Anzeige

Eine kleine Reise nach Südafrika – Mia und der weiße Löwe, ein wirklich beeindruckender Film

Es ist fast Februar und eigentlich, ja, eigentlich hatten wir überlegt jetzt im letzten Jahr vor der Schule den Kindern Südafrika zu zeigen. Wir sind selbst vor einigen Jahren für vier Wochen auf eigene Faust im Land rumgereist. Von Kapstadt über Lesotho, Swasiland, den Krüger Nationalpark bis nach Johannesburg. Obwohl – ich bin erstmal beim Krüger geblieben. An der Grenze des Nationalparks habe ich einige Monate in einer sogenannten NGO gearbeitet. Einer Non-Governmental Organisation, die sich für missbrauchte Frauen und Straßenkinder einsetzte. Ich durfte während meiner Monate in Südafrika ein wundervolles Land kennenlernen. Ich war das allererste Mal aus Europa weg und dann gleich so richtig. Quasi auf der anderen Seite der Erde. Südafrika ist ein unheimlich faszinierendes Land, im Besonderen weil es so vielseitig ist. Natürlich hatte ich bisher Elefanten, Giraffen und Löwen auch nur im Zoo gesehen. Umso faszinierter war ich, als ich die ersten Tiere in freier Wildbahn gesehen haben. Gerade um Löwen zu sehen braucht man unheimliches Glück. Das hatten wir. Obgleich, wir hatten ja auch eine gute Tarnung. Unseren Ford Fiesta in blau-grau haben wir immer liebevoll unseren Babyelefanten genannt. Ok, es gibt bestimmt von der Sicht her geeignetere Safarifahrzeuge, aber wir waren Studenten und hatten keine Kohle :-)

Was die Zeit in Südafrika mit mir gemacht hat? Vor allem hat sie eine Demut in mir ausgelöst. Ein Gefühl von „wir dürfen nichts als selbstverständlich nehmen“. Menschen leben hier ganz anders, haben teilweise ganz andere Werte. Aber auch einen anderen Zusammenhalt. Sie drücken sich sehr aus, so zum Beispiel im Tanzen. Ja, getanzt haben wir viel in meiner Zeit in Südafrika. Wichtig ist dabei „shake your booty“. Wusstet ihr, dass sich manche Frauen in Südafrika ein Handtuch um den Popo wickeln unter der Rock? Denn ein dicker Po gilt als ziemlich schick in Südafrika. Aber ich schweiße ab: Südafrika hat eine Weite, die man sich hierzulande kaum vorstellen kann. Eine Tierwelt, die so faszinierend ist, auch gefährlich, aber gleichzeitig schutzbedürftig. Ja, ihr merkt schon, ich bin ziemlich großer Südafrika-Fan.

Deshalb hat es mich auch ganz besonders gefreut, als man mich ansprach, ob ich euch nicht ein bisschen etwas über den Film „Mia und der weiße Löwe“ erzählen möchte. Ok, für jemanden, der bei Flipper in Tränen ausbricht und sich bei Lassie die Decke vor die Augen zieht, hatte ich einen ersten kleinen Träneneinschuss bereits beim Lesen der Pressemitteilung. Ich erzähle euch mal ein bisschen was vom Inhalt:

Das Leben der elfjährigen Mia (Daniah de Villiers) gerät aus den Fugen, als ihre Familie sich dazu entschließt, in Südafrika eine Löwenzuchtfarm zu übernehmen. Mia kann sich nicht eingewöhnen, zu groß ist die Sehnsucht nach ihrer Heimat London und ihren alten Freunden. Eines Tages überrascht ihr Vater John (Langley Kirkwood) die Familie mit einem seltenen weißen Löwenbaby, das auf der Farm geboren wurde: Charlie. Nachdem Mia sich anfänglich sträubt, erobert Charlie schließlich ihr Herz. In den kommenden Jahren sind die beiden unzertrennlich, doch Charlie ist zu einer prächtigen großen Raubkatze herangewachsen. Als Mia Wind davon bekommt, dass ihr Vater ihren geliebten Charlie verkaufen möchte, beschließt sie mit ihm zu fliehen, um ihn in ein Schutzreservat zu bringen. Ein großes Abenteuer durch die Weiten Südafrikas beginnt, das das Teenagermädchen immer wieder an seine Grenzen bringt. Aber für Charlie ist sie bereit, alles zu riskieren…

Ok, gebt es zu: Ihr habt die Taschentücher auch schon draußen. Aber das, was ich euch jetzt erzähle, ist eigentlich noch ein bisschen schöner. Der Film ist nämlich wirklich über 3 Jahre hinweg gedreht worden. Sprich Mia (Daniah de Villiers) und der weiße Löwe sind da wirklich miteinander groß geworden. Weltweit gibt es nur noch wenige Exemplare der weiße Löwen. Eine genetische Besonderheit sorgt dafür, dass ihr Fell nicht hellbraun-braun ist, sondern eine weiße Tönung hat. Der Film verzichtet ganz auf Tricktechnik, sondern die Szenen sind unter ständiger Betreuung des bekannten „Löwenflüsterers“ Kevin Richardson gedreht worden. Es ist eine innige Freundschaft zwischen den beiden entstanden und der Film erzählt darüber, dass man für seine Überzeugungen, Träume und Freunde kämpfen muss. Und das alles vor der traumhaften Kulisse Südafrikas – allein deshalb muss ich den Film übrigens schauen.

Ihr hört es, ich freue mich schon sehr auf den Film und deshalb habe ich mich noch mehr gefreut, als wir ihn schon mal vorab schauen durften. Eigentlich ist er ab 6 Jahren, aber der Kleinen durfte auch mit schauen. Die einzige die manchmal vor Spannung nicht hin schauen konnte, war auch ich. Ich war auch diejenige, die glaube ich eine Taschentuchpackung voll heult hat, soooo toll war der Film. Nein ehrlich, ich finde ein Must See. Unheimlich beeindruckend all die Szenen mit dem Mädchen und dem Löwen, aber noch mehr, wie es der Film ab von der persönlichen Geschichte schafft, auf ein sehr wichtiges Thema aufmerksam zu machen: nämlich Trophäenjagten. Ohne das man etwas sieht, aber doch öffnet es die Augen. Das beste Feedback haben übrigens die Kinder nach dem Film geben: unsere 6 Jährige sagte, dass sie am besten findet, dass Mia so für die Natur gekämpft hat und für IHREN Löwen. Darauf sagte der kleinen Bruder „Der Löwe gehört aber keinem, höchstens der Mama, da ist der nämlich aus dem Bauch gekommen. Löwen sind keine Haustiere“. Der Kleinen Bruder ist 3 Jahre alt…

 

Das möchte ich euch übrigens zum Abschluss noch mitgeben, so von wegen Kinder und Filme und so. Die Deutsche Film- und Medienbewertung hat den Film MIA UND DER WEISSE LÖWE als besonders wertvoll eingestuft und sagt unter anderem folgendes: „Mia als perfekte Identifikationsfigur für Kinder und Jugendliche, gespielt von Daniah de Villiers, wirkt unfassbar authentisch und ist ein klarer Beweis für die sorgfältige Arbeit des gesamten Teams. Als Kulisse liefert Südafrika fantastische Bilder, die die große Weite der Umgebung erahnen lassen. Neben den großen Kinomomenten transportiert MIA UND DER WEISSE LÖWE auch eine wichtige Botschaft: Der Film wurde unterstützt von Tierschutzorganisationen und einem Wildreservat in Südafrika. Er soll aufmerksam machen auf diese faszinierenden und wunderschönen wilden Tiere, die von Menschen immer noch als Trophäe gejagt werden…“
Auszug aus der Urteilsbegründung der Deutschen Film- und Medienbewertung FBW

Also: Viel Spaß im Kino!

Schreibe einen Kommentar