Meine Mama. Besorgt, das würde sie wohl ganz gut umschreiben. Und ich sage euch eins: Dieses Besorgtsein hat mich oft soooo genervt. Als ich mit Anfang 20 für ein paar Monate nach Südafrika gehen wollte, hat sie wochenlang versucht mich umzustimmen. Boah, was war ich sauer. Habe ihre Sorgen gar nicht verstanden. Als ich dann in Südafrika die Zusage für einen Job in Australien direkt im Anschluss bekommen habe, habe ich meinem Vater und meinen Schwestern gesagt, sie dürfen es Mama erst kurz vorher sagen. Nicht dass sie wieder versucht mich die ganze Zeit umzustimmen.

Ja, ich habe viele Muttertage nicht zu Hause verbracht, sondern mit einem Rucksack in der Welt. So habe ich Mama Blumen von Belize in Mittelamerika aus senden lassen oder auch von Zanzibar/Tansania. Über die hat sie sich immer sehr gefreut und ich glaube auch ein bisschen gespürt, dass ich trotz dessen ich um die Welt tingle, auch an sie denke.

Heute, als Mama von zwei Kinder, kann ich die Sorgen und Ängste meiner Mutter sehr, sehr gut nachvollziehen. Das Glück, was ein Kind mit sich bringt, aber auch nie vorher vorstellbare Ängste, davon habe ich auch schon einmal geschrieben. Ich glaube, die Sorge um das eigene Kind, die kann man erst nachempfinden, wenn man selbst eins hat. Dieses dass man sein Kind vor allem beschützen möchte.

Insgeheim hoffe ich natürlich, dass meine Kinder unseren Reisehunger nicht geerbt haben. Aber das hoffe nur für mich und meine Ängste. Für meine Kinder wäre es natürlich toll, wenn sie die Welt sehen können – ok, Mama versteckt sich dann immer im Busch hinter ihnen 😉

Zu diesem Muttertag bekommt meine Mama übrigens wieder Blumen von der anderen Seite der Welt aus gesendet – ok, eher die Bestellung tätige ich von dort. Von Bali aus werde ich ihr diesen Strauß von Blume2000.de zusenden und ich bin mir sicher, ihre Freude wird riesig sein. Dort habe ich übrigens auch schon die anderen Sträuße bestellt, die ich ihr von rund um der Welt zu Muttertag und Geburtstag gesendet habe.

Was ich noch erst jetzt richtig nachvollziehen kann, seitdem ich Mama bin? Andere Mamas und das, was sie als Mütter leisten. Mütter wachsen über sich hinaus. In Schwangerschaft, bei der Geburt, in der ersten Zeit mit Baby und all die Jahre, wo sie sich sorgen, kümmern, trösten, lachen, Händchen halten, motivieren und anfeuern. Mama sein ist wohl die härteste und gleichzeitig erfüllendste Aufgabe die es gibt. Das kann ich jetzt als Mutter nachvollziehen. Und ich kann den Hut ziehen. Den Hut vor anderen Müttern, die ganz Besonders leisten. Und deshalb möchte ich zu diesem Muttertag auch einer anderen Mama eine kleine Freude machen. Einfach weil ich ganz genau weiß, dass das, was sie gerade leistet, eine ganze Menge ist. Ausgesucht habe ich diesen Strauß, eine bunte Überraschung. Weil ich ihn einfach passend finde um mal zu sagen „Du machst das echt spitze!“