Eine neue Reihe auf meinem Blog, diesmal geht es um kleine Auszeiten. Denn diese sind fast die wichtigsten Zeiten für uns als Familie. Das kann mal ein Tagestrip sein, ein paar Tage Kurzurlaub oder auch einfach nur ein langer Spaziergang zu den Pferden. Einfach eine kleine Auszeit mit der ganzen Familie. Weg vom Alltag, die Akkus aufladen und uns darauf besinnen, was wirklich wichtig ist.

Den Start macht unser letzter Kurztrip ins schöne Sauerland. Egal ob als Tagestourist oder ein, zwei Nächte vor Ort, eine Auszeit in die puderige Schneelandschaft lohnt in jedem Fall. Die Stille des Waldes, das fast Dumpfe der umliegenden weißen Welt wirkt sooo beruhigend. Ohnehin muss ich sagen, dass Auszeiten für mich im Schnee noch so kurz sein können – die Zeit kommt mir hier viel länger vor und der Erholungsfaktor daher wirklich immens. Deshalb werde ich euch jetzt im Winter auch noch ein, zwei Ziele mehr vorstellen, zu denen es sich lohnt auch nur einen kurzen Schneeabstecher zu machen.

Solche Trips kann man in unseren Gefilden leider nur sehr spontan machen, denn die Wetterlage ist natürlich entscheidend. Da oft aber auch schon ein Tag Urlaub ausreicht und die Regionen meist nicht überbucht sind, ist ein Kurztrip dann auch spontan gut möglich.

Wir haben uns freitags entschieden am Sonntag in der Früh ins Sauerland zu fahren. Schnee sollte da sein, aber so wirklich wussten wir es auch erst am Sonntag morgen. Über Booking findet man einfache Unterkünfte, die vom Preis her völlig ok sind. Entweder Hotels direkt in Winterberg oder in der nahen Umgebung kamen für uns in Frage. Da wäre das Hotel Forsthaus, das Wittgensteiner Landhaus oder die Villa Nordhang zu nennen, die alle wirklich gute Bewertungen haben. Da wir diesmal zwei Nächte geblieben sind, haben wir uns für ein Apartment entschieden. Bei einer Nacht wäre es ein Hotelzimmer geworden, weil man bei einer Nacht auch einfach Abend essen gehen kann und dann alle gemeinsam ins Bett. Da reicht ein Zimmer. Ab zwei Nächten finde ich es toll, wenn die Kinder ein eigenes Schlafzimmer haben und die Erwachsenen abends noch ein bisschen zusammensitzen, lesen und ein Gläschen Wein trinken können. Auch am Nachmittag einfach mal einen Keks auf der Couch essen und die Kinder spielen drumrum ist toll. Ich nehme übrigens immer ein paar Duftkerzen mit in den Kurzurlaub und sammle direkt Naturdeko im Wald – das macht es gleich heimelig 🙂 Und für das nächste Mal würde ich mir dann sehr ein „richtiges“ Ferienhaus wünschen. Am liebsten natürlich mit Kamin. Solche gibt es bei Landal in Winterberg – manche sogar mit Sauna im Haus 🙂

Falls ihr eine Nacht bleibt und/oder ihr ein Hotelzimmer buchen möchtet, ein kleiner Tipp: Wenn eure Kinder noch in Reisebetten passen, ruft doch einfach mal an, ob ihr ein Doppelzimmer buchen und einfach Reisebetten mitbringen könnt. Meist ist das kein Problem und sehr viel günstiger als die Zimmer, die einem bei der höheren Personenzahl über ein Buchungsportal ausgeworfen werden.

Tolle Wanderwege mit Kindern rund um Winterberg findet ihr eigentlich überall. Wir waren vor allem rund um Winterberg/Altastenberg in der Nähe der Sauerländer Höhenstraße wandern. Das liegt so auf 800 Höhenmetern, ist also auch gut für Schnee.

Essen gegangen sind wir mit den Kindern mittags. Abends ist es mit ihnen im Restaurant nämlich immer ein wenig anstrengend – auch so ein Grund für das Apartment diesmal 🙂 Empfehlen können wir das bodenständige Kleine Hotel Wemhoff in Altastenberg. Zwar gibt es keine spezielle Khttp://kleines-hotel-wemhoff.de/inderkarte, aber die Gastgeber sind mehr als bemüht für die Kinder das Richtige zu zaubern. Für uns haben sie völlig individuell Backkartoffeln mit Butter und Gurkensalat zubereitet und verlängerten Apfelsaft für die Kinder (Saft mit Wasser). Richtig, richtig lecker ist übrigens das Wildschweinragout aus eigenem Forst.

Ganz besonders kinderfreundlich ist die Dorf Alm in Winterberg. Es kommt gleich ein richtiges Österreich-Gefühl auf und der Platz am Kamin ist besonders schön. Für die Kinder gab es tolle Basteltüten. Sowas habe ich vorher gar noch nicht gesehen. Vieles zum Ausmalen, Kleben, Malen nach Zahlen, funktionale Wachsmalstifte und nicht die einmal benutzbaren unangespitzten Buntstifte, die es sonst gibt. Es gibt eine große Kinderkarte mit den üblichen Gerichten. Auf Wunsch auch verlängerten Apfelsaft und das ohne Nachfrage sogar extra in Kinderbechern mit Strohhalm. Das Kinderessen wird sogar vorab serviert. Also hier hat sich mal wirklich jemand Gedanken um die kleinsten Gäste gemacht.

Die 2,5 Tage haben sich in jedem Fall mehr als gelohnt. Wer Luxus und poshe Wellnesstempel sucht, der ist hier glaube ich nicht ganz richtig (ich lasse mich aber auch gerne überraschen). Ich bin allerdings der Meinung, dass das gar nicht sein muss. Für einen kurzen Abstecher in den Schnee finde ich das Sauerland ganz herrlich und ganz bald wollen wir auch mal ausprobieren, wie es mit dem Skifahren im Sauerland bestellt ist. Bestimmt für einen Start für Kinder auf Skiern auch keine schlechte Destination.

Bald stelle ich euch als Alternative den Harz vor – für alle, für die das Sauerland zu weit ist. Und auch in Oberwiesenthal waren wir schon zum Skifahren… 🙂