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Mädchenmama – ich möchte, dass du mit mir über alles sprechen kannst

Als wir bei unserem ersten Kind erfahren haben, dass es ein Mädchen wird, hat sich mein Mann total gefreut. Er hatte es zwar vorher nicht gesagt (wäre ja auch irgendwie blöd gewesen), aber er hat sich ein Mädchen sehr gewünscht. So hat er bei dem Ultraschall richtig die Arme hochgerissen, als wir vom Geschlecht erfahren haben.

Ich weiß noch, dass ich danach zu meinen Freundinnen zum Mädelsabend gefahren bin und ihnen gebeichtet habe, dass ich mich bedingt freue. Einfach, weil ich auch Angst habe. Einem Mädchen, dem kann einfach auch einen Menge Mist passieren (Jungs auch, aber eben anderer). Dass ich mich unsicher fühle, ob ich das alles gut mache als Mädchenmama. Denn Mama von einem Mädchen zu sein, das hat nochmal eine ganz besondere Verantwortung. Als Mädchenmama teilt man noch einmal andere Dinge mit dem eigenen Kind. Man ist sich ähnlicher. Irgendwann sind wir beide Frauen. Dann beschäftigen meine Tochter Dinge, die auch mich sehr beschäftigt haben. Als Frau, als Mama.

Ja, als Mädchenmama hat man auch Ängste. Ganz andere Ängste als mit einem Jungen. Ich glaube, ich darf das sagen, ich bin nämlich auch Jungsmama. Bei beiden Kindern wünsche ich mir natürlich, dass wir auch in der Pubertät ein gutes, offenes Verhältnis miteinander haben werden. Bei meiner Tochter wünsche ich mir das aber in einem besonderen Maße. Ich wünsche mir, dass wir über alle Veränderungen von ihr und ihrem Körper offen sprechen können. Das sie stolz darauf ist, ein Mädchen zu sein und eine Frau zu werden. Das besondere Geschenk sieht, dass uns Frauen zuteil wird. Das Geschenk, dass wir ein Kind in uns tragen können und all das, was dazu gehört.

Ob ich das selbst so erfahren habe? Nein. Obgleich ich vier Schwestern habe, bin ich in einem Umfeld aufgewachsen, wo sexuelle Aufklärung und das Wissen um den eigenen weiblichen Körper keinen Platz hatten. Es gab keine Gespräche zu Themen wie Menstruation, Monatshygiene, Geschlechtsverkehr oder Verhütung. Zwar hat mich meine Mutter zu meinem ersten Frauenarzttermin begleitet, aber auch der war meinem Unwissen geschuldet. Und zwar war ich mir nicht sicher, ob man von Petting schwanger werden konnte. Auch Dr. Sommer aus der Bravo, meine persönliche Aufklärung, war da nicht so klar, wie ich es mir gewünscht hätte.

Ob ich das meiner Mutter vorwerfe? Nein. Oder vielleicht ein bisschen. Ich glaube, sie konnte nicht anders, weil sie einfach ganz anders großgezogen wurde. So nach dem Motto: „Über manche Dinge spricht man nicht.“ Ich hätte mir gewünscht, dass sie für uns Mädels über diesen Schatten springt. Dass sie es als wichtig empfindet, selbst Diejenige zu sein, die erklärt und der man Fragen stellen kann.

Auch wenn ich eben genauso großgezogen wurde („über mache Dinge spricht man nicht“), lebe ich mein Leben anders. Ja, auch ich muss mich in manchen Situationen daran erinnern, wie wichtig es ist, seinen Körper kennenzulernen. Wenn meine Kinder (3 und 6 Jahre) also ihr Geschlecht erkunden möchten, versuche ich sie eher dazu zu ermutigen. Ihnen zu sagen, dass ich das wichtig finde, sie das aber ganz in Ruhe zu Hause machen können. Dass sie gerne genau hinschauen und anfassen sollen. Dass ihr Geschlecht zu ihnen gehört und genauso schön ist, wie der Rest des Körpers.

Ich wünsche mir, dass dieses Vertrauen bleibt. Dieses Vertrauen, mit mir über alles reden zu können. Dieses Vertrauen, dass das zuhause ein geschützter Raum ist. Ein Raum, wo man alles sagen darf, wo man alles fragen darf. Wir verstecken hier nichts. Meine Monatshygiene steht genauso im Bad wie alles andere. Ich hoffe darüber einmal ganz normal mit meiner Tochter sprechen zu können. Dann bleiben manche Mythen für sie nämlich genau das: Mythen. Weil sie aufgeklärt ist.

Ich war es nicht. Bin es wohl auch noch nicht ganz, denn ich habe zum Beispiel wirklich gedacht, man kann während der Periode nicht schwanger werden. An was habt ihr geglaubt? Oder wurdet ihr gut zuhause aufgeklärt? Was wünscht ihr euch für euer Mutter/Tochter Verhältnis?

Mythos Nr. 1: Man kann während der Periode nicht schwanger werden.
Es ist zwar relativ unwahrscheinlich, allerdings besteht durchaus eine Chance. Der Eisprung kann, genauso wie der Menstruationszyklus auch, unvorhersehbar sein.

Mythos Nr. 2: Während der Periode sollte man keinen Sport treiben.
Wenn man Lust auf Sport hat, dann nur zu. Sport beugt PMS (Prämenstruelles Syndrom) und Krämpfen vor, da die Muskeln besser mit Sauerstoff versorgt werden.

Mythos Nr. 3: Bei der ersten Periode sollte man einen Arzt aufsuchen.
Außer bei Problemen, wie starken Schmerzen oder Blutungen, muss man mit seiner Tochter nicht unbedingt zum Frauenarzt gehen, wenn sie ihre erste Periode hatte. Spätestens mit 18 oder bei der Aufnahme sexueller Tätigkeiten sollten junge Mädchen aber einen Frauenarzt aufsuchen.

Mythos Nr. 4: Die Periode sollte genau eine Woche dauern.
Jeder Zyklus ist individuell verschieden. Ein Zyklus, der zwischen drei bis sieben Tagen dauert,
ist völlig normal.

Mythos Nr. 5: Wenn man mit seiner Tochter vor der ersten Periode über die Menstruation spricht, wird sie nur unnötig verängstigt.
Es ist immer empfehlenswert, gegenüber seiner Tochter offen und ehrlich zu sein. Mütter sollten das Gespräch zu ihr suchen und in Ruhe mit ihr über die auftretenden Veränderungen während der Pubertät reden. So lässt sich vermeiden, dass sich junge Mädchen vor der ersten Blutung fürchten.

Mythos Nr. 6: Töchter sprechen bei ihrer ersten Periode immer mit ihrer Mutter
Das kann sein, muss aber nicht. Manche Mädchen trauen sich nicht, mit ihrer Mutter darüber zu sprechen. Mütter sollten ihrer Tochter immer zu verstehen geben, dass sie mit ihr auch über intime Angelegenheiten sprechen können.

Die Pubertät gilt für junge Mädchen als Zeit der größten körperlichen und auch emotionalen
Veränderungen. Als Mama möchte ich meine Tochter begleiten selbstbewusst mit allen Veränderungen umzugehen. Natürlich gehört die Periode auch dazu.

Binden sind da genau richtig, aber die Richtige zu finden anfangs nicht so einfach. Denn es gibt da eine Menge Größen und Formen. Abhängig von der Stärke der Periode und der Figur, die perfekt passende Binde gefunden werden kann.

Die always Ultra Binde ist das perfekte Produkt für junge Mädchen, die gerade in der Pubertät sind. Mit dem MyFit Größensystem kann die richtige Binde ganz einfach ermittelt werden. Ich bin ehrlich: sowas hätte ich mir auch gewünscht. Ich bin nämlich ziemlich unwissend und unbegleitet in diesen Lebensabschnitt hinein gestolpert.

Also noch ein paar Infos zu den Binden. Mehr findet ihr aber auf der always Homepage, aber was ich neben den Produktinfos noch viel wichtiger finde: es gibt den Bereich Tipps und Beratung für Frauen und darunter auch den Teil Mütter und Töchter. Schaut da unbedingt mal rein.

• sehr dünne Binde (3mm), mit oder ohne Flügel
• Oberfläche besteht aus tausenden von trichterförmigen Poren, die Flüssigkeit schnell ins
Innere der Binde leiten
• saugfähiger Kern, der aus tausenden Gelkügelchen besteht, nimmt Flüssigkeit auf und
verwandelt sie in Gel, sodass nichts ausläuft
• einzigartige, doppelt geschwungene Flügel, damit an den Seiten nichts ausläuft und die an Ort
und Stelle bleibt (100% Auslaufschutz)


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1 Gedanke zu “Mädchenmama – ich möchte, dass du mit mir über alles sprechen kannst”

  1. Liebe Sarah,
    ich finde es ist wirklich ein super wichtiges Thema.
    Gerade junge Mädchen bekommen dabei auch heute noch nicht genügend Support.
    Meine jüngere Schwester schämte sich so stark für Ihre Periode und Ihr „Auslaufen“ bis klar wurde sie hatte einfach von Muttern viel zu schwache und kleine Binden angeboten bekommen. Getreu dem Motto, die genügen schon.
    Ich habe Sie beherzt in die Drogerie geschleppt, von den eigenen Erfahrungen berichtet und Ihr erklärt, dass es eine Lösung gibt. Sie hat dann eine Vielzahl von verschiedenen Binden mitgenommen.
    Ein paar Wochen später fragte ich nach, sie hätte keine Schwierigkeiten mehr, heute bekommt sie von mir gerne mal als kleines Mitbringsel einen Vorrat Ihrer Lieblingsbinden.
    Toller Beitrag!

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