Vor kurzem hatte ich an dieser Stelle ein wenig von unserem Kinderzimmer und der Gestaltung erzählt. Ein Thema was wohl nicht nur bei mir Freude und Kopfzerbrechen gleichzeitig auslöst. Wie mache ich es richtig? Was sollte ich kaufen, was nicht? Alles nur schön, oder funktional? Bunt oder das gerade so gehypte monochrom? Fragen über Fragen… Da dachte ich mir ich frage mal eine Expertin. Also, Bühne frei:

Ich bin Christine, Mutter zweier kleiner Kinder und auf whatleoloves.de schreibe ich mit großer Freude über die Gestaltung von Kinderzimmern. Inspiriert werde ich dabei – wie könnte es anders sein – von meinen Kids. Der Minijunge ist zwei Jahre und das Minimädchen bald neun Monate alt.

Wohngestaltung ist meine Leidenschaft. Und besonders gerne gestalte ich Kinderräume. Das gilt für mich wie auch für die Zimmer der Mütter und Kinder, die mein Kinderzimmerstyling buchen. Ich liebe Kinderzimmer besonders, wenn sie fröhlich, kindlich und ein wenig bunt sind. Weil es so gut zu den kleinen Wesen passt, die darin leben. Bei what leo loves findest du Anregungen, Ideen, Homestorys, Styleboards, Shoppingtipps, Portraits und vieles mehr.

Ein Kinderzimmer besonders hübsch einrichten – so gelingt es

Das Kinderzimmer ist ein wunderbarer Ort, denn hier wird gespielt, getobt, gekuschelt, und geschlafen. Und besonders in den Kleinkindjahren halten wir Mütter uns hier ziemlich viel auf. Grund genug, es seinem Kind und auch ein bisschen sich selbst in diesem Raum besonders hübsch zu machen.

Von meinen Kundinnen und auch mir selbst weiß ich, dass fast jede Mutter sich ein besonders schönes, liebevolles und kindliches Zimmer wünscht, das zudem auch noch praktisch ist. Aber ich weiß auch, dass es nicht ganz einfach ist, dies auch umzusetzen. Denn wie bekommt man das hin – „besonders hübsch und auch noch praktisch“? Worauf sollte man besonderen Wert legen, wenn es um die Gestaltung und Planung des Zimmers geht? Und wie gelingt es, dass der Raum schließlich stimmig und harmonisch aussieht – besonders schön eben?

Welche Bedürfnisse soll das Kinderzimmer erfüllen?

Zunächst ist es wichtig, sich der Wünsche und Bedürfnisse klar zu werden, die Eltern und Kind(er) in Bezug auf diesen Raum haben. Das beginnt mit der Frage, welche Möbel und größere Spielelemente ihr unbedingt benötigt. Bei einem Babyzimmer sind die „Klassiker“ ja irgendwie klar: Bett, Kommode und am besten noch ein Sessel, Polster, Kissen für die Eltern.

Aber bei älteren Kindern kommt da schnell eine Vielzahl von Elementen in Betracht: Soll ein Spielzelt oder ein Tipi ins Zimmer, eine Puppenecke, ein Maltisch, eine Lese- und Kuschelecke, eine Kinderküche, ein Kaufmannsladen oder ein Straßenteppich (zum Glück gibt es die ja inzwischen in wunderhübsch!) und so weiter? Hier sollte man unbedingt dem Drang widerstehen, alles integrieren zu wollen. Weniger ist tatsächlich mehr und ihr solltet einfach priorisieren und manches womöglich auf einen späteren Zeitpunkt verschieben – wenn die Kinderküche schon wieder out ist, das Tipi zu klein…

Welche Stimmung soll der Raum erhalten?

Außerdem rate ich dazu, sich zu überlegen, welche Stimmung der Raum bekommen sollte. Soll es gestalterisch und farblich eher schlicht und funktional sein, vielleicht ein bisschen „sophisticated“ mit einigen kindlichen Highlights und Farben oder möchtet ihr es eher gemütlich und kindlich mit bunten Farben und vielen Details? Hübsch wird es in jedem Fall – wenn ihr es richtig angeht.

Ich habe mit meinen Kundinnen die Erfahrung gemacht, dass fast jede(r) eigentlich ziemlich genau weiß, welche Stimmung und welches Design er sich wünscht. Und deine Wunschgestaltung solltest bei jeder Kaufentscheidung im Hinterkopf haben und dich fragen, ob das jeweilige Möbel/Dekoelement auch wirklich in diese Richtung geht. So vermeidest du Fehlkäufe, ungewollten Stilbruch etc.

Baby Kinderzimmer Stillplatz

Hast du die Wünsche deines Kindes ausreichend berücksichtigt?

Wenn du keine ganz kleinen Minikinder mehr hast, hat dein Kind natürlich außerdem seine eigenen Vorstellungen, die es bei der Gestaltung eines solchen Raumes aufzunehmen gilt. Auch wenn es in manchen Fällen etwas schwerfallen mag. Nicht unbedingt ist Prinzessinnenpink nämlich auch deine Traumfarbe. Hier wäre eine Idee, einen Kompromiss zu finden. Biete deinem Kind an, eine Ecke des Zimmers zu gestalten. Hier darf es bestimmen und hier ist dann Prinzessinnenpink dran. Dafür in anderen Ecken aber nicht so sehr.

Tippi Kinderzimmer weiß

Welches Motto oder welches Thema soll im Kinderzimmer vorkommen?

Gut ist also, wenn du eine möglichst konkrete Vorstellung hast, wie das Zimmer werden soll, in dem dein Kind lebt. Ein Konzept also. Vielleicht träumst du von einem Zimmer in Pastellfarben mit Wolkenthema. Das kann ganz zauberhaft werden. Wenn man die Themen gekonnt umsetzt. Mit Mottos und Farben sollte man es nämlich keinesfalls übertreiben. Hier und da ein Wölkchen ist top. Wolken an der Wand, auf der Bettwäsche, dem Tipi, den Kissen in der Kuschelecke, den Postern an der Wand usw. wäre nämlich einfach too much.

Daher – nach und nach kaufen und das entstehende Zimmer auf sich wirken lassen. Verträgt es den Wolkenteppich noch oder solltest du lieber keine weiteren weißen himmlischen Details aufnehmen? Sei geduldig und variiere. Und am besten – wechsele die Motive ab. Neben auffallendere Teile setze eher dezentere. Ein Tipp ist auch, Mottos zu kombinieren, die sich gut ergänzen. Also nicht ein Thema allein dominieren zu lassen. Das wirkt insgesamt harmonischer. Zu Wolken passen zum Beispiel andere Naturelemente gut – Mond, Sterne, Berge…

Wandharken Gardrobe Kinderzimmer

Stauraum – hast du genug Regale, Schränke, Kisten, Körbe eingeplant?

Egal welche gestalterischen Ideen und Wünsche du oder ihr für das Kinderzimmer habt – eines gilt immer: Weniger ist zwar mehr, allerdings nicht in Bezug auf Stauraum. Davon kann man in einem Kinderzimmer tatsächlich wohl nie genug haben. Am besten ist eine Kombination aus offenen Regalen und Verstaumöglichkeiten mit Türen und Schubladen. Ganz toll kann man das zum Beispiel mit IKEA Kallax machen. Aber es gibt natürlich auch andere ähnlich flexible Systeme, in die man beliebig Türen und Schubladen einsetzen kann. Praktisch und dekorativ sind auch große Spielzeugkörbe. Die sind ein bisschen hübscher als zum Beispiel Plastikkisten und nehmen eine Menge auf. Und das auch noch schnell. Kuscheltiere zum Beispiel oder Duplosteine. Alles, was nicht unbedingt einzeln im Regal sitzen muss.

Mobile Babyzimmer

Hast du dir ausreichend Gedanken um die Wandgestaltung gemacht?

Und schließlich noch ein Tipp in Sachen optischer Gestaltung – vergiss’ die Kinderzimmerwände nicht. Gerahmte Kunstdrucke, hübsche Wandregalboarde, Wandfarbe, Tapete, Wandsticker… – die Möglichkeiten sind endlos und vieles ist sehr dekorativ. In Bezug auf die Wandfarbe sollte man einen hellen, farblosen Grundton wählen. Am besten kein Reinweiß, sondern einen Offwhite Ton. Auch ein helles Grau oder ähnliches geht sehr gut. Wer möchte, kann nun eine oder zwei Wände farbig streichen. Hier empfehle ich einen hellen, nicht strahlenden Ton. Optimal gehen zarte Farben wie Pastell.

Unbedingt empfehle ich dir Kinderkunst. Wir haben bei uns eine „wilde“ Bilderwand realisiert. Dabei haben wir – scheinbar zufällig – zahlreiche gerahmte Prints in unterschiedlichen Formaten und Größen nebeneinander gehängt. Das Ergebnis ist echt toll!

Außerdem bin ich ein großer Fan von Wandstickern. Ich sage bewusst „Sticker“, denn mit den eher großflächigen Tattoos habe ich so meine Schwierigkeiten. Denn die sind schnell recht dominant und oft kitschig. Die wundervollen und in unendlichen Mustern, Farben, Motiven erhältlichen kleinen Aufkleber für Wände und Möbel finde ich einfach nur hübsch, kindlich, vielseitig, günstig und vor allem unkompliziert. Du kannst ganze Wände bekleben oder nur kleine Bereiche und sie jederzeit rückstandslos wieder ablösen und verändern, austauschen. Kurzum – unbedingt machen, es ist einfach toll.

Ich wünsche dir viel Freude beim Planen und Einrichten. Mit ein wenig Planung und Vorstellungsvermögen wird das nämlich ganz schön toll. Es lohnt sich also, hier ein bisschen Zeit und Kreativität zu investieren. Denn du und dein Kind werdet „euer“ Kinderzimmer gleichermaßen lieben.

Ich bin ganz begeistert von Christines Ideen!!! Das erste was ich wohl umsetzten werden ist die Kinderkunstwand und auch ein paar Wandsticker. Wenn ihr noch Inspirationen sucht, besucht Christines Internetseite whatleoloves.de. Hier findet ihr noch einen Menge Inspiration, tolle Kinderzimmerbeispiele und vieles mehr. Und falls ihr so gar kein Händchen für Einrichtung habt – Christine kann das übernehmen.