Wir haben es getan. Wir haben mit Beikost begonnen! Warum gerade jetzt und wie und überhaupt?
Ehrlich gesagt habe ich doch langsam gemerkt, dass sich wohl mehr eine Zahl im Kopf festsetzt, als das Gefühl fürs Kind. Warum?

Zum einen wird es wahrscheinlich mein letztes Kind bleiben. Und dieses Baby wollte ich so lange wie eben möglich ausschließlich stillen. Natürlich immer unter der Prämisse, dass es uns allen gut dabei geht. Das geht es mir, Hand aufs Herz, nicht immer. Besonders wenn Baby CJ die ganze Nacht an der Theke hängt, weil diese für ihn Schnucki Ersatz gleich mit ist. Aber ich denke, er braucht das gerade: nochmal bei Mama Kraft tanken. Eben nachts, ganz in Ruhe. Wenn es mal still ist, mal nichts zu erledigen, Ruhe. Geschwisterkinder haben meist ein ganz anders Leben als Erstgeborene. Die laufen bzw. fahren mit. Unser Baby mit 6 Wochen auf den Rutschturm, des Nachmittags in den Zoo, zu Freunden von Lütti, zum Reiten, einfach überall hin mit. Mein Gefühl bei meinem Zweitgeborenen sagt mir aber auch: er will mit, er will dabei sein und will alles mindestens so machen wie seine große Schwester. Und das heißt auch essen. Am Abend versuchen wir eigentlich immer ein gemeinsames Familienabendbrot hinzukriegen. Und da guckte uns der Kleinen förmlich das Essen vom Teller, bzw. versuchte auch schon mal beherzt zuzugreifen (Siehe Beikoststart – was, was und wenn ja, wieviele?). Das Gefühl fürs Kind sagte mir also: Er will essen.

Die Zahl, die ich im Kopf hatte, war die 6. 180 Tage voll stillen. Empfehlung der WHO um Allergien vorzubeugen. Irgendwie wollte ich das: 6. Die Zahl 6. Habe ich bei meiner Tochter auch so gemacht. Soll ja das Beste für das Kind sein. Allerdings spielt hier die Ernährung der Mutter auch eine enorm große Rolle. Ich für meinen Teil muss leider sagen, dass ich zwar versuche einmal am Tag warm zu essen, mir das aber nicht immer gelingt. Von regelmässigen Fleisch- und Fischverzehr bin ich leider weit entfernt und auch das Trinken fällt mir in der Stillzeit nicht leichter. Wie gesagt, die Zahl 6 – von der musste ich mich erstmal freimachen.

Nun, im Alter von 5 Monaten, ging’s also los: Baby zu Tisch! Wir haben hier mit der Abendmahlzeit begonnen. Aus dem einfachen Grund, weil unser Baby abends, am gemeinsamen Familientisch, Lust hat zu essen. Für mich ist das auch viel schöner. So beginnen zusätzliche Zwänge wie mittags um eine bestimmte Zeit warmen Brei erst ein bisschen später und wir beide machen nach wie vor Mittag im Bett. Mit schnuckeln und schlafen.
Auf dem Teller von Baby CJ sind Bio-Natur-Reisflocken ohne Milchzusatz. Wir rühren diesen Brei momentan noch ohne Kuhmilch, sprich nur mit Wasser an. Und was soll ich sagen: er liebt das Essen!!! Er haut sich die ganze Schale rein. Es bleibt nichts über und echt auch kaum was daneben. Ich stille weiterhin noch im Anschluss.

Ob das alles aus ernährungstechnischer Sicht so richtig ist? Ich weiß es nicht. In der kommenden Woche bin ich zu einer Veranstaltung mit einer Ökotrophologin und einem Muttermilchforscher eingeladen. Darauf freue ich mich. Endlich mal Zeit Fragen zu stellen. Übrigens nehme ich eure Fragen gerne mit. Einfach hier in die Kommentare schreiben.