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Und endlich bist du da! – Zwischen Höhen und Tiefen der ersten Zeit als Mama

Vor ein paar Tagen habe ich eine Freundin von mir besucht, die gerade ganz frisch Mama geworden ist. Eine Zeit, die man, glaube ich, so gar nicht vergisst. Bei ihren Erzählungen sind mir teilweise gleich die Tränen in die Augen geschossen, so präsent ist mir die Geburt meiner beiden Kinder und die Zeit danach.

Auf beide Kinder habe ich gewartet. Sie heiß ersehnt. Irgendwie dachte ich bei beiden auch, dass die früher kommen würden. So saß ich zwei Wochen vor Entbindungstermin (ET) immer schon auf heißen Kohlen. Unser Sohn hat sich dann mit einer Woche nach ET schön Zeit gelassen. Ich sage euch, das war etwas für meine Nerven. Jeden Tag habe ich gehofft, dass er nun endlich kommt.

Und dann? Dann kamen die Geburten. Ehrlich gesagt habe ich noch nie darüber geschrieben. Ich weiß auch nicht, ob ich das mal mache. Nur soviel: Nein, mir geht es nicht wie vielen anderen, die sagen, all der Schmerz wäre nachher vergessen. Ist er nicht. Auch nicht die enorme Kraftanstrengung und das so an seine Grenzen gehen. Dieses sich einer Sache so ausgeliefert fühlen. Nein, ich kann jetzt nicht sagen, dass ich im Nachhinein nur positive Gedanken an die Geburten meiner Kinder habe. Aber wie sagte meine Tochter es neulich so schön?: „Aber all die Schmerzen waren es ja wert, denn sonst hättest du uns ja nicht gekriegt?!“ Und ja, ja, ja!!! Sie waren es absolut wert.

Die ersten Stunden nach der Geburt waren bei mir ein absolutes Glücksgefühl. Ich würde sogar sagen, ich war richtig high. Unglaublich beseelt über meine Kinder, unglaublich stolz auf mich und das Baby – ja, auf Wolke sieben. Absolut. Nach der Geburt unserer Tochter habe ich sogar selbst erstmal alle wichtigsten Verwandten und Freunde angerufen. So energetisch glücklich habe ich mich gefühlt und wollte das in die Welt hinausposaunen.

Spätestens am nächsten Tag, wenn du mit Dammschnitt das erste Mal auf die Toilette gehen sollst, hört das aber auf. ;-) Nein, ernsthaft. Was ich sagen will: Jaaa, so ein Kind, das macht einen wohl zum glücklichsten Menschen. In manchen Momenten kann man sein Glück kaum fassen. In anderen Momenten kann man seine Angst kaum fassen. Wie soll ich das alles schaffen? Dann kommt die Erschöpfung dazu. Von Jetzt auf Gleich gehören Tage und Nächte nicht mehr einem selbst. Nachts will gestillt oder die Flasche geben werden. Gewickelt natürlich auch. Und tagsüber? Macht man dasselbe. Dazu noch tragen, schuckeln, gegen Bauchweh und Blähungen kämpfen. Ach, seien wir ehrlich, das Programm macht man eigentlich nahezu 24 Stunden und das erschöpft. Sehr.

Und das Ganze in einem Körper, der vielleicht rein von der Leistung her locker auch den Iron Man oder mehr hätte machen können (weniger ist so eine Geburt nämlich bestimmt nicht), jetzt aber eher dem eines Rentners gleicht. Und ich spreche hier nicht von Frührentnern. Nach der Geburt fällt jeder Gang zur Toilette erstmal ein bisschen schwer. Denn bei so einer Geburt, da kommt nicht nur das Kind aus der Gebärmutter. Durch die Ablösung der Plazenta bei der Geburt entsteht eine Wunde an der Gebärmutter, die während des Heilungsprozesses ein Wundsekret ablöst: den Wochenfluss. Dieser ist anfangs sehr stark. Das heißt praktisch, dass ihr Binden benutzt, die eher so die Länge eines Unterarms haben und von der Dicke eher diesen Tüten voll mit Wattebäuschen zum Abschminken aus dem Drogeriemarkt gleichen. Keine Angst, diese bekommt ihr im Krankenhaus. Ich glaube (oder hoffe), dass es dafür außerhalb keinen Markt gibt. Ihr bekommt auf Wunsch für die ersten Tage auch welche mit nach Hause oder eure Hebamme kann euch behilflich sein. Sie schaut auch regelmäßig, inwieweit sich die Gebärmutter zurückbildet.

Am Anfang fühlt es sich nämlich an, als wäre irgendwas im Bauch leer. Der Bauch ist leer, das Laufen fällt schwer. Ich erinnere mich noch genau an die ersten Ausflüge nach der Geburt. Mit unserer Tochter ging es 7 Tage nach der Geburt auf das Schulterblatt. Es war zwar nur 1km, aber ich wusste kaum, wie ich zurückkommen soll. Bei meinem zweiten Kind war ich da schlauer – der erste Ausflug ging zum Bäcker gegenüber.

Aber auch, wenn eine Geburt so einen Höchstanstrengung ist – ich war vor allem so überrascht, oder sagen wir besser: Ich war sogar begeistert darüber, wie schnell sich der Köper erholt. Von der Geburt und wie er sich an die neue Situation anpasst. Den Bindenmopeds nach der ersten Geburt sind mittlerweile „normale“ aus dem Drogeriemarkt gewichen. Saugstark sollten sie natürlich sein und ich empfehle hier die Always Ultra Binden. Sie verrutschen nicht und schließen die Flüssigkeit sicher ein. Der Grund dafür ist, dass sie in Gel verwandelt wird, und Gel kann nicht auslaufen.

Und der frühere 8-Stunden-Schlaf ist kurzen Schlafintervallen von ca. 2, 3 Stunden gewichen. Aber der Körper scheint mit Mutterhormonen vollgepumpt. Anders kann ich mir das Durchhalten nicht erklären.

Der Wochenfluss ist natürlich von Frau zu Frau unterschiedlich. Hier am besten immer mit der Hebamme im Gespräch bleiben. Er dauert so ungefähr 4-6 Wochen. Wie gesagt, so ganz stark ist er nur am Anfang. Dann könnt ihr normale Binden nehmen und irgendwann auch einfach Slipeinlagen. Tampons bitte auf keinen Fall benutzen. Aber ich glaube, ihr würdet auch nicht auf den Gedanken kommen. Slipeinlagen wie die Always Fresh and Protect sind super. Sie sind dünn und atmungsaktiv, so dass man sie kaum spürt. Sie neutralisieren Gerüche und decken diese nicht nur ab. Irgendwie gehen sie ein bisschen in Richtung Normalität, wenn ihr wisst, was ich meine. Denn die ersten Wochen nach der Geburt sind eher ein Ausnahmezustand :-)


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1 Gedanke zu “Und endlich bist du da! – Zwischen Höhen und Tiefen der ersten Zeit als Mama”

  1. Meine Hebamme hat bei meinem dritten Kind (und das ist nun 22 Jahre alt) gesagt, ich könne Tampons benutzen, sobald ich das Gefühl habe, es gehe jetzt. Und das habe ich dann auch gemacht. Ab wann genau, weiß ich nicht mehr. Aber ich habe Binden immer gehasst und habe mich dann viel besser gefühlt.
    Bei den ersten beiden Kindern hieß es auch, auf keinen Fall.

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