Familienurlaub mit dem Auto – 10 Tipps für eine gute Fahrt mit Kindern

Joah, ich bin ein bissel aufgeregt. Wir fahren zum ersten Mal in den Sommerferien eine weite Strecke mit dem Auto in den Urlaub. Viele bekommen große Augen, wenn ich das sage, schließlich sind wir Fernreiseprofis. Die Kinder waren schon häufig über 24 Stunden für eine Reise unterwegs. In drei Flugzeugen, durch verschiedene Zeit- und in andere Klimazonen. War bislang alles kein Problem. Auch unser Roadtrip in Namibia, in einem Jeep mit zwei Dachzelten oben drauf, bei schlechtesten Straßenverhältnissen, konnte die Kids nicht schocken. Also: Ich glaube, die machen das gut. Ich mache mir mehr Gedanken um mich: Ich bin gar kein Freund von langen Autofahrten…. UND ich hasse den Job des Co-Piloten. Butler auf dem Beifahrersitz ist einfach kacke. Außerdem wird mir leicht schlecht beim Autofahren. Also, falls einer Tipps für mich hat, ich wäre ihm dankbar. Dafür habe ich 10 Tipps für eine entspannte Fahrt mit euren Kids!

1. Wann gehts los?

Meiner Meinung nach ist der ideale Abfahrtszeitpunkt fast das wichtigste. Wir sind bislang die längsten Strecken in den Skiurlaub mit den Kindern gefahren. Auch schon mit Baby und das auch noch von Hamburg aus. Es gibt für uns zwei Ideal-Szenarien: Am Spätnachmittag/frühen Abend losfahren, ordentlich Strecke machen. Dann zum späten Abendessen und nochmal ordentlich austoben rausfahren. Danach sind unsere Kids eigentlich immer weggepennt und erst am Hotel mitten in der Nacht aufgewacht, oder wurden sogar einfach schlafend ins Bett getragen. Wir Eltern haben auch noch Schlaf gekriegt und konnten so am nächsten Tag direkt auf die Piste.

Da wir diesmal ein AirBnB gebucht haben, ist das mit dem Einchecken des Nachts nicht möglich, es geht erst am frühen Nachmittag. Also fahren wir die andere Strategie und fahren nachts los. Sprich, wir gehen mit den Kids ins Bett und starten so um 3 Uhr morgens. Da sollten die Kids auf jeden Fall die ersten paar Stunden im Auto noch schlafen.

2. Sonnenschutz

Braucht ihr hinten umbedingt im Sommer. So einfache, selbstklebende Dinger für die Autofenster gibt es einfach im Netz – auch ohne Motive ;-) Wir haben Glück und abgedunkelte Scheiben. Mit Sonnenschutz schläft es sich vielleicht auch nochmal über Tag.

3. Schlaf

Wenn die Kinder viel Zeit auf der Fahrt verschlafen, ist das natürlich das Beste. Wir haben die super schmusigen Nackenkissen von JAKO–O und dazu packe ich immer noch eine Decke ein – einfach, damit es so gemütlich ist wie möglich.

4. Proviant

Leichtes Essen wie Gemüsesticks und Obstschnitze in eine Dose, an die sie selbst drankommen (natürlich nur ab einem Alter, wo nicht direkt alles im Fußraum liegt). Dazu eine Trinkflasche mit stillem Wasser. Dazu dürfen es auch ein paar Süßigkeiten sein. Natürlich in Maßen, aber wem erzähle ich das? Wir werden für die lange Fahrt auch eine Kühltasche mitnehmen. Eine, die sich nachher einfach zusammenfalten lässt und so nicht unnötig Platz weg nimmt. Wer mag, kann sie auch in zwei Fächer aufteilen.

5. Spiele

Natürlich den „Ich sehe was, was du nicht siehst“-Klassiker. Wir spielen auch noch sehr gerne „Tiere raten“. Sprich, man beginnt mit dem Kontinent, dann: lebt im Wasser oder an Land usw. Bei uns SEHR beliebt. Dazu bekommen unsere Kinder Magnet-Reisespiele. Wir sind extrem begeistert und haben sie schon ausprobiert. Es sollte für jeden Geschmack etwas dabei sein. Über Spiele, die sie für sich allein machen können, wie Anziehpuppe Lilli oder Rechnen bis zu einfachen Gesellschaftsspiele wie Mau, Mau. Da alles magnetisch ist, funktioniert das echt gut.

