Ich sitze gerade in der Sonne auf der Terrasse vom Hotel Strandkind in Pelzerhaken. Unsere Kinder haben schon den ganzen Vormittag mit anderen Kindern im Garten gespielt und gerade liest eine der älteren Lütti vor und CJ puzzelt eins der vielen Spiele, die er sich von drinnen einfach selbst rausgeholt habe. Alle also mega entspannt.

Als wir am Freitag ankamen, hat mich das fast ein bisschen irritiert. Ein mega freundlicher Mann hält uns allen die Tür auf. Nein, er arbeitete nicht im Hotel, er war Gast. An der Rezeption werden wir direkt mit einem Du begrüßt. Olaf kommt erstmal mit unseren beiden Kindern ins Gespräch. Er zeigt uns alles. Unten spielen überall Kids. Entweder mit den vielen Spielen oder Büchern, oder im Garten. Lütti ist direkt weg, CJ hinterher. Heißt für uns Sachen aufs Zimmer und gleich sitzen wir schön bei einem Sundowner auf der Terrasse. Läuft also. Mit uns andere Eltern, mit denen wir sofort ins Gespräch kommen. Fast alle sind schon seit letzten Samstag da, also sechs Tage Urlaub mit Kids, und sind immer noch allerbester, entspannter Laune. Selten so viel sympathische Menschen an einem Ort getroffen. Den Hinweis mit der Waschmaschine im Keller habe ich dann auch verstanden, als die Kinder zum Abendessen kommen. 😉 Macht hier aber überhaupt nichts. Die Kinder dürfen dreckig sein, die ganze Zeit barfuss rum laufen und keiner schaut komisch oder verdreht die Augen. Auch nicht, wenn es am Tisch mal einen kleinen Trotzanfall gibt oder vor lauter Müdigkeit am Abend fast der Kopf in den Teller fällt.

Im Zimmer wird uns auf Nachfrage für den Kleinen gleich ein Rausfallschutz oder Babybett zur Auswahl gestellt. Einen Windeleimer gibt es direkt dazu. Top! Das Kinderzimmer wirkt auf den ersten Blick sehr klein, ist aber super gemütlich. CJ schläft mit Rausfallschutz wirklich unten im Hochbett. Ein ziemliches Abenteuer für den Zweijährigen. Ich liege zum Einschlafen immer mit unten und will das ehrlich gesagt zu Hause genauso machen. Mit dem Schrank daneben hat man unten nämlich so eine richtige Höhle.

Vom Balkon können wir direkt auf den Garten schauen. Für CJ der Spielplatz. Da wird abends auch nochmal auf den Balkon gegangen und gesagt „Tüss Pielplatz, dute Nacht“. Der Strand ist 150 Meter entfernt und da kann man sogar nach dem Abendessen nochmal schnell hin. Oder die Kids toben mit den andern Kindern im Garten. Es gibt auch Abende mit Lagerfeuer und Stockbrot im Programm. Sowas habe ich mir ja ehrlich gesagt früher immer gewünscht. Ganz toll.

Überhaupt sind die Sommerferien im Strandkind glaube ich Ferien, die den Kindern in Erinnerung bleiben. Ja, wir haben schon öfters mal Hotels mit Kinderbetreuung gehabt. Hier im Strandkind werden aber Erlebnisse geschaffen. Es wird losgezogen mit dem Bollerwagen. Geklettert. Strandburgen-Wettbewerbe ausgerichtet. Kurz: Es wird sich wirklich Gedanken gemacht. Die Ausstattung ist extrem gut und hochwertig. Nicht nur für die Kinderbetreuung, sondern überhaupt. Es gibt für jeden Gast kostenfrei Fahrräder, Kanus und Boards fürs Stand-Up Paddling. Das finde ich hier vor allem für ältere Kids toll, die einfach mit den Sachen zum Strand ziehen können und loslegen. Rettungswesten sind natürlich auch ausreichend vorhanden.

Für Erwachsene Gäste gibt es übrigens auch ein umfangreiches Fit und Aktiv Programm – es wird also nicht langweilig.

Da es sogar einen Fahrradanhänger gibt, ziehen wir eigentlich jeden Tag noch los. Fahrrad und Anhänger sind wirklich 1a, so macht das richtig Spass. Wir haben hier mittlerweile schon unseren Lieblingsstrand, den Kite- und Surfstrand. Mit ganz feinem Sand und flachem Wasser. Dort gehen wir auch gerne ins Strandpicknick, ein richtig gemütliches Lokal, oder gegenüber ein Eis essen. Dort ist auch direkt ein Spielplatz.

Und wie ist der Urlaub für uns Eltern? Das Strandkind ist nagelneu und erinnert an ein Skandinavisches Hotel. Alles sehr schön hell, mit tollen Hölzern, Steinen und Stoffen. Es gibt hier so einiges, was ich mir auch für Zuhause wünschen würde. Kurz: Es ist sehr mein Geschmack! Alles ist schön weitläufig, kindgerecht, aber eben nicht mit so einem Kita-Touch. Den mag ich ja ehrlich gesagt nicht. Da es jetzt erst seit einem Monat aufhat, ist aktuell noch nicht alles fertig, wie zum Beispiel die Sauna oder ein Essensangebot tagsüber. Aber das Team bemüht sich immer um Lösungen. Klar läuft auch mal was schief, aber das wird hier charmant und ehrlich gelöst. Das mag ich. Was nicht so unserem Tagesplan entsprach, war die Putzzeit. Von vier Tagen wurde zwei Tage erst am Nachmittag geputzt und einen Tag vergessen. Heißt, um die Zeit, wenn wir das Zimmer nutzen – zur Mittagspause, sah es immer extrem chaotisch aus. Klar, wenn man des Abends zwei kleine Wirbelwinde von ihren Abenteuern in Sand, Kies und Gras befreit. Da bleibt dann manchmal auch kein sauberes Handtuch über. Blöd, wenn man dann auch am nächsten Mittag keins hat…

Die Kinder laufen. Einfach weil die älteren Kinder wirklich toll mitschauen. Und auch andere hilfsbereite Eltern sind immer in der Nähe. Das macht mich auch wirklich entspannt. In den Ferien wird die Kinderbetreuung erst ab vier Jahren angeboten, aber es gibt sogar auch ein Program für Teenies. Überhaupt würde ich das Hotel ideal für Eltern besonders mit älteren Kindern finden. Die können wir nämlich auf eigene Faust wirklich viel machen. Das gibt es dann automatisch mehr Zeit für die Eltern mal nur für sich.

Ich bin in jedem Fall großer Pelzerhaken Fan geworden. Ein toller Ort mit wunderschönen Stränden und überhaupt nicht überlaufen. Wir waren bestimmt nicht zum letzten Mal hier und das Hotel Strandkind hat großes Potenzial für wahre Kindheitserinnerungen. So ein Ort, von dem man sagt: „Hier sehen wir uns nächstes Jahr wieder.“ Die Kinder stehen nach dem Strand auf dem Balkon und sofort ruft von unten ein Rudel Kids ihre Namen. Nach dem Essen wird noch durch den Garten gezogen oder man sitzt lässig zusammen in der Spielecke. Ja, sie haben Freunde gefunden und erinnern sich bestimmt an ihre Abenteuer.