Ich denke, alle Eltern kennen das: Zähneputzen mit Kindern ist nicht immer eine leichte Aufgabe und das ist zum Teil echt noch geschönt ausgedrückt. Vom „Brush Time Battle“ habe ich jetzt das erste Mal gehört, aber es beschreibt es sehr gut:
Zahnputz-Streik.

Unsere Tochter war da teilweise schon eine harte Herausforderung. Unser Sohn gehört hier aber eher der Gruppe der Radikalen an. Wenn er streikt, dann streikt er richtig. Und wer schon einmal 13 Kilo Lebensgewicht auf dem Schoß hatte, welches sich mit Händen und Füßen wehrt, der weiß, er ist chancenlos. Aber ja, in der Vergangenheit habe ich oft gedacht, die Nachbarn rufen gleich das Jugendamt, so ging das bei uns zur Sache… Aber wir haben jetzt ein freistehendes Haus ;-) Nein, mal im Ernst: Zähneputzen muss sein, aber ich bin auch kein Freund von Zwang. Also versuche ich es auf meine Weise. Folgend also ein paar Tipps und Tricks für euch. Denn natürlich muss auch auf unserer Reise geputzt werden.

Du bist der Erklär-Bär oder warum reden so wichtig ist

Ja, es gibt Dinge, die müssen Eltern einfach durchsetzen, zum Schutze des Kindes. Heißt, an der Straße wird nun mal an der Hand gegangen und ja, Zähne müssen geputzt werden. Aber klar, Kinder fragen sich natürlich Warum? Und für diese Antworten sind wir Eltern da. Denn irgendwann möchten wir ja mal, dass sie alleine sicher an der Straße gehen und sich mindestens morgens und abends die Zähne putzen.

Es dürfen ruhig ein paar Schauergeschichten die Spannung erhöhen

Karies und Baktus sind bei uns so richtig fiese Typen. Die kommen am allerliebsten raus, wenn es dunkel ist- eben wie richtige Diebe. Und da im Mund, da ist es ja oft dunkel. Dann schleichen sie sich raus und nehmen sich ihre Lieblingsspeisen: Zucker und Saures auf den Zähnen. Wenn sie es so nicht gut abkriegen, dann holen die ihr Werkzeug raus und hämmern die Zähne kaputt. Wenn das erst einmal passiert ist, dann tut das sooo weh, dass man gar nichts mehr essen mag – noch nicht mal Süßigkeiten. Einige von euch haben mir sogar geschrieben, dass sie noch sehr viel härtere Seiten aufziehen: Sie zeigen Bilder von verschimmelten Zähnen. Ist vielleicht eher was für ältere Kinder :-)

Es schauen auch andere, ob die Zähne sauber sind – die Zahnfee nimmt nur Sauberes an

Vier bis sechs Monate im Jahr bin ich froh, dass ich mit dem Weihnachtsmann als höhere erzieherische Instanz punkten kann. Zwei Monate übernimmt die Aufgabe der Osterhase. Und den Rest des Jahres? Beim Zähneputzen haben wir das Glück, dass wir mittlerweile genügend „echte Zahnärzte“ im unmittelbaren Freundeskreis haben. Sage ich, dass sich Anna sonst gleich mal in der Kita die Zähne anguckt, dann machen meine Kinder hier aber große Augen. Denn Anna ist schließlich „richtige Zahnärztin“. „So echt jetzt!“

Hat man gerade keine Zahnärztin zur Hand, darf es ruhig auch mal die Zahnfee sein. Wer sagt denn bitte, dass die erst kommen muss, wenn die Zähne ausfallen? Die schaut schon früher öfter vorbei, ob die Zähne auch wirklich sauber sind. Denn dreckige, oder noch schlimmer verlöcherte, nimmt die gar nicht mit.

Kinder mitmachen lassen

Unsere Kinder durften schon immer – und damit meine ich seit sie eine Zahnbürste halten können – selbst mitputzen. Jeder legt erst einmal selbst los. Am Ende wird von den Eltern nachgeputzt. Das, so hat es unsere Zahnärztin den Kindern auch erklärt, muss bis zum 10. Lebensjahr so sein.

Aber wenn die Eltern das machen, dann möchte man das auch selber machen und somit putzt mein Sohn auch oft bei mir nach. Mit einem Kompromiss kommt man bei ihm sowieso immer viel weiter als zu versuchen seinen Willen durchzusetzen. Und es klappt auch langfristig besser.

Alles eine Phase

Unsere Tochter hat mit ihren fünf Jahren jetzt ihre ersten Wackelzähne. Ich glaube, ich muss an dieser Stelle nicht sagen, dass ich das eigentlich gar nicht glauben konnte. Gefühlt gestern hat sie ja erst ihre ersten Zähne bekommen. Aber mütterliche Sentimentalität vielleicht an anderer Stelle. Was ich sagen will: Mit ihr kann man jetzt richtig gescheit reden über das Zähneputzen und noch besser: Sie macht eigentlich alles unaufgefordert allein. Da bin ich dann ganz schön stolz. Nachputzen mache ich natürlich trotzdem noch, aber sie erinnert mich sogar dran. Also wie bei so vielen Dingen: Alles eine Phase. Auch das mit dem schlechten Zähneputzen. Ok, ich warte dann mal ab, bis mit der Pubertät bestimmt die nächste Phase kommt… :-)

Finally – Tricks, wenn nichts mehr geht und womit wir putzen

Ihr wisst, ich bin jetzt nicht die Mama, die hier also stoisch an Prinzipien festhält. Zähneputzen ist nun mal wichtig und wenn nichts mehr geht, dann darf man sich gern ein bisschen Hilfe ranholen. Ganz viele eurer Kommentare auf meinen Instagrampost haben mir gezeigt: Nein, es sind keine Rabeneltern, die sich ein kleines Filmchen zur Hilfe beim Zähneputzen holen. Ganz viele machen das. Am treffendsten fand ich die Aussage einer Mama „Was ist schon ein paar Minuten ein Filmchen gegen eine halbe Stunde Kampf.“ Es gibt natürlich Verschiedenes im Netz. Mein Vorschlag: Einfach das Handy mit Hilfe eines Popsockets ins Bad stellen (nicht dass es runter fällt, geht aber natürlich auch ohne) und die Zahnputz-Songs von Dr.BEST und Odol-med3 anhören und Videos schauen (Blues für 3- bis 5-Jährige, Rap für Kinder ab 6 Jahren). Ich bin sicher, dann macht es direkt mehr Spaß. Schaut auch mal auf der Seite kinderzahn-putzen vorbei

Das gilt auch für das richtige Equipment. Wir nutzen diese Produkte:

Odol-med3 Milchzahn:

  • Speziell für Kleinkinder im Alter von 0,5 bis 5 Jahren entwickelt. Mit der Dreifach-Schutzformel für: starke Zähne, gesundes Zahnfleisch, frischen Atem
  • Mit Zuckersäuren-Schutz* und altersgerechtem Fluoridgehalt**
  • Kinderfreundlicher, milder Minzgeschmack.

Dr.BEST Milchzahn

  • Für 3- bis 5-Jährige.
  • Erleichtert Kindern die ersten eigenen Versuche beim Zähneputzen.
  • Bürstenkopf mit abgerundeten Borsten – für eine gründliche und gleichzeitig schonende Reinigung.
  • Die bewährte Spezial-Federung gibt bei zu starkem Druck nach und schont so das Zahnfleisch.
  • Der kindgerechte Griff ist an die kleine Kinderhand angepasst und rutschfest.
  • Mit praktischem Saugfuß zum Aufstellen.
  • Erhältlich in verschiedenen Farben mit unterschiedlichen Tierköpfen.

Wie sind eure Erfahrungen so? Habt ihr noch weitere Tipps und Tricks, wie das bei euch zu Hause etwas harmonischer läuft? Oder noch besser – gibt es hier sogar Kinder, denen Zähneputzen Spaß macht? Sagt doch mal, ich bin gespannt!

Zuckersäuren-Schutz durch Fluorid, bei 2x täglicher Anwedung. Vermeiden Sie zuckerhaltige Snacks zwischen den Mahlzeiten.
*laut Bundeszahnärztekammer (BZAEK).