6. Platz sinnvoll nutzen

Was wir eigentlich immer schon haben wollten, sind diese Taschen fürs Auto. Und kurz: Die sind super!!! Die Kinder sind begeistert und ich auch. Ganz nebenbei wird übrigens der Sitz auch nicht mehr dreckig. CJs erste Aussage war auch, dass er ja nun nicht mehr gegen den Sitz treten könnte :-) Untergebracht sind Spiele, Proviant, Malsachen usw. Als wir am vergangen Wochenende so eine Tour ins Ruhrgebiet unternommen haben, sagte CJ ganz selig hinten: „Mama, es ist ja jetzt hier wie in einem Haus.“

Wenn man mit dem Auto unterwegs ist, ist der Platz natürlich auch irgendwann beschränkt. Um nicht tausend Taschen einzupacken, haben die Kinder diesmal richtige Koffer. Also solche, wo auch ihre Klamotten usw. rein sollen. Wir sind extrem begeistert von den JAKO-O Trolley-Koffern, die haben eine tolle Aufteilung, ein integriertes Packsystem (in Fächern übereinander, wie im Schrank), Rausfallschutz, sind extrem geräumig und dazu noch so überlegte Dinge wie eine Kulturtasche zum Rausnehmen (mit Klett). Das ist wirklich der beste Kinderkoffer, den wir bisher hatten.

7. Malen & Stickern

Dinge, die unsere Kindern bisher im Flugzeug immer sehr sehr gerne gemacht haben. Im Auto haben wir darauf bisher aus Ermanglung eines Tischchens verzichtet. Diese Knietabletts kannte ich vorher gar nicht. Die haben nicht unwesentlich auch zu CJs „Feels like home“-Stimmung beigetragen. Denn statt nach einem Film oder so zu fragen, hat der schön hinten gemalt.

8. Pausen und Zwischenstopps

Klar, sollte man ausreichend einplanen. Es empfiehlt sich vorher einmal zu schauen, wo auf der Strecke Rastplätze mit richtigen Kinderspielplätzen sind und für die Stopps auch ordentlich Zeit einzuplanen. Der ADAC empfiehlt nicht längere Strecken als 500 Kilometer mit Kindern zu fahren. Wenn ein Teil in der Nacht ist, sind wir da aber entspannter. Da wir auf dem Rückweg allerdings um 10 Uhr aus dem Ferienhaus raus müssen, werden wir hier wohl auf halber Strecke einen Zwischenstopp über Nacht einplanen. Denn da bin ich dann mit dem ADAC einer Meinung: Wenn die Kids wach sind, geht nicht viel mehr als 500 Kilometer.

9. Hörbücher & Filme

Wenn sonst nix mehr geht, Hörbücher und Filme auf dem Tablet gehen bei uns immer. Hörbücher am besten so lange ausreizen, bis es nicht mehr geht. Bei zwei Kindern empfiehlt sich übrigens ein Splitter/Doppelstecker* für die Kopfhörer :-) Filme dürfen die beiden auch schauen, aber wir treffen immer feste Regelungen wie „nach dem Abendessen ist Schluss“ (im Flieger) und dann schlafen sie danach auch ziemlich verlässlich ein.

10. Notfalltasche

Wenn doch mal was schief geht: Spucktüte, etwas gegen Übelkeit, Mülltüte, Taschentücher, Feuchttücher, Ersatzwindeln und ein Set Ersatzkleidung ;-)


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2 Gedanken zu „Familienurlaub mit dem Auto – 10 Tipps für eine gute Fahrt mit Kindern“

  1. Hi also usner Sohnemann ist auch einer, der gerne udn viel im Auto schläft.
    Aber sonst planen wir immer folgendes ein:
    – viele Snacks
    – Tablet mit Filmen und Spielen drauf
    – seinen Nintendo ds
    – Massen an Hörbüchern und Musik
    – Bücher
    – kleine Spiele
    Dieses Mal nach Italien waren wir wegen Stau ewig unterwegs und ich war froh, dass ich immer noch eine kleine Überraschung einpacke mit dem er dann wieder ein bisschen beschäftigt ist.
    Normalerweise wenn wir tagsüber fahren machen wir eine große Pause mi ein bisschen Bewgeung und dann dann geht es weiter.
    Nachts kann es aber sein, dass wir auch die meiste Zeit bis auf Pipi Pause durchfahren.

  2. Hallo liebe Sara, wir fahren jedes Jahr mit den Kindern nach Rumänien, von uns aus sind das locker 12 Stunden Autofahrt. Und wir fahren meisten um Mitternacht los. Aber der Tipp von dir mit dem Abends losfahren ist auch ne gute Idee. Ach und falls dir leicht schlecht wird, empfehle ich dir diese Akupressur Armbänder gegen Reiseübelkeit. Die sind wirklich sehr effektiv und haben im Gegensatz zu Medikamenten echt keine Nebenwirkungen.
    Liebe Grüße Isabella

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