Ja, echt. Ich. Die Nulpe was irgendwelche Maßangaben in der Küche angeht. Unglaublich. Aber 16,7 Kilo Äpfel aus dem Alten Land wollen ja verarbeitet werden und als selbst die Frau bei Edeka gesagt hat „Nö, das ist ganz simpel, das kriegen Sie schon hin“ bin ich mit dem Gelierzucker nach Hause. Mischverhältnis 2:1. Alles klar.

Da ich seit 100 Jahren sau gerne Bratapfelmarmelade esse und hier immer viel Geld im Reformhaus und auf Weihnachtsmärkten lasse, habe ich auch noch einen wirtschaftlichen Vorteil in der Marmeladenproduktion gesehen: Gelierzucker kostet ja echt nix. Und nicht zu vergessen: kleine Aufmerksamkeiten zu Weihnachten. Selbstgemachte Bratapfelmarmelade aus Achtung! selbstgepflückten Demeteräpfeln! Gebt es zu, ihr schleckt euch schon alle 10 Finger.

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Wie habe ich es gemacht?

1 Kilo Äpfel (Achtung, es gilt das Gewicht NACH schalen und Gehäuse raus)
500 gr Gelierzucker
ca. 150-200 ml O-Saft (das Netz sagte A-Saft, den hatte ich nicht, aber O-Saft passte dann eh besser)
50 gr Korinthen oder Rosinen
50 gr kleine Mandelsplitter
Bratapfelgewürze wie Zimt, Kardamon, Kumin, Ingwer oder was euch schmeckt

Die Äpfel schalen, entkernen und mit dem O-Saft kochen bis sie pürier-weich sind. Den O-Saft habe ich dran gemacht, damit ich das Ganze zum Kochen kriege. Und es schmeckt.
Das Ganze pürieren, Mandel und Rosinen rein, einen Messerspitze von jedem Gewürz und zum Kochen bringen.
Jetzt nach und nach dem Gelierzucker rein. Mindestens 4 Minuten unter ständigem Rühren mit Schneebesen kochen.
Dann denn Test machen, ob das Ganze zu Gelee wird. Sprich einen Esslöffel voll Marmelade auf einem Teller verteilen und gucken. Falls noch nicht, weiter kochen. Geht bis max 9 Minuten. Meine war nach 7 Minuten fertig.

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Schmeckt echt sau lecker! Übrigens kann man die Marmelade auch gut in Weihnachtsplätzchen füllen.