Ich bin ja eigentlich nicht sooo der Aktivurlauber. Sonne, Sommer, ein Schörlchen auf zwei – das ist eigentlich so mein Urlaubsprogramm. Für die Kinder wünsche ich mir im Normalfall noch Sand dazu – dann sind die extrem busy. Unsