Wir sind ja eine Tragefamilie. Es ist praktisch, es macht Spass, Baby beruhigt sich ausnahmslos und besser abknutschen kann man die Kleinen nicht – sie können ja nicht weg 🙂 Nr. 4 der Thronfolge – auch bekannt als mein Mann – trägt genauso gerne wie ich. Wie das aussieht? Einfach mal unter Papa trägt – oder cool dads carry nachschauen. Wen wundert es also, dass der Mann der erste war, der das volle Können der Ergobaby 360° und unseren Sohn herausgefordert hat.

Es geschah am jüngsten Tag des Jahres 2016. Wenn die halbe Nation noch in Essig liegt, müssen Eltern von zwei Kindern raus – auch wenn sie in Essig sind, aber eben leider nicht liegend. Wir also ab in den Zoo. Sohnemann war zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz sieben Monate alt. In seinen Augen aber bereits ein großer Checker. Nur Papa anschauen beim Zoobesuch? Langweilig! Also haben wir es ausprobiert, das Baby nach vorne tragen. Geht vom Hersteller ab dem Alter von fünf und dann bis zwölf Monaten.
Wie Baby CJ es so fand? Gut! Zumindest hat Mr. Zweizähne mich und die Nation ordentlich angegrinst. An dieser Stelle schon der für mich erste wichtige Punkt: ich fand es wichtig, dass wir beim ersten Ausprobieren zu zweit waren. So konnte ich an der Mimik meines Sohnes ablesen ob ihm diese neue, ungewohnte Haltung überhaupt gefällt. Das es für den Tragenden angenehm ist, wusste ich zu hundert Prozent als mein Mann dieses unaufgefordert sagte. Er ist nämlich eher von der Fraktion die UNHEIMLICH schnell über Rückenschmerzen klagt. Da wir ja spontan die Trageposition ausprobiert haben, hatten wir uns vorher nicht das Video von Ergobaby angeschaut. Wer sein Kind also nicht, wie mein Vater sagen würde wie einen Affen auf dem Schleifstein, in die Trage setzen will, der macht den Sitz kleiner, indem er die inneren grauen Knöpfe benutzt. Wissen wir jetzt auch.

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Ich habe die Trage nun auch schon häufiger in der Fronttrageweise benutzt. Stationen dafür sind für mich zum Beispiel das zoologische Museum oder Spaziergänge durch die Natur. Eben Umgebungen, wo es was zu sehen gibt, allerdings nicht sooo viel los ist. Wenn ich alleine unterwegs bin, schnalle ich Trage und Kind allerdings anders um als in dem Video von Ergobaby (ja, Schmutz auf mich). Was beim Tragen nämlich angenehm ist und schön das Gewicht verteilt, ist der sogenannte Brustgurt, sprich den, den man hinten zu macht. Zum Schließen finde ich das aber nicht super simpel.  Ich mache es so, dass ich die Schultergurte erst ganz lang mache, dann den Brustgurt zwischen den Schultern zumache, das Baby von oben reinsetzte (geht in beiden Tragepositionen sehr gut) und dann die Schultergurte stramm ziehe.

Zurück zur Fronttrageweise. Was finde ich gut, was blöd. Spitze ist in jedem Fall, dass sich mein Baby die Welt anschauen kann. Das hat manchmal auch den enormen Vorteil, dass er sehr viel ruhiger und zufriedener wird. Knutschen kann man ihn ähnlich gut, wenn auch nicht ganz so ideal wie wenn er das Gesicht zu mir hat. Das war übrigens auch das was mich am Anfang störte, dass ich sein Gesicht nicht sehen kann. Mein pragmatischer Mann meinte daraufhin zu mir: warum? Ich benutze dafür immer das Handy. Stimmt, naheliegende Lösung. Und wenn CJ müde wird, drehe ich ihn sowieso zu mir, damit er schlafen kann.

Also ich muss sagen, dass ich es insgesamt toll finde das Baby auch mal nach vorne tragen zu können, auch wenn der Anwendungsfall jetzt nicht extrem häufig vorkommt. Was aber glaube ich auch daran liegt, dass wir hier in der Stadt doch immer ne ganze Menge Trubel haben und ich ihm nicht lange, frontal den Großstadtjungel um die Ohren, bzw. Augen, ballern will. Aber ich glaube das können Eltern gut einschätzen und muten ihren Kindern nicht zuviel zu.

Dies auch wieder so ein Punkt. Ich hatte im Zoo schon den Eindruck, dass wir von manchen Eltern etwas beäugt werden. So nach dem Motto „Weiß die nicht, dass man nicht nach vorne tragen soll?“ Leider fragt ja keiner dieser Menschen, denn dann könnte sie ja eine Erklärung dazu bekommen und die sähe bei mir so aus:

Das Baby soll nicht länger als 10-15 Minuten nach vorne getragen werden, da hier ja doch unheimlich viel passiert und die Babys sich in dieser Position nicht abwenden können. Auch können sie sich nicht einfach Mama und Papa zuwenden um zu checken ob alles ok ist. Mein Sohn nimmt gerne in diesem Zeitfenster mehr von der Welt war, um es dann, ganz nah, face to face bei Mama und Papa zu verarbeiten. In der Trage.

Zusammen mit Ergobaby verlose ich übrigens eine solche Trage! Wie ihr dabei seid?
Ihr folgt Sarah Plus Drei auf facebook und/oder Instragram, hinterlasst mir hier einen Kommentar und seid so lieb zu sagen wo ihr am Start seid (im Idealfall mit eurem Nickname, falls es den gibt). Teilnehmen könnt ihr bis zum 23.02.2016. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen, teilnehmen dürft ihr nur ab 18 und ihr müsst in Deutschland leben. Alles klar? Dann mal los.

Gewonnen hat Laura Vömel! Herzlichen Glückwunsch dir. Habe dir bereits eine Nachricht gesendet und sobald du mir deine Adresse gesendet hast, geht der Ergobaby an dich.
Bei allen anderen möchte ich mich fürs mitmachen bedanken. Ganz bestimmt gibts hier bald wieder ein tolles Giveaway und ich hoffe ihr seid dann wieder am Start.

Dieser Beitrag ist in Kooperation mit Ergobaby Deutschland entstanden.