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Sorgen und Ängste – Mentale Veränderungen in der Schwangerschaft

Schwangerschaft – bedeutet das eigentlich das reinste Glück? So wird es einem zumindest suggeriert. Von Schwangerschafts-Glow wird gesprochen, pausbäckiger Glückseligkeit. In freudiger Erwartung heißt es doch auch. Doch neben den körperlichen Veränderungen, die eine Schwangerschaft mitbringt, gibt es auch die mentalen.

Aber es gibt Dinge, über die wird nicht oder nur selten gesprochen. Darüber, dass Schwangerschaft eben nicht bedeutet 24/7 Honigkuchen-Pferd. Ich bin der Meinung, dass von Schwangeren wie von Müttern heute erwartet wird, dass sie eigentlich rund um die Uhr wie die Honigkuchenpferde über ihr Glück strahlen. Für Zweifel ist da kein Platz. Will auch keiner so richtig hören. Aber es gibt sie, die Zweifel. Ja, über Ängste, Wut und Freude – kurz: den emotionalen Ausnahmezustand einer Schwangerschaft – habe ich schon einmal geschrieben. Die Momente, wo einen die Ängste übermannen.

Angst um das ungeborene Baby

Ja, viele Frauen ängstigen sich um ihr Kind. Schließlich trägt man da eine Black Box im Bauch. Wie schrieb schon Ildiko von Kürthy in ihrem Buch Unter dem Herzen so passend, nachdem sie in der 7. Schwangerschaftswoche im Ultraschall das schlagende Herzchen gesehen hat:

Der Arzt reicht mir die Hand „Wir sehen uns in vier Wochen wieder. Wenn sie unsicher sind oder Beschwerden haben, melden Sie sich vorher.“
„Könnte ich eventuell morgen Vormittag einen Termin bekommen“ (…)
Am liebsten würde ich mich mit einem Fahrradschloss für die nächsten acht Monate an seinem Unterschenkel festketten. (…)

Jetzt hätte ich auch gerne ein tragbares Ultraschallgerät. Und einen dazu passenden tragbaren Gynäkologen.
Erschreckend, wie viele Sorge man sich bereits um ein Kind machen kann, dass man noch nicht in Händen hat…

Ich glaube, jede Schwangere kann das nachvollziehen. Im Besonderen beim ersten Kind, oder? Es ist einfach eine Black Box. Jedem Termin bei Arzt oder Hebamme fieberte man entgegen, um mehr zu erfahren über dieses kleine Wesen dort in einem. Auf einmal muss man sich mit Themen wie Pränataldiagnostik beschäftigen und schon jetzt wird einem mehr als bewusst, dass man schon ab dem Zeitpunkt der Schwangerschaft voll für ein anderes Leben verantwortlich ist. Fragen kommen auf. Will ich diese Tests machen? Wie gehe ich damit um, wenn die Pränataldiagnostik Auffälligkeiten zeigt?

Ja, die Zeit der Schwangerschaft ist auch sehr mit der Frage verbunden, ob alles gut geht. Ob das Kind gesund ist, die Geburt gut laufen wird und, und, und. Ängste zu haben ist da völlig normal. Eine gute Frauenärztin oder Hebamme bringt da oft Wunder.

Angst vor der Zukunft

Nichts verändert ein Leben so sehr wie ein Kind. Nach zwei Kindern kann ich das bestätigen. Und nichts hat in mir bisher so viele Gedanken um die Zukunft ausgelöst. Bei beiden Kinder hatte ich unheimliche Angst davor, wie sie sich auf meine berufliche Zukunft auswirken werden. Denn dass Frauen, wann immer sie möchten, aus dem Mutterschutz auf die gewünschten Arbeitsstunden zurück kommen – das gibt es wohl nur in einer Märchenwelt – oder wie man hört in Skandinavien. Auch ein Kündigungsschutz besteht in vielen Fällen leider nur auf dem Papier. Praktisch sieht es leider oft anders aus. Ich finde Ängste um die berufliche Zukunft also total nachvollziehbar.

Bei beiden meiner Schwangerschaften wusste ich nicht, wie es beruflich danach weitergeht. Das hat mir Angst gemacht. Sehr große sogar. Angst davor, als vorher selbstständige und eigenverantwortliche Frau auf einmal abhängig von meinem Partner zu sein. Angst davor, „nur noch“ als Mutter definiert zu sein. Angst davor, der Verantwortung (auch wirtschaftlicher Natur) meinen Kindern gegenüber nicht gerecht werden zu können.

Heute weiß ich, dass meine Ängste zwar nicht unberechtigt waren, aber dass es doch viele Möglichkeiten gibt. Nach beiden Kindern habe ich relativ schnell wieder angefangen zu arbeiten. Beim zweiten haben ich mich innerhalb der Elternzeit selbstständig gemacht. Also ja, es ist noch viel möglich. Aber auch wenn man sich für einen anderen Weg entscheidet, weiß ich heute, dass eine „teilweise Abhängigkeit“ vom Partner in einer Familie sich nicht schlimm und bedrohlich anfühlen muss. Sondern dass eine Partnerschaft auch heißen kann, mal der eine mehr, mal der andere.

Reden hilft, es gibt keine Tabuthemen

Ich habe mich in meiner zweiten Schwangerschaft kaum jemandem anvertrauen wollen mit meinen Ängsten. Jeder erwartetet von mir die endlose Freude. Ein zweites Kind, wie toll! So soll das doch sein. Und dann auch noch ein Junge und ein Mädchen. Was ein Glück.
Mich hat dieses „Glück“ an manchen Tagen in ein ganz schönes Loch gezogen. Ich dachte, ich schaffe das nicht, zwei Kinder. Irgendwann habe ich mich getraut mit meiner Frauenärztin darüber zu sprechen und die hat nicht etwa versucht mir alle Zweifel auszureden, sondern mir Unterstützung organisiert. Auch hat mir mein Mann Stefan sehr geholfen. Inbesondere nach der Geburt. Denn neben dem Zweifeln in der Schwangerschaft sind postnatale Depressionen keine Seltenheit. Für mich haben sich alle Zweifel immer mit der Geburt aufgelöst, aber jeder ist anders. Reden hilft da, es gibt keine Tabuthemen.

Keine Tabus – das gilt auch für die körperlichen Veränderungen

Was Schwangere so bewegt, sieht man ihnen oft nicht an. Es ist eigentlich immer nur vom Schangerschaftsglow die Reden. Sodbrennen (hatte ich wie die Hölle), Blähungen, Wasser in den Beinen, Ausfluss. Hört sich alles nicht schön an? Gehört aber auch dazu. Und ja, diese Dinge können auch ganz schön auf die mentale Verfassung schlagen. Aber es gibt ja Dinge, die helfen. Zum Beispiel Slipeinlagen, die auch einfach zur täglichen Routine werden können.

Spaß beiseite. Slipeinlagen täglich in der Schwangerschaft zu nutzen ist überhaupt nichts Ungewöhnliches. Viele Frauen haben während der Schwangerschaft vermehrten Ausfluss. Ist völlig normal. Dies kommt durch Steigerung der weiblichen Geschlechtshormone Östrogen und Progesteron sowie einer erhöhten Durchblutung in der Genitalgegend.

Die Always Fresh Protect Slipeinlagen gibt es mit und ohne Duft. Es sind Slipeinlagen (keine Binden), also ultradünn. Ihr spürt sie nicht, was ihr aber spürt, ist, dass ihr euch frischer fühlt. Denn ganz ehrlich: zu dicken Füßen, Sodbrennen noch ein feuchtes Höschen geht gar nicht.

Die always Fresh Protect Slipeinlagen neutralisieren 100% der Gerüche und decken diese nicht nur ab. Sie sind atmungsaktiv und so flexibel, dass man sie kaum spürt. Mehr Infos findet ihr auch auf der always Website.

Was hattet ihr für Schwangerschaftsveränderungen? Was hilft? Ich habe ja übrigens nie ein wirklich gutes Mittel gegen das Sodbrennen gefunden…


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1 Gedanke zu “Sorgen und Ängste – Mentale Veränderungen in der Schwangerschaft”

  1. Die zweite Schwangerschaft innerhalb der ersten Elternzeit war für uns eine Überraschung, so gar nicht geplant. Und es fing direkt mit Sorgen an, hatte ich doch in der Frühschwangerschaft ( trotz Schwangerschaftstest und Bluttest keine nachgewiesene Schwangerschaft) eine Szintigraphie mit radioaktivem Mittel (Schilddrüse)sowie ein Röntgen (hatte einen geklemmten Ischias) . Es folgten Termine mit Pränataldiagnostikern, Humangenetikern. Die Schwangerschaft verlief ohne jegliche Komplikationen, viel Stress, beginnender Hausbau, beengte Wohnverhältnisse.
    Nach der Geburt war die Zeit mehr als hart, Starb meine Mutter einen Monat nach der Geburt. Ich hatte eine heftige und langwierige Depression, welche auch unseren großen Sohn gestreift hat (die Trauer um den Verlust meiner Mutter hatte er mitbekommen und daher leichte Entwicklungsverzögerungen).Aber eine Mutter-Kind-Kur hat mir geholfen das ganze aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Es muss nicht immer alles perfekt sein – wenn es sich gut anfühlt ist es auch gut. Und niemand – wirklich niemand hat das Recht einem da was anderes einzureden.

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