Anzeige

Leben wir Mütter wirklich ein positives Körpergefühl vor? Über eine tolle Initiative

Eigentlich, ja eigentlich sollte hier etwas ganz anderes stehen. Nämlich, dass ich alles dafür tue, dass meine Tochter sich und ihren Körper positiv wahrnimmt. Dass sie sich selbst schön findet. Von innen und von außen. Nur, ich bin auch ehrlich zu mir. Gehen wir Mütter wirklich mit gutem Beispiel voran? Ist Body Shaming nicht nach wie vor da? Auch unter uns gestandenen Frauen, die vielleicht mittlerweile ein, zwei, drei oder mehr Kinder bekommen haben? Sind wir unserem Körper wirklich so dankbar, wie wir nicht müde werden in allen sozialen Netzwerken zu schreiben? Wir schreiben es, aber trotzdem haben Foto- und Beautyfilter Hochkonjunktur und da nehme ich mich selbst gar nicht aus. Dieses „schöner Machen“ ist ja längst nicht mehr Model & Beauty Magazinen überlassen. Jeder nutzt den richtigen Filter. Würde sich wahrscheinlich wünschen, dass es diesen auch im wahren Leben gäbe. Am liebsten schlanker, mit glatter Haut, nicht alternd.

Nein, ich nehme mich da nicht aus. Noch vor kurzen war manchen Leuten im Netz mein Bauch zu dick. Babybauch war die Vermutung, aber da kein Baby drin war, bleibt: zu dick. Ja, ich bin insgesamt sogar zufrieden mit mir. Finde mich nach wie vor attraktiv. Ok, trage mittlerweile lieber Badeanzug als Bikini und lieber Kleider als enge Jeans. Aber ok. Manchmal laufe ich sogar ungeschminkt rum. Manchmal. Bin ich meiner Tochter ein gutes Vorbild? Ich glaube nein.

Aber weiß ich es nicht eigentlich besser? Wer erinnert sich daran, als Dove 2004 zum ersten Mal mit „echten Frauen“, also keinen Models gearbeitet hat. Eine „Kampagne für wahre Schönheit“. Ich weiß es noch, dass überall die Plakate zu sehen waren und ich dachte WOW! Grund dafür war übrigens eine internationale Studie aus dem Jahr 2004, bei der rausgekommen war: „Nur 2% aller Frauen weltweit finden sich schön.“*

Seitdem setzte sich die Pflegemarke Dove für einen Schönheitsbegriff abseits von Kleidergröße, Hautfarbe und anderen Äußerlichkeiten ein. Es gab bereits tolle und sehr beeindruckende Kampagnen. Eine, die sehr, sehr erfolgreich gelaufen ist, ist diese:

Ich bin ehrlich, mir rollt hier ein Tränchen. Nicht nur für mich selbst, auch für meine Tochter. Denn auch wenn „Body Positivity“ mittlerweile in aller Munde ist, aus der Dove Studie „Impact of Beauty Stereotypes“ ** aus 2019 geht folgendes hervor:

  • 70 % der befragten Frauen fühlen sich von Medien und Werbung nicht repräsentiert.
  • 67 % finden zudem, dass Marken anfangen sollten, Verantwortung zu übernehmen für das Bildmaterial, das sie nutzen.
  • 66 % der Frauen haben das Gefühl, dass nur ausgewählte Körperformen und -größen in Bildern dargestellt werden. 64 % der Frauen stellen fest, dass Auffälligkeiten am Körper, wie Narben, Sommersprossen und bestimmte Hautbeschaffenheiten, nicht abgebildet werden.
  • Sieben von zehn Frauen fühlen sich unter Druck gesetzt, sich ein Beispiel an dem gelebten Leitbild von Schönheit zu nehmen und danach zu streben.

Vielleicht gerade weil ich für mich als Mama noch zu wenig leiste, was das Selbstwertgefühl als Frau angeht, freue ich mich über Initiativen wie das „Dove Projekt für mehr Selbstwertgefühl“. Vor 15 Jahren rief Dove ein langfristig angelegtes Projekt mit einem ehrgeizigen Ziel ins Leben. Das Unternehmen möchte bis 2020 weltweit 40 Millionen Kinder und Jugendliche erreichen und ihnen dabei helfen, mit einem starken Selbstwertgefühl aufzuwachsen und dadurch ihr volles Potenzial zu entfalten.

Dafür stellt die Marke Workshopmaterialien und Infos für LehrerInnen, Eltern und MentorInnen zur Verfügung. Wie realistisch sind Bilder in (sozialen) Medien? Wie sehr beeinflussen uns Ideale und Stereotype? Wie geht man mit Schönheitsdruck und Mobbing um? – Diese und weitere Fragen thematisieren die Materialien, die Expertinnen und Experten aus den Bereichen Psychologie, Gesundheit und Körperbild speziell für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen entwickelt haben. Bis heute hat die Marke mit dem Workshopprogramm weltweit mehr als über 36 Millionen Kinder und Jugendliche erreicht – immerhin 2,3 Millionen davon in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Als ich die Materialien gelesen habe, habe ich gesehen, dass wir das ein oder andere doch schon ganz richtig machen. Nicht, dass sich unsere Tochter nicht schon immer total gerne bewegt hätte, aber mit dem Schwimmvirus habe ich sie wohl infiziert. Mit dem Reiten zusammen ist das ihr wöchentlicher Sport. Beides machen wir übrigens zusammen. Also wir haben zeitgleich Reitstunde und wenn sie Schwimmtraining hat, versuche ich Bahnen zu ziehen. Und ich bin auch davon überzeugt, das sich sportliche Aktivitäten nicht nur auf den Körper positiv aus wirken. Laut dem britischen Gesundheitsdienst NHS wirkt sich sportliche Betätigung in vielerlei Hinsicht positiv aus.
So steigert sie etwa das Selbstwertgefühl und verbessert die Stimmung, die Schlafqualität und das Energieniveau. Auch das Risiko von Stress wird vermindert. Klar, wer kennt das nicht von sich selbst, dass man sich nach dem Sport besser fühlt und zufriedener mit seinem Körper ist.

Ich freue mich sehr, euch heute am 11. Oktober, dem Internationalen Mädchentag, auf das „Dove Projekt für mehr Selbstwertgefühl“ aufmerksam zu machen. Mit einer Sonderedition unter dem Motto „Stärke Selbstvertrauen“ weist Dove auf das Projekt hin und fordert dazu auf, selbst aktiv zu werden, um schon jungen Menschen ein starkes Selbstwertgefühl zu vermitteln. Die Produkte der Sonderedition sind ab Anfang Oktober im Handel sowie online erhältlich.

*Quelle: Studie „The Real Truth About Beauty“ 2004: Umfrage unter 3.200 Frauen zwischen 18 und 64 Jahren in zehn Ländern (USA, Kanada, Großbritannien, Italien, Frankreich, Portugal, Niederlande, Brasilien, Argentinien und Japan).

** Quelle: Studie „Dove Impact of Beauty Stereotypes Quant Study 2019“: 9.027 Frauen im Alter von 18 bis 64 Jahren in elf Ländern (USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Südafrika, Brasilien, Argentinien, China, Japan, Indien und Russland).


* Mit Sternchen gekennzeichnete Links sind Affiliate/Provisions-Links (zB für Amazon): Falls ihr über diesen Link etwas kauft, bekomme ich eine Provision. Für euch ist der Preis natürlich gleich!

2 Gedanken zu „Leben wir Mütter wirklich ein positives Körpergefühl vor? Über eine tolle Initiative“

  1. Liebe Sarah, dein Post ist super und trifft mich mitten ins Herz. Für mich selbst kann ich sagen: Model werd ich nicht mehr, aber ich hatte noch nie so ein gutes körpergefühl wie jetzt nach dem dritten Kind. Ich bin mit meinem Körper im reinen. Ich gebe dir völlig recht, wir müssen unserer Vorbildrolle Mehr Beachtung geben. Aber nicht nur für due Mädchen, sondern auch für die jungs. Sie machen die anderen 50% der künftigen Erwachsenen aus. Auch sie leiden unter Body shaming, wenn sie keine athletischen Körper haben. Auch sie empfinden Druck, optisch nicht genug zu sein. Und sie werden die Partner der heutigen Mädchen sein, die bestimmte Erwartungen haben – oder eben nicht. Danke fürs zum-Thema-machen! Alex

  2. Liebe Sarah, bei dem Beitrag habe ich ein paar Tränchen verdrücken müssen. Ich als Oma von zwei vier Enkelkindern, davon 3 Mädchen möchte ich eine gewisse Vorbildperson sein und den Mädchen zeigen, dass wir uns akzeptieren, so wie wir sind.
    Danke für diesen Beitrag und den Anstoß nochmals darüber nachzudenken….
    Lg Yvonne

Schreibe einen Kommentar