Als Eltern sind wir eigentlich fokussiert auf das Heute, auf das Jetzt, welches wir für unsere eigenen Kinder natürlich besonders schön gestallten wollen. Unsere eigene Kindheit, Werte und Rituale haben uns dabei geprägt. Oft erinnern wir uns heute gerade zu nostalgisch daran, wie wir aufgewachsen sind. Oft so unbeobachtet und frei. Wir erinnern uns an die kleinen Dinge und das macht mich nachdenklich. Sind es nicht eher die kleinen Momente des Alltags, die eine Kindheit wirklich glücklich machen? Was ist wichtig? Was sind Dinge, an die ich mich besonders gerne erinnere?

Im Rahmen einer neuen Kampagne von HP Inc. habe ich mich an meine eigene Kindheit erinnert und machte eine Reise in die Vergangenheit machen. Vor ein paar Tagen, auf der Geburtstagsfeier meiner Mama, habe ich mit meinem Vater ein bisschen in den alten Fotoalben geblättert. Habe geschaut, welche Bilder meiner Kindheit dort drin sind.

Ich bin eins von fünf Kindern. Alles Mädchen. Trotzdem war ich irgendwie nie die Puppenmama. Ich spielte viel mehr total gerne mit Jungs. Wovon es leider kein Bild gibt: die Erfüllung meiner Wunschträume war im Kindergarten-Alter ein ferngesteuertes Auto. Das fand ich super klasse! Also eher nicht so Mädchen-like ☺

Überhaupt würde ich gar nicht von vielen „typischen“ Dingen in unserer Familie sprechen. Ja, es gab Rituale, aber das waren bei uns oder in meinen Kinderaugen meist nicht so die typischen, großen Momente. Das waren eher kleine Dinge. Die sind natürlich nicht in den Alben zu finden. Diese waren Feste wie Weihnachten oder Taufe vorbehalten.

Was ich besonders schön fand, war am Samstag mit zu meinen Großeltern zu fahren. Dort gab es zum Mittag in der alten Küche fast immer schlesische Grützwurst. Wir nannten die Schießwurst. Einfach weil die Grütze aus der warmen Wurst schoss, wenn man den Pelle öffnete. Hört sich jetzt vielleicht unschön an, aber wir Kinder fanden dieses Essen mit Stampfkartoffeln und Sauerkraut einfach köstlich! – mein erster Freund hätte fast gekotzt, als er mal Samstags bei uns zum Essen war…

Ein anderes, wenn man so will, Ritual waren unsere Ausflüge mit unseren Steckenpferden. Wir hatten unten im Keller richtige Boxen für die Pferde und machten erst mit unserer Mama, später alleine, richtige Wanderausritte mit unseren Steckenpferden. Unsere Mama packte uns Kinder ins Auto, um genauer zu sein in ihren orangenen Käfer, und es ging los. Irgendwie habe ich diese Ausflüge auch immer als ein bisschen chaotisch in Erinnerung. Das Auto ist auch mal liegen geblieben oder eins der Steckenpferde im Kornfeld verloren gegangen. Trotzdem fand ich diese Ausflüge mit meiner Mama schön.

Überhaupt sind mir die Ausflüge ein liebes Ritual aus meiner Kindheit. Sonntags zogen wir immer mit meinem Vater los. In den 80ern war es irgendwie nicht so, dass die Väter in der Woche viel mit den Kindern machten. Dafür machten wir am Wochenende umso mehr gemeinsam. Wir sind oft in den Zoo oder in den Märchenwald gegangen. Noch öfter aber zum Ponyreiten. Das fand ich richtig schön. Übrigens machten wir diese Ausflüge meist Vormittags (heute kann ich mir gar nicht vorstellen, wie wir alle vier am Wochenende morgens pünktlich los kämen) denn Mittags gab es Braten. Den mochte ich so gar nicht! Es sei denn es gab Brathähnchen. Mein absolutes Lieblingsessen und am tollsten fand ich, es wenn man den Bollen mit den Fingern abessen konnte. Essen scheint ja irgendwie ein zentrales Thema meiner Kindheit – siehe Beitragsbild. Aber das ist es wohl für meine Kinder auch 🙂

Ohh, ich glaube, ich könnte ewig so weiterschreiben. Aber mir fällt vor allem auf, dass es für mich oft die kleineren, alttäglicheren Dinge sind, an die ich mich erinnern kann. Nicht die Feste die in Fotoalben festgehalten werden, oder die Urlaube. Wenn es Urlaube sind, dann Kleinigkeiten daraus. Wie ein Urlaub an der Ostsee bei dem hinter der Ferienwohnung immer Kaninchen auf der Wiese grasten.

Ich glaube, es ist wichtig, sich heute als Eltern mal Gedanken über Dinge zu machen, die die eigene Kindheit geprägt haben. Dann versteht man die eigenen Kinder auch viel besser. Neulich sagte meine Tochter so nebenbei im Auto: „Mama, ich habe gerade irgendwie so ein gutes Gefühl. So ein schönes. Und weißt du warum?“ Ich wusste es nicht und sie sagte „Ich erinnere mich gerade an eine schöne Sache. Du weißt das bestimmt nicht mehr, aber das war, als das so ganz doll geregnet hat und wir zu dem Kiosk gerannt sind und CJ dieses Bananeneis gegessen hat.“ Ich musste lange überlegen und doch, ich erinnerte mich. Es war im Bali-Urlaub und keiner dieser sonnigen Tage in diesem Traumurlaub an einem Traumstrand. Nein, es war der einzige Tag, wo es geschüttet hat wie aus Eimern, ich mit einem Kind auf dem Arm und dem anderen an der Hand spät abends, nachdem wir den Tag lange im Auto saßen, über überfüllte Straßen durch den Regen zum Kiosk gerannt bin, um das versprochene Eis zu kaufen. Das war für meine Tochter ein ganz schöner Moment, der ihr heute noch ein gutes Gefühl gibt.

Darum will ich in den kommenden Wochen einmal genauer hinhören und hinschauen und die wichtigen Momente für meine Kinder festhalten. Diese Bilder sollen nicht, wie sonst so oft, ungesehen von meinen Kinder auf dem Handy bleiben, sondern ich will sie mit dem HP ENVY Photo Drucker Zuhause ausdrucken, so dass sie in Erinnerung bleiben. Vielleicht mache ich sogar ein Album. Mal schauen. Auf jeden Fall freue ich mich richtig drauf ein wenig die Perspektive zu wechseln.