In den letzten Jahren und Monaten – kurz seitdem ich Kinder habe, haben mich ein paar Fragen immer und immer mehr beschäftigt:

  • Wo will ich leben mit meiner Familie? 
  • Wieder in der Heimat? Oder bin ich glückliche Zugezogene? 
  • Bin ich eher der Stadt- oder Landtyp? Oder hat sich das durch meine Familie vielleicht total geändert? 

Kurz: Es geht um die Frage, was ZUHAUSE für mich und meine Familie ausmacht. Genau das habe ich auch andere Familien gefragt und möchte euch in diesem Jahr einige davon in Gastartikeln vorstellen. Zuhause kann ja ein Ort sein, aber auch ein Gefühl, Kleinigkeiten. Man kann Landpflanze sein, nun in der Stadt glücklich. Man kann eine Ecke mit Wurzeln oder Erinnerungen haben, die für einen Zuhause sind. Man kann auch mehrere Zuhause haben. Ihr seht, das Thema ist vielfältig, genau wie die Bloggerinnen, die dabei sind.

Ich selbst möchte den Anfang machen und euch mein Gefühl von Zuhause ein bisschen vorstellen.

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Heimat oder Zugezogen?

Ich bin zugezogen, seit nun 11 Jahren in Hamburg. Aber ehrlich: es zieht mich oft in die Heimat, das Münsterland, zurück.

Stadt oder Land?

Ich dachte lange Zeit, ich selbst bin eher der Stadttyp. Allerdings zieht es mich immer wieder raus und ich bin doch sehr von der Fraktion Bodenständig. Ja, ich bin auf dem Land groß geworden, als eine von fünf Schwestern. Gegenüber von einem Bauernhof und jeden Tag am Reitstall. Heute wünsche ich mir oft, meine Kinder würden ähnlich groß werden – räumlich versteht sich (nein, wir haben nicht drei weitere Kinder geplant). Große Pferdefreunde sind sie auf jeden Fall schon mal.

Wir versuchen auch so oft wie möglich Zeit draussen zu verbringen. Schätze zu sammeln. In unserer Wohnung finden sich also eine ganze Menge Pferde und Naturmaterialien 🙂

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Clean oder Kitsch?

Ich würde sagen vielleicht eher Kitsch. Wir haben unheimlich viele Familienfotos in der Wohnung. In Küche und Kinderzimmer selbstgemalte Bilder der Kinder und im Regal finden sich Reiseandenken aus der ganzen Welt wie Muscheln, Buddhas, ein Ganesh und eine ganze Menge afrikanischer Holztiere. Ich mag es, wenn man einer Wohnung Persönlichkeit ansieht.

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Unsere wichtigsten Mitbewohner sind Bücher. Das geht den Kindern Gott sei Dank genauso (meinem Mann gehören davon allerdings nur drei…). Deshalb gibt es auch zu den Bücherregalen überall noch Körbe und Kisten mit Büchern, die gerade gelesen werden. Auf den Fotos hier zum Beispiel in der Weinkiste auf dem Sofa oder in dem alten Korb bei der Kuschelecke im Kinderzimmer. Damit man eben schnell mal zugreifen kann.

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Teuer oder günstig? 

Eher günstig. Ich bin gar nicht so der Typ, der gerne viel Geld ausgibt. Ich freue mich viel mehr darüber ein Schnäppchen gemacht zu haben. Und ich mag Individualität. Ich liebe schöne Dinge vom Flohmarkt. Nichts von der Stange. Das Schränkchen oder die Puppenbetten im Kinderzimmer zum Beispiel.

Den Schrank im Wohnzimmer, unter der Bilderwand, habe ich selbst aufgearbeitet. Sowas macht mir Spaß. Teuer dürfen Sitzmöbel sein. Die sollen aber auch was aushalten und bequem sein. Ansonsten finde ich es wichtig, dass eine Wohnung oder ein Haus ein Gebrauchsgegenstand ist. Wir wohnen hier mit zwei Kindern. Das muss alles schon ein bisschen was aushalten können. Ich finde nichts schlimmer, als wenn Kinder immer vorsichtig sein müssen das bloß nichts kaputt geht.

Mein Lieblingsplatz?

Das Wohnzimmer. Auch wenn ich total gerne endlich in einem eigenen Haus wohnen möchte, so richtig mit Garten und allem drum und dran, liebe ich unsere Altbauwohnung. Den Übergang zu Esszimmer, den Stuck und die alten Dielen. Vom Sofa aus hat man den besten Blick 🙂

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Was wäre für mich und unsere Familie jetzt das perfekte Zuhause? Oder wohnten wir schon darin?

Am liebsten hätte ich mehr Grün. Ein Haus – egal ob das eigene oder gemietet. Wo die Kinder so laut sein dürfen wie sie möchten, wo sie im Garten herumtollen können und wo wir auch endlich wirkliche Haustiere anschaffen können. Ich bin mit einem regelrechten Stall aufgewachsen. Hier haben wir jetzt zwei Kanarienvögel.

Mir wünsche ich ein Zuhause mit Charme, heißt, ich mag es eher mit Charakter als alles neu. Und ja, dass es nicht so weit weg ist vom Stadtleben, wäre toll. Das würde ich nämlich ehrlicherweise auch ganz schön vermissen.

Die Nächste in der Reihe ist Clara vom Blog tastesheriff. Ja, die Frau hat Geschmack! Egal ob es um sauleckere Rezepte, Styles (ich liebe ihre Schuhe und ihr rosa Schlafzimmer!) oder ums Reisen geht – Geschmackspolizei trifft’s!
Ich bin schon ganz gespannt auf ihren Gastbeitrag, denn Clara kommt dort her, wo andere Urlaub machen. Mit ihrer Familie lebt sie mitten in der Stadt. Was ist wohl für sie Zuhause?