So, jetzt ist es also so weit. Fühle mich doch ein bisschen erwachsen. Wir haben nämlich unsere erste eigene, richtige Küche. Nicht dass wir vorher nicht auch schon Küchen gehabt hätten, aber entweder zusammengewürfelt, oder die waren schon drin in der Wohnung. Jetzt haben wir, Trommelwirbel, unsere erste eigene richtige Küche! Mit richtig meine ich so richtig geplant. Mit einem Küchenbauer und so.

Zum Thema woher denn nun die Küche ist, kann ich nur sagen: Ikea wollte uns ganz klar nicht. Anders kann ich den unterirdischen Service uns gegenüber nicht beschreiben. Das muss aber natürlich nicht heißen, dass dies immer so ist. Da wir zwei Angebote von Küchenbauern eingeholt haben und daheim auch grob eine Ikea Küche nach unseren Vorstellungen geplant haben, kann ich sagen, dass der Preisunterschied auch nicht immens war.

Wir haben eine Häcker Küche. Eine bestimmte Marke war uns aber eher nicht so wichtig bzw. wir kennen uns auch nicht aus. Wir haben hier voll unserem Küchenbauer vertraut. Er hat uns alles Material (Oberflächen, Arbeitsplatte) zur Auswahl auch nach Hause mitgegeben, damit wir sehen, wie die Dinge in unserem Zuhause wirken. Raumgröße, Himmelsausrichtung und Lichteinfall sind nämlich sehr entscheidend – das kann man an einer Beurteilung rein im Studio schwer ausmachen.

Wir haben bewusst den alten Fliesenspiegel entfernen lassen und uns gegen einen neuen entschieden. Grund dafür war die ohnehin schon kleine Küche und hier wollten wir nicht mit einem weiteren Element unterbrechen. Entschieden haben wir uns für „Sanfter Morgentau“ von Alpina Feine Farben. Die Wände farbig zu streichen war für uns eine klare Entscheidung, denn wir wollten die hellgraue Küche in seidenmatt Optik wirken lassen. Das grau-grün von Alpina Feinen Farben haben wir gleich mit ins Küchenstudio genommen und auch eine Planke von dem Holzboden. Alles zusammen wirkt ruhig und natürlich. Dafür war das blasse Grün wichtig. Dies lässt die Küche nicht zu kalt wirken. Wie sagt der Hersteller: „Diese zarte Farbpersönlichkeit ist so sanft wie ein Tagesanbruch, ihre subtile Eleganz enthüllt sie mit Bedacht. Ihr blasses Grün trägt noch die Kühle der Nacht in sich, hat sich jedoch bereits von den ersten Sonnenstrahlen des Morgens wärmen lassen.“ Ganz so blumig hätte ich es nicht umschrieben, aber ich finde so ist alles richtig stimmig. Auftragen lässt sich die Farbe von Alpina ja sehr gut, das hatte ich in der Vergangenheit schön häufiger beschrieben.

An Stellen wie der Herdplatte haben wir die Betonnachbildung der Arbeitsplatte als Spritzschutz hochziehen lassen. Eine weitere Alternative ist mit einem Anteil Latex in der Farbe zu arbeiten. Kombiniert haben wir bislang alles mit Schwarz-weißen Accessoires und Holz. Ich finde schöne Holzbretter sollten nicht in der Schublade verschwinden. In der Küche darf auch eine gemütliche Stimmung herrschen, deshalb habe ich auch Kerzenständer aufgestellt. In schwarz wirkt das auch nicht zu schmusig. Die Leinwand ist von artbox.

Damit unser Kinder nicht mehr auf dem Tresen essen müssen, haben wir für die Verlängerung der Arbeitsplatte jetzt einen höhenverstellbaren Barhocker gekauft. Obgleich das bestimmt noch nicht das Ende der Überlegung ist, die Essecke- oder besser Klön- und Schnippelecke gemütlich zu gestalten. Ich muss mal schauen, was ich da noch an bequemen hohem Sitzmaterial finde.