Seit vier Wochen teilen wir Haus und Hof, oder besser gesagt die Küche, mit der heiligen Familie und ihren zwei Haustieren. Bereits seit Geburt von Lütti zieht dieses Ensemble jedes Jahr vier Wochen bei uns ein. Seit letztem Jahr erstmals mit der eigenen, selbstgebauten Immobilie.
Warum die Küche? Hier stehen sie zentral am Kopfende und jeden Morgen und Abend kommen wir hier zum gemeinsamen Essen zusammen, jetzt eben als 7 Köpfige Familie.
Zum vierten Advent habe ich einen ganz besonderen Blog-Post für euch. Die letzten vier Wochen habe ich mir immer wieder notiert, was unserer 3-Jährige so über die Krippe und ihre Bewohner eingefallen ist, und das war so einiges.

Also, Bühne frei für die Weihnachtsgeschichte, oder ein advents-langes erstes wirkliches Kennenlernen und Zusammenleben mit der heiligen Familie und ihren Haustieren.

1.12. Zu Beginn ein erstes Kennenlernen. Josef hat ja damals nicht gerade was zur Geschichte beigetragen, heute auch nicht. Es wird mehrfach nachgefragt wie denn der Mann von Maria heißt. Lütti kann oder will sich den Namen nicht merken

2.12 Warum die sich, wenn schon Haustiere erlaubt sind, Ochs und Esel halten scheint ein Rätsel. Wo jedes gute Bauernhofbuch doch zumindest auch Kätzchen im Stall hat. Und das wäre nach Lüttis Aussage wenigstens ein richtiges Haustier

3.12 die ganze Aufmerksamkeit liegt beim Jesuskind: „das ist sooo süß Mama! “ Das führt auch erstmal zur Entführung des Jesuskindes – aber offiziell liegt das ja eh erst am 24. in der Krippe

4.12 die heilige Familie heißt nicht mehr bei ihren Originalnamen. Lütti behauptet stock und steif Maria hieße Sophia, Josef ist für sie nach wie vor nicht existent und das Jesuskind heißt Julius. Aha.

7.12 um die heilige Familie in der Krippe ist es ruhiger geworden, denn wir haben die Maria, Verzeihung die Sophia herself bei uns im Haus. Das ist nämlich Lütti, die Maria, nein die Sophia. Zur detailgetreuen Nachahmung trägt sie ein Küchentuch auf dem Kopf, welches ihr auf keinen Fall abgenommen werden darf.

8.12 wir haben Glück, zur Maria gesellt sich auch noch das Jesuskind. Wir haben nach Lüttis Aussage nämlich auch eins. Das ist ihr Babybruder. Schön!

10.12. Die Krippe in der Küche rückt doch wieder in die Augen des Betrachters. In diesem Fall in meine. Ich „wer hat denn Geld in die Krippe gelegt?“ Es handelt sich um 22 cent auf einem Haufen. Lütti „Ich. Die haben ja keins.“ Das die keine Unterkunft gefunden haben, scheint Lütti stark beeindruckt zu haben.

12.12. Am 3. Adventswochenende hat Lütti Überachtungsbesuch. Am Samstag Abend essen wir noch fast friedlich zusammen mit der heiligen Familie zu Abend. Fast meint es wird mal wieder laut, alle reden wild durcheinander. Mir platzt der Schädel. „Jetzt ist hier endlich mal Ruhe! Das gilt für alle vier am Tisch!“ Lütti will ja grundsätzlich das letzte Wort haben und setzt drauf „Nein, für alle sechs!“
Ja richtig – Maria und Josef sollen schließlich auch ihr Fett weg krigen und die beiden Babys sind mal wieder fein raus.

13.12 Am Adventssonntag haben die beiden Mädels in der Küche zu tun, während wir Eltern noch am Frühstückstisch im Esszimmer sitzen. Einer heult und kommt über den Flur zu uns gerannt. Auf die Frage was los wäre, folgende Aussage „Man wurde mit dem Jesuskind gehauen“. Nein, so geht ja nun wirklich nicht. Nr. 4 der Thromfolge geht in die Küche um die Situation zu schlichten. Ich höre nur noch folgen Wortfetzen von meinem Mann „…nein, dass Jesuskind ist auch keine Bombenkugel.“

15.12. Lütti eröffnet uns, dass sie da nun wirklich mal gerne hin fahren will. Ähh, wohin genau? Na zum Jesuskind in die Krippe. Ah ne, ist klar. Also mal schauen ob wir dann Weihnachten da sind.