Achtung, im Bad sind wir nackt, denn wir baden und duschen selten in Badesachen. Außer natürlich für die Fotos. Und wenn hier jetzt der Papa in der Mitte sitzen würde? Wie würde das wirken?

Passt bitte auf, keine Schnappatmung kriegen, aber hier sitzen wirklich alle miteinander in der Wanne – selbst Papa mit den kleinen Kindern. Wir finden das völlig natürlich.

Vor ein paar Jahren wahrscheinlich noch ganz normal. Heute dürfen Kinder selbst im Freibad kaum noch nackt herumlaufen. Maximal Babys tragen keine Badesachen. Für Mädchen, seien sie auch noch so klein, gibt es bereits Bikinis. Für was das Bikinioberteil auch immer sein soll.

Auf der einen Seite haben wir in einer Zeit, in der jeder mal schnell mit dem Handy ein Bild unserer Kinder machen und ins Netz stellen kann, Angst davor, dass die naive Nacktheit unserer Kinder missbraucht wird. Vielleicht in vielen Teilen auch verständlich. Wir lassen unsere Kinder (3 und 5 Jahre alt) oft nackt am Strand spielen. In Asien ist es nicht unüblich, dass Fremde Handyfotos von Kindern machen. Als sie das aber auch unverfroren machten, als unsere Kinder nackt spielten, wurde ich sauer, habe schnell klargemacht, dass das nicht geht. Aber auch ängstlich. Sind die Bilder wirklich gelöscht? Ich kann also Bedenken von Eltern verstehen, die ihre Kinder ungern im öffentlichen Raum nackt spielen lassen.

Aber wie ist das Zuhause? Dürfen Väter mit den Kindern in die Badewanne? Ist es normal, wenn sich morgens alle gemeinsam im Badezimmer anziehen? Dass mein Sohn fast jeden Morgen mit mir duscht? Übernehmen wir in unser persönliches Umfeld Bedenken, die uns durch die Gesellschaft suggeriert werden?

Für uns in der Familie ist Nacktheit normal. „Noch“ müsste ich wahrscheinlich sagen, denn auch bei meinen Kindern wird irgendwann das Schamgefühl einsetzen. Das gehört zur Entwicklung dazu. Bis dahin wollen wir Eltern, dass unsere Kinder sich wohl und sicher mit ihrem Körper fühlen. Als Babys waren unsere beiden Kinder sehr viel nackt. Wir haben einfach eine saugfähige Unterlage druntergelegt und wenn es zu kalt war, einen Heizstrahler daneben gestellt. Mir ging es vor allen Dingen darum, dass sie ihren Körper richtig wahrnehmen können. Das war ja nun auch alles neu für sie.

Wir legen viel Wert auf die klare Bezeichnung von Geschlechtsteilen – ohne Verniedlichung. Jungs haben einen Penis, Mädchen ein Scheide. Genauso wichtig ist für uns das Beantworten von Fragen. Ja, es gibt auch im Kindesalter klare, objektive Geschlechtsunterschiede und die dürfen unsere Kinder an sich auch kennenlernen. Eine Genderidentität ist aber in den ersten 7 (-11) Jahren weder in der Physiologie noch in der Konstitution der Kinder begründet.

Das will die Gesellschaft uns und unseren Kindern, oder soll ich besser sagen die Industrie, uns aber lehren. Überspitzt könnte man sagen, die Nacktheit wird an den Rand gedrängt und macht Platz für Ritter und Prinzessinnen. Für Jungs- und Mädchenfarben. Woran erkennst du, dass du ein Mädchen bist? Du trägst einen pinken Bikini und benutzt das stark nach Himbeerbrause duftende Prinzessinnenshampoo.

Auch in der Medizin (anthroposophisch wie schulmedizinisch) gibt es keine Gründe, die Kinder in diesem Alter nach ihren Geschlechtern zu unterteilen. Auch die Kinder selber unterscheiden in ihrem Spiel und ihrem Tun nicht nach Geschlechtern. Sie übernehmen Rollen, haben Vorliebe für Spiele und Spielzeuge. Dennoch sind diese in einer freiheitlichen Erziehung nicht auf ein Geschlecht fixiert. Bei uns darf unsere Tochter wild mit Jungs Fußball spielen, genauso wie unser Sohn gerne zum Ballett geht. Die aktuelle Lieblingsfarbe unserer Tochter ist gelb (davor hellblau), die unseres Sohnes pink.

Wir versuchen unseren Kindern ein Selbstverständnis für ihren Körper mitzugeben. Ein „sich in seiner Haut wohlfühlen“. In unserem Badezimmer ist Platz für Nacktheit, aber kein Platz für Bikinis und Prinzessinnen. Sich wohl in seinem Körper zu fühlen, hat auch damit zu tun diesen zu kennen und sich um ihn zu kümmern. Ganz weit vorne ist da gerade unser dreijähriger Sohn. War er früher eher noch der, der sich die Haare nicht auswaschen lassen wollte, duscht er nun regelmäßig morgens. Entweder mit uns, oder aber, wenn wir schon fertig sind, geht er einfach alleine drunter. Und dann schäumt er sich mit „seinem Duschgel“ (O-Ton) in aller Ruhe ein.

„Unser Duschgel“ benutzen wir schon seit einiger Zeit. Es sind die Kinderduschen von Weleda. Schaut mal hier, da hatte ich schon mal etwas zu geschrieben. Was ich neben den Inhaltsstoffen des Shower&Shampoo besonders toll finde, ist die genderneutrale Verpackung. Als Grund dafür sagt Weleda: „Eine Verstärkung der Gendertrennung und die Förderung von Gender-Stereotypen aus kommerziellen Gründen, ohne realen Nutzen für die Anwender sind insbesondere bei Kindern fragwürdig und entsprechen nicht den Weleda-Werten.“

Das finde ich spitze und das hat Rückgrat – denn neben den Prinzessinnen und Piraten im Regal zu stehen ist oft bestimmt auch nicht ganz einfach.

Die Weleda KIDS 2in1 Shower & Shampoo duften himmlisch, fühlen sich total gut an und sind sehr ergiebig. Unsere bisherige Lieblingssorte ist Orange. Es soll mit Fröhlichkeit umhüllen, sorgt für Leichtigkeit und Freude. Es gibt noch die Sorten Spritzige Limette, die Abenteuerlust weckt und positive Energie verbreitet und jetzt neu: die frische Minze, sie fördert innere Ruhe, vermittelt Kraft und sammelt die Sinne.

Besonders wichtig finde ich, dass das Produkt frei von synthetischen Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen und keine Rohstoffen tierischen Ursprungs enthält. Es ist auf Mineralölbasis und die Duftstoffe sind aus 100 % natürlichen ätherischen Ölen. Es ist ein nachhaltiges, hochwertiges Produkt und kindgerecht,  ohne „nur für Mädchen“ oder „nur für Jungs“ zu sein. Das wünsche ich mir als Mama, gerade als Mama von Tochter und Sohn.