Draußen spielen – Kinder Abenteuer erleben lassen wie früher

Vor kurzem schrieb ich hier einen Artikel, der davon handelte, dass Kinder spielen, spielen, spielen sollen. Über Entschleunigung im Familienalltag. Nicht zu viele Verpflichtungen, sondern freies Spielen. Am besten auch nicht immer unter den Augen der Eltern. Die besten Spiele, das wissen wir ja selber von früher, haben Kinder, wenn Mama und Papa nicht dabei sind. Bei vielen von euch habe ich damit genau den richtigen Nerv getroffen.

Aber die Kinder raus lassen, auf die Straße, in den Wald? Sie wirklich mal Abenteuer erleben lassen und vielleicht sogar, wenn wir nicht dabei sind? Dass sie durch Wiesen und Felder streifen, ohne dass wir daneben stehen?

Wir mussten früher nach Hause kommen, wenn die Straßenlaternen angingen, und meine jüngeren Geschwister waren natürlich auch dabei. Auf die habe ich ja aufgepasst. Ja, ich war 2,5 bzw. 3,5 Jahre älter. Heute kaum noch vorstellbar? Erinnere ich mich selbst an meine Kindheit, sind meine schönsten Erinnerungen die Expeditionen durch den Wald, am Fluss entlang und auf dem Feld. Ok, ist jetzt nicht immer alles glatt gegangen. Das Fernglas von Papa (ich glaube, ein Geschenk seines Vaters) ist mir seinerzeit in den Bach gefallen. War, soweit ich mich erinnere, nicht mehr zu reparieren. Ob ich vorher gefragt hatte? Nein.

Ebenfalls in schillernder Erinnerung ist mir unsere Expedition durchs Maisfeld. Die hat ihrem Namen wirklich alle Ehre gemacht und wir waren wirklich gut ausgestattet, zumindest mit Proviant – nur rausgefunden haben wir erstmal nicht :-) Aber: Ich schreibe hier heute diese Zeilen, ist also alles nochmal gut gegangen.

Ob ich mir solche Erlebnisse auch meinen Kindern wünsche? Jaaa, unbedingt. Klar, das heißt auch, eigene Ängste zu überwinden und ja, das fällt mir nicht unbedingt immer leicht. Mittlerweile darf auch der Kleine mit seinen 3,5 Jahren mal alleine draußen spielen. Außerhalb des Gartens meine ich. Unter Aufsicht seiner 2,5-jährigen Schwester – da halte ich es wie meine Eltern. ;-) Ja, da kann es auch mal passieren, dass du eins der Kinder aus dem Schlamm des Baches ziehen musst, weil sie Stichlinge fangen wollte.

Also: Raus in die Natur! Zusammen mit Jako-o habe ich euch mal mitgenommen auf einen Ausflug bei uns in die Natur – ja, da war ich natürlich dabei. Natur tut nämlich auch nicht nur Kindern gut. Ich genieße das besonders. Auf „spazieren gehen“ haben die Kinder allerdings auf deutsch gesagt keinen Bock. Mit diesem Natur-Spaß-Buch wird dann ein langweiliger Spaziergang auf einmal spannend.

Richtige Keidung ist für draußen natürlich das A und O. Kleidung, die warm hält, Bewegungsfreiheit gibt, sich gut waschen lässt und ja, nebenbei darf sie auch noch gut aussehen. Ich habe mal diesen beide Outfits für die Kinder zusammengestellt.

Für drüber tragen die Kinder warme gemütliche Fleece Jacken, drunter beide einen praktischen Hoodie, innen kuschelweich. Für CJ, der am liebsten den ganzen Tag in Jogginghose oder Leggings rumlaufen würde (wer kann es ihm verdenken), haben wir eine Sweathose mit Taschen gefunden. Für Lütti meine Lieblingsstrumpfhose (übrigens gerade im Sale) von Jako-o und den gepunkteten Rock.

Den hatten wir auch schon mal kleiner, über den freut CJ sich jetzt. Er trägt nämlich auch gerne mal Rock. Darf er auch. Ihr wisst ja, wie ich zu solchen Gender-Themen stehe… Beide Kids tragen Stiefelchen der Marke Froddo, die es nun auch seit einiger Zeit bei Jako-o gibt und die ich qualitativ wirklich super finde!

Richtig spanned werden solche Expeditionen natürlich mit dem richtigen Equipment. Ihr erinnert euch an das Fernglas meins Vaters… Richtig cool sind natürlich Walkie Talkies. Schon länger, gerne auch mit auf Reisen, haben die Kinder die normalen Lupen, Taschenlampen und die Becherlupen.

Ist die große Lupe gerade für den Kleinen toll, wandert in die Becherlupe so einiges. Gerne auch Tausendfüßler…

Also, ich muss sagen: Ich finde es richtig, richtig toll, dass unsere Kids so viel draußen spielen – auch wenn ich manchmal alle Türen und Fenster aufhabe oder doch etwas länger im Garten zu tun habe, weil ich sie einfach hören möchte, wenn ich sie schon nicht sehe. Ja, die Kinder ein bisschen laufen zu lassen, ist bestimmt eine Überwindung. Ich nehme mich da nicht aus. Ich weiß aber vom Kopf her, wie wichtig solche Abenteuer da draußen sind und wie sehr sie die Kindheit prägen. Meine haben sie geprägt.

Ihr lest das jetzt, wohnt aber mitten in der Stadt? Haben wir bis vor 1,5 Jahren auch. Mitten in Hamburg. Wir sind immer raus gefahren in den Wald im Niendorfer Gehege. Je nachdem, wie alt eure Kids so sind, entdeckt ihr mit ihnen den Wald oder ihr nehmt euch ein Buch mit, setzt euch auf eine Bank und lasst die Kleinen einfach mal machen. Ja, ich versuche auch immer ein Ohr dran zu haben. ;-) Ist ja auch in Ordnung. Das mit dem „ein bisschen loslassen“, das müssen wir vielleicht erst noch üben.


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1 Gedanke zu “Draußen spielen – Kinder Abenteuer erleben lassen wie früher”

  1. Sehr tolles und wichtiges Thema! Ich kann die Gründe sehr besorgter Eltern verstehen und es macht sicher auch nochmal einen enormen Unterschied wo man lebt (Stadt, Land, an einer großen Straße, in welchem Land etc)! Aber wir versuchen auch unseren Kindern die Freiheiten zu geben, die wir als Kinder ohne unsere Eltern so genossen haben. Unsere zwei Großen (fast 7 & 8 1/2) fordern das auch schon eine Weile sehr ein und ich denke ab einem gewissen Punkt sollte man ihnen auch das Vertrauen entgegenbringen (mit Grenzen&Regeln – die sie auch mal brechen. Aber hey, wer hat das damals nicht getan ;) ) Es macht unsere Kinder so viel selbstbewusster und ich habe meinen Sohn mal (heimlich) beobachtet, wie er so die Straße langgeht und Straßen überquert – er ist wesentlich vorsichtiger und umsichtiger, als wenn ich dabei bin. Unsere Große wollte auch schon mal allein einkaufen – sie war stolz wie Bolle als sie wiederkam!

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