nach meinem Gusto gewesen. Nun ja, mein Mann überbrachte mir stattdessen vergangenen Dezember die frohe Botschaft, dass er, er ist hauptberuflich Maler, für einige Wochen an einer Ausstellung in New York arbeiten würde, was ich so dermaßen Sex and the City-mäßig fand (erinnert ihr euch, wie cool Carrie immer bei Alexandr Petrovsky im Atelier auf der Couch saß?), dass ich ihm sofort unsere Mitreise „anbot“.

IMG_8021-1Sämtliche langen Sandstrände wurden umgehend über Bord geworfen und durch 5th Avenue-Träume ersetzt. Kurz vor unserer Abreise dämmerte mir dann aber schon, dass das mit zwei Kindern im Alter von elf Monaten und zwei Jahren im Gepäck wohl doch nicht ganz so lässig würde, wie ich mir das vorgestellt hatte. Nicht selten lag ich nachts im Bett und fragte mich, warum ich eigentlich so wahnsinnig bin und nach New York fahre, wo es doch am Ammersee auch so schön ist…? Ordentlich nervös bestieg ich Anfang Juli dann den Flieger, im Gepäck meine, wie heißt es so schön, recht aufgeweckten Kinder, um acht Stunden später festzustellen, dass die Zeit wortwörtlich wie im Flug vergangen war. Das Kinder-Entertainment-Programm der Lufthansa beschäftigte meine Tochter toujours, von Micky Mouse bis Cinderella wurde sie perfekt auf die USA eingestimmt und ich konnte das sorgfältig ausgewählte Holzspielzeug direkt im Handgepäckskoffer liegen lassen. Eine sinnvolle Investition wären gute Kopfhörer gewesen! Außerdem gab es extra Kinderessen, Malstifte und Fingerfiguren, wirklich, meine Kleine hat nichts von all den mitgebrachten Spielsachen auch nur angerührt, so beschäftigt war sie. Die Babyschale (unbedingt rechtzeitig vor dem Flug buchen) für meinen Sohn eignete sich sowohl als Schlafstätte als auch zum Drinsitzen und spielen. Zum Glück sind auch die Gänge zwischen den Sitzreihen groß genug, um ausgiebige Krabbeltouren zu unternehmen. Wir kamen also wohlbehalten und einigermaßen entspannt in New York an, um dort unseren Mietwagen in Empfang zu nehmen.

NYC4Zum Glück hat mir keiner vorher gesagt, dass die Route mit ebenjenem Wagen zu unserem Zuhause auf Zeit direkt über den Times Square führen würde, sonst hätte ich mich wohl nicht so einfach hinters Steuer gesetzt (Mein Mann war zu unserer Ankunftszeit bereits in der Arbeit eingespannt, so dass er uns nicht abholen konnte. Das hatte ich bei der Buchung blöderweise nicht beachtet). Als wir endlich bei unserem Appartement waren, hatte ich das erste Abenteuer also schon hinter mich gebracht.

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Teil 2 und damit was Vicky und die Kids in New York so getrieben haben dann in ein paar Tagen. Oder Sex and the City 3, Carrie and Family.

 

 

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Pre-Urlaubszeit – Super Mum mit Inspector Gadget-o Armen im Einsatz https://sarahplusdrei.de/pre-urlaubszeit-super-mum-mit-inspector-gadget-o-armen-im-einsatz/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=pre-urlaubszeit-super-mum-mit-inspector-gadget-o-armen-im-einsatz Mon, 03 Aug 2015 16:57:11 +0000 https://sarahplusdrei.de/?p=624 Urlaubszeit. Ja, schönste Zeit des Jahres. Schön mal abspannen, nix tun, sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. ‘Schuldigung, haben Sie Kinder????!!!!! Urlaub mit Kindern sollte GUT überlegt sein. Denn die lieben Kleinen brauchen ...

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Urlaubszeit. Ja, schönste Zeit des Jahres. Schön mal abspannen, nix tun, sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen. ‘Schuldigung, haben Sie Kinder????!!!!!

Urlaub mit Kindern sollte GUT überlegt sein. Denn die lieben Kleinen brauchen im Normalfall schon ab zwei popeligen Nächten den kompletten Hausstand. Fährt man nicht gerade in wettersichere Gefilde darf es auch gerne die Ganzjahres-Garderobe sein. Kürzlich sind wir ja für ein paar Tage an die Ostsee gefahren. Nix wildes. Allerdings mit 2 Kindern. Bei zwei nicht windelfreien Kindern geht die halbe Tasche an Wickelzeug drauf. Für Klamotten, Wechselklamotten, Babyphone für den Notfall, Spucktücher, Schlafsack, dünne Decke, Schnuller, und was weiß ich noch 40 Prozent des Taschenvolumens. Was bleibt? Vier im Sinn, fünf hin? Richtig 10 Prozent Taschenvolumen für das Gepäck der Eltern. Schränken wir uns halt ein. Nee, ist klar… Notiz am Rande: für Spielzeug fährt ein eigener Rucksack mit.

Der Morgen der Abreise. Ich stille Kind Nr. 1 während ich mit Nr.2 drüber diskutiere, dass NICHT alle Pixis in den Rucksack passen und verhindere, das durch rohe Gewalteinwirkung einer 2,5 Jährigen der Reisverschluss platzt. Nächster Schritt: ich packe Proviant für alle Mann ein. Darüber vergesse ich, dass ich EIGENTLICH meine Kultursachen packen wollte. Ach, Wimperntusche wird auch überbewertet.

Mit einer Stunde Verspätung stehe ich unten mit den zwei Kindern, Sack und Pack fertig vor der Tür und warte auf den Mann, der das Auto holt. Irgendwas habe ich vergessen, Moment. Kinder sind da, Windeln eingepackt, Schnuller dabei, Sonnencreme Lichtschutzfaktor 50 auch, habe ich ihren Schmusehasen dabei? Ja. Mhmm. Quetschies? Auch an Board. Nicht dabei sind meine Handtasche, meine Sonnenbrille, mein Bikinioberteil, mein Handy. Habe ich überhaupt was für mich eingepackt???

Im Auto nehme ich den Beifahrersitz ein. Dieser Platz beinhaltet folgendes: Hier kann Super Mum zeitgleich Anfragen der Familie bearbeiten und dazu organisatorische Anrufe tätigen oder Mails versenden.

Wir haben unsere Straße noch nicht verlassen, tönt es von hinten „Haben wir was zu essen dabei?“. Ich versuche zeitgleich eine Mail auf dem Handy zu schreiben und ein Brötchen rauszusuchen. „Nein, keinen Käse!“ Argghhh!!! Neben mir „Kaffee holen wir dann erst vor der Autobahn, so kann ich den nicht trinken.“ Öh, ja. Ich versuche bei der Osteopathin anzurufen. „Wo sind meine Quetschies?“ Handy ans Ohr klemmen. Quetschie aufmachen, nach hinten reichen „Was ist das für ne Sorte?“„Maaaama, der Rucksack ist runtergefallen!“. Ich hinterlasse eine Nachricht auf dem AB, während ich in einer Totalverrenkung versuche den hinteren Fußraum nach dem Kinderrucksack abzusuchen. Dabei bemerke ich, dass die Butter vom Brötchen fein ordentlich in den Sitz geschmiert wurde, während die Tochter nur noch den Käse in der Hand hat. Auflegen. Taschentücher suchen, besser noch Feuchttücher. Nun versuche ich – Go-Go-Gadget-o-Arme! – den Kindersitz vom Fett zu befreien. Ich brauche Kaffee, ganz dringend Kaffee!!!

Tankstelle, du bist meine Rettung. Auch das Kind ist wieder gut drauf. Manche Tankstellenketten denken nämlich schon an ihre kleinsten Gäste. Von hinten tönt es nämlich ganz entzückt „Ooooh, den Tiger finde ich süsssss!!!“ Danke, Esso.

Raus hier, zwei Kaffee holen. Nachdem ich 15 Minuten später den Kaffeeautomaten ausgetrickst habe, keine Zeitschrift für mich gefunden habe, aber Gott sei Dank noch Butterkekse fürs Kind (Nein, wir haben natürlich nicht genügend Proviant dabei) sitze ich wieder im Auto, halte zwei Kaffee. Mann kann noch nicht. Tochter „Sind das Kekse?“ Ja. „Darf ich die mal probieren?“ Argghhh, schon mal was von keine Arme, keine Kekse gehört? Kind findet Gott sei Dank stattdessen Rosinen im Rucksack. „Kannst du mir die mal aufmachen?“ Rosinen sind doch auf, fallen runter. Geheule. Mann also einen Kaffee in die Hand drücken, den anderen in die Beifahrertür. Beim Versuch wenigstens ein paar Rosinen mit Unterleib auf dem Beifahrersitz und Oberkörper auf der Rückbank zu retten, renke ich mir die letzten Reste meiner Schulter aus. Jetzt Kaffee, den habe ich mir verdient. Beim Versuch den aus der Autotür zu ziehen, kippt er um. Und wir fahren gerade erst auf die Autobahn auf…

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