Kinder begleiten. Sie erziehen, oder besser großziehen, ohne sie verbiegen zu wollen. Das Individuum sehen. Kinder und ihre unterschiedlichen Bedürfnisse ernst nehmen. Ihre verschiedenen Charaktere wahrnehmen und darauf eingehen. Liebevoll leiten ohne anzuleiten.


Alles Dinge, die ich für mich eigentlich weiß, aber öfter mal einen Anstoß dafür brauche. Im Alltag überwiegen nämlich oft kleine Streitigkeiten. Da bin ich die, die ihren erzieherischen Willen durchsetzen möchte. Kürzlich habe ich aber genau einen solchen Anstoß erhalten – bei einer Presse-Reise mit Weleda. Eigentlich ging es um die neue Shampoo-Serie. Dachte ich zumindest. Aber dann fand ich mich wieder im Gespräch mit einer Hebamme, die mir viel erklärte und in mir ein verdammt gutes Gefühl hinterließ. So ein wohliges. Kennt ihr das? Aber von vorne.

Weleda bringt also eine Pflegeserie für Kinder raus. Ich fragte mich ja erstmal, wie diese neben Lillifee und Co. im Regal wahrgenommen werden soll und dabei ertappte ich mich als Mutter: Ich machte den Jungs-Mädels-Unterschied. Eigentlich nichts, was hier Alltag ist, mit einem kleinen Bruder, der viel mehr seiner Schwester nacheifert als irgendwelchen Jungsthemen. Und das erklärte sich auch nach dem Gespräch mit der Hebamme, denn

  • die Geschlechteridentität beginnt erst im Alter zwischen 7-9 Jahren,
  • alles vor diesem Zeitpunkt ist entweder kulturell oder industriell herbeigeführt und
  • je früher man Kinder in Geschlechterrollen einführt, desto mehr wird ein bestimmtes Frauenbild geprägt.

Es gibt bei Weleda also kein Jungs- und Mädels-Shampoo. Es gibt einen Delfin, einen Seehund und ein Nilpferd. Das kann ich sehen. Auch die Farben, alles schön gewählt. Was dahinter steht, überrascht mich aber sehr und gibt mir das Gefühl: Hier werden Kinder gesehen.

Kinder sind nämlich unterschiedlich. So unterschiedlich. Drei der vier Temperamente von Kindern will ich hier einmal kurz vorstellen.

Sanguiniker

  • hat Interesse an allem, was neu ist
  • immer in Bewegung, verausgabt sich dadurch schnell
  • es tut ihm gut, lange Mittagsschlaf zu machen, denn er schläft einfach gerne
  • Verbindlichkeit kann der Sanguiniker nicht
  • braucht viel Liebe und Wohlwollen

Phlegmatiker

  • relativ gutmütig
  • sitzt am liebsten im größten Trubel und es ist perfekt, wenn es dabei noch was zu essen gibt
  • treu, ausgeglichen, sehr gewohnheitsliebend
  • nicht aus der Ruhe zu bringen, aber wenn, dann explodiert er

Choleriker

  • sehr wahrheitsliebend, begeisterungsfähig
  • lässt sein Wut raus, dann ist sie aber auch vergessen
  • ist in Gesprächen häufig der, der den Ton angibt
  • macht sehr gerne besondere, komplizierte Aufgaben

Und, welcher Typ seid ihr so? Erkennt ihr euch und eure Kinder irgendwo wieder? Vielleicht ja mit der Duschgel-Auswahl:

  • Der Sanguiniker ist nämlich bei Weleda der Delfin und duftet nach Vanille,
  • das grüne Nilpferd, das nach Limette duftet, ist der Phlegmatiker und
  • die orangene Robbe ist der Choleriker.

Mein Mann benutzt das Duschgel übrigens auch – den Delfin. Passt zu ihm. 😉 Und ganz nebenbei: Es reichen immer nur wenige Tropfen Shampoo, da es so ergiebig ist. Das hat sogar der Hersteller gesagt und das finde ich mal einen guten, nachhaltigen Ansatz. Nebenbei duften alle drei Sorten richtig gut, fühlen sich herrlich an auf der Haut und bestehen aus ausgewählten Inhaltsstoffen wie Bio-Sesamöl und 100% natürliche ätherische Öle.