„Geh mal ein bisschen spazieren, das macht den Kopf frei“. Das habe ich mir neulich gedacht und „frische Luft macht bessere Gedanken“, das muss ich mir wohl noch häufiger sagen. Denn ehrlich: Ich ärgere mich! Ja, ich ärgere mich oft und häufiger. Warum? Schuld ist mein Social Media Stream. Der besteht zum Großteil aus Mamas, schon von Berufs wegen. Angefangen hat das alles in einer Zeit der sozialen Abstinenz. Nämlich der Zeit mit kleinem Baby. Wie wohl bei vielen Mamas, ist die Verbindung zur Außenwelt das Handy. Ist ja eigentlich auch gut so. Keine Mama soll sich mit Baby allein fühlen und im Netz findet man Austausch, Rat, Gleichgesinnte. Hört sich doch eigentlich toll an, oder?

Hörte sich toll an, trifft es wohl eher. Denn was als Schmuserunde begann – im besonderen auf Plattformen wie Instagram, das hat doch sehr seinen Ton verändert. Und dazu braucht es längst nicht mehr Themen, die schon immer die Nationen spalten, wie Stillen versus Flasche. Nein. Neulich schrieb ich davon, dass die Kinder mal wieder nicht schlafen. Ja, ich weiß, dass ist bei uns einen Never Ending Story. Aber glaubt mir mal: Uns Eltern trifft das am meisten. Und wenn man sein Kind so im Dunklen in den Schlaf begleitet, oft stundenlang daneben liegt, dann ist die Verbindung zur Außenwelt das Telefon und in eben dieses habe ich geschrieben, dass ich mal wieder im Zubettgeh-Wahnsinn stecke. Nicht gerechnet hatte ich mit einer Stimme, die sagte: „also so langsam geht mir dein/euer Gejammere echt auf die Nerven.“

Ok, ich gebe ehrlich zu, das hat mich getroffen. Einfach weil ich das WIE so hart finde. In diesem Mama-Orbit da draußen gibt es soooo viele unterschiedliche Meinungen. Und das ist doch auch gut so: Jede Mama ist unterschiedlich, jedes Kind sowieso. Aber manchmal braucht es ja nur ein Ohr, keinen Ratschlag. Und wenn ich meinen Stream so anschaue, dann geht es oft gar nicht mehr um dieses „bei sich selbst bleiben“ Dann geht es um andere. Mom-Bashing nennt man das.

Längst ist das kein Geheimnis mehr. Auch Firmen, deren Zielgruppe Eltern oder im besonderen Mütter sind, haben längst gesehen, dass Mamas oft weit weg vom Schmusekurs sind. Mom-Bashing ist viel häufiger im virtuellen, denn im realen Leben zu finden. BabyBjörn hat mit seiner neuen Kampagne LOVE MANIFESTO meiner Meinung nach den Nagel auf den Kopf getroffen:

A Love Manifesto
VERTRAUE AUF DICH / Hör auf die Menschen, die du magst und denen du vertraust, und nicht auf die, die sich besonders laut äußern. Denke an all die guten Dinge, die du heute schon gemacht hast.
MACH DEINE EIGENEN REGELN / Was für andere das Beste ist, muss nicht auch auf dich zutreffen. Elternschaft ist kein Wettbewerb.
ERFINDE DEINE ELTERNROLLE SELBST / Deine Gedanken und Zweifel werden dir dabei helfen, genau die engagierte Mutter zu sein, die du sein möchtest. Lass dich von deiner Liebe leiten.

Du machst es gut!

Und ich glaube von Vorverurteilungen kann der Tragebereich dieser Firma ein Liedchen singen. Im übrigen trage ich die neue Babytrage One. Warum? Weil das gut geht. Der Tragekomfort ist hoch. Für mich, da ich den Eindruck habe, dass sich das Gewicht meines Sohnes gut verteilt. Für meinen Sohn, da er auf Grund des jetzt breiteren Stegs auch als Kleinkind gut darin sitzt. Also ist die neue BabyBjörn DIE Trage? Nein – das muss jeder für sich entscheiden. Denn Tragekomfort für Mama, Papa, Opa, Tante ist individuell. Auch dein Baby und Kleinkind wird dir anzeigen, wo und wie es sich wohlfühlt. Also einfach ausprobieren und dann vor allem eins: Auf sich selbst hören.

Mir hat der Spaziergang übrigens gut getan. Ja, ich kann mich über manche Kommentare im Netz und im wahren Leben ärgern. Aber am Ende des Tages ist es doch auch bums, was andere sagen. Also versuche ich mich nicht zu ärgern und vor allem meinem Ärger nicht Platz zu machen, indem ich selber auf diesen Zug aufspringe. Lieber den Kopf frei kriegen und bei sich bleiben.