Man wird ja vor der Elternschaft ungefragt gewarnt: von Eltern, vor Elternschaft. Dieses mit dem Satz „Ja, ja, ihr werdet schon sehen, das wird sich alles ändern, wenn ihr Kinder habt.“
Bezogen war das auch oft auf unsere Wohnung, die auf deutsch gesagt immer schicki-lacki war. Ok, ich mag jetzt ein bisschen deko-verrückt sein, mit sich ca. 6-9 mal im Jahr ändernder Deko. (Anmerkung der Redaktion für diejenigen, die nicht über 4 Jahreszeiten hinaus kommenden: hinzu kommenden Weihnachten, Ostern, seit Neuestem Halloween und ein bis zwei Kindergeburtstage) und ja, ich habe einen ganzen Schrank voll Dekokram, mindestens 4 unterschiedliche Kissensets und auch der ein oder andere Bilderrahmeninhalt muss dran glauben.
Allen Unkenrufen zum Trotz, mache ich alles in Sachen Deko und schöner Wohnraum nach wie vor so. TROTZ der Kinder und einiges sogar FÜR die Kinder. Und ja, auch unsere Kinder haben eine Daseinsberechtigung in der Wohnung, das macht auch vor „unseren“ Wohnräumen nicht halt.
Aber diese sind eben nicht komplett von den Kindern bevölkert. Ich finde nämlich nichts schlimmer, als sich quasi in einer Kita zu befinden, zu der man nur zufällig selbst den Schlüssel hat. Und eins ist klar, nach 20:00 Uhr sind die Wohnräume auch wieder „Unser Tanzbereich“. Sprich ich will nicht über Spielzeug fliegen oder mich in einem Duplostein festtreten.

Wie machen wir das? Es gibt ein paar einfache Dinge. Unser Spielzeug im Wohnzimmer wird zum Beispiel so auf bewahrt:

IMG_2188Das heißt jedes Kind hat einen Sack mit Spielzeug. Dieser darf gerne im gesamten Wohnzimmer verteilt werden. Soll er sogar! Ich find’s schön, wenn alle zusammen spielen, Duplo bauen oder um die Brio-Bahn herum liegen. Allerdings muss das abends auch wieder eingeräumt werden. Nicht ordentlich, nein. Kindgerecht kann man alles einfach in die Säcke schmeißen. Das hat sogar unsere 2-jährige schon gut hingekriegt und mit heute 3, räumt sie auch gern das Spielzeug vom Babybruder ein. Der große Sack ist übrigens von Hema (schöne gibts auch öfter mal bei H&M), der Kleine von House Doktor. Die haben auch Große

Dann haben wir eine Bastelecke im Wohnzimmer. Das dient auch ein bisschen als Selbstschutz, denn ich bin ehrlich: mit Malstiften will ich Lütti jetzt nicht allein in ihrem Zimmer haben. Früher waren Stifte, Blätter, Kunstwerke und so weiter auf dem Basteltisch verteilt. Fand ich so geht so. Um so mehr Bastelzeug es jedoch wurde, und mittlerweile haben wir Schere, Kleber, Stempel, Unmengen an Aufklebern, Unmengen an Bastelpapier, ging das nicht mehr. Aus diesem Grunde haben wir jetzt neben dem Tisch eine Bastelschublade – und an diese darf man oder besser Lütti nur auf Nachfrage – klappt!

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An was sie selber darf, sind übrigens mittlerweile ihre Stifte und Stempel. So verpackt dürfen die dann auch im Wohnzimmer stehen (Anregung übrigens von Instagram von meiner lieben Vicky). Die Gläser kriegt ihr zum Beispiel bei Ikea.

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Das mit den Stiften war aber auch so ein Thema. Der Ikea -Lacktisch sah nämlich mittlerweile ziemlich – nun ja, bunt aus. Wir haben jetzt ne Folie drüber gezogen (Anmerkung der Redaktion: Achtung, Ehe-Wir). Übrigens natürlich auch jahreszeitlich passend. Habe, Hand auf Herz, auch eine für das Sommerhalbjahr. Die kann man nämlich wieder abmachen. Bestellt habe ich sie bei creatisto und dem Mann das Ganze mit dem Zusatz: ‚die sind dann auch abwaschbar‘ verkauft. Also haben wir sie dran gemacht. Zu zweit. Ich habe mir und meiner Geduld das nämlich nicht ganz so zugetraut.

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Hat aber 1a funktioniert! Und ich muss sagen, ich finde das schon schicki-lacki – mal davon ab, dass ich unseren Esstisch eigentlich auch mit so einer Oberfläche wollte.

Dieser Artikel ist in Kooperation mit creatisto entstanden.