Ja, wer mich kennt, der weiß: Ich bin hier eigentlich immer mal wieder am umräumen und ummodeln. Einen Gedanken habe ich schon länger: Ich möchte das Zimmer der Kinder etwas „spielbarer“ machen. Und zwar so, dass sie darin auch gut selbst und alleine spielen können. Denn es ist ein Kinderzimmer und die Kinder sollen sich wohlfühlen. Ja, das kann dem Ästhetik-Gedanken der ein oder anderen Mutter schon widersprechen, aber das ist ein anderes Thema. 🙂

Kinderzimmer Regal Schränkchen Spielhaus Tischchen

Ich glaube jeder kennt den Satz von Maria Montessori „Hilf mir, es selbst zu tun“. Das heißt soviel wie: Wir bieten den Raum zur Entfaltung und helfen unseren Kindern dabei, selbst Fähigkeiten und Interessen zu entdecken und durch Erfolge und Misserfolge zu lernen. Hört sich gut an, oder? Fordert aber auch eben diesen Freiraum zum Spielen, Leben und Lernen und unsere Zurückhaltung nicht immer sofort einzugreifen.

Unser beiden Kinder teilen sich ein Kinderzimmer und jetzt mit 2 und 4 Jahren wird viel gemeinsam gespielt, aber auch eingefordert mal was alleine zu machen. Viel haben wir offensichtlich schon richtig gemacht, indem wir das Zimmer in Zonen eingeteilt haben. Mit die liebste Zone unseres Sohnes ist die Kuschelecke. Hier haben wir viele Kissen, eine Stern-Lichterkette, Decken und Bücher. Es ist also die Ruhezone im Kinderzimmer und gemütlich und ruhig gestaltet. 

Kinderzimmer Hochbett Kuschelecke Kissen

Maria Montessori möchte Kinder dazu anregen im Spiel das tägliche Leben nachzuahmen. Wichtig ist ihr, dass die Fantasie der Kinder angeregt wird. Spielmaterialen aus dem Alltag wie Kinderküche, Kaufladen und Lebensmittel sind da genau richtig. Unser Kinderküche steht ja eigentlich auch in der Küche, da kochen die Kinder dann einfach mit.

Kinderzimmer Spielküche Spielhaus Puppenbett Feuerwehrauto

Genauso wichtig wie Rollenspiele sind für Kinder nach Montessori Handarbeit, Malen und Basteln. Deshalb haben meine Kinder auch im Kinderzimmer einen kleinen Tisch. Hier kann entweder kreativ losgelegt werden oder der Tisch für Puppen und Kuscheltiere gedeckt werden.

Kinderzimmer Tischchen Bastkorb Holzeisenbahn

Aber um Kindern Raum zu geben sich kreativ auszuleben, brauchen sie auch Raum – sprich Platz. Wir haben deshalb die gesamte Mitte des Kinderzimmers freigelassen. Ein großer Teppich, den ich nach ellenlanger Suche endlich bei Otto gefunden habe, lädt dazu ein sich auf den Boden zu setzen, zu toben oder zu spielen. Oder, wie ich es beim Kinder ins Bett bringen schon geschafft habe: Darauf einfach zu schlafen. Die Teppichsuche hat übrigens so lange gedauert, weil ich zum einen ein sehr hochwertiges Material wollte, gerne aus Wolle, und zum anderen ein bisschen Farbe reinbringen wollte, ohne zu bunt zu werden. Die eierlegende Wollmilchsau also. Und ich glaube, die haben wir jetzt. Der Teppich ist aus reiner Schurwolle und sehr strapazierfähig. Die Farbe passt, finde ich, richtig gut rein und obwohl er bunt ist, finde ich ihn trotzdem zurückhaltend. Wer es etwas mehr oder weniger mag: Es gibt auch eine pinke und eine graue Variante. Wir sind in jedem Fall extrem happy.

Kinderzimmer Bastkörbe Holzeisenbahn

Was nach Montessori noch wichtig ist: Kisten und Körbe in Einschubhöhe. Die Kisten im Ikea-Regal haben wir ja schon länger. Das hilft den Kinder auch beim Aufräumen. Aber nach Montessori sollen die Kinder das Spielzeug am besten auch sehen. Das macht extrem Sinn, finde ich, und deshalb habe ich die Körbe angeschafft. Ja, auch weil ich die schön finde. 🙂 Und als kleiner Nebeneffekt: Lütti kann die Körbe auf Grund der Griffe auch mal ins Wohnzimmer tragen (und selbst auch wieder zurück!).

Das sind nur einige Ideen, was man im Kinderzimmer so machen kann. Ich bin ja der Meinung, Einrichtung ist ein Prozess und man muss nicht gleich alles haben.

(Noch mehr Anregungen für die Kinderzimmer-Gestaltung gibt es übrigens in früheren Artikeln…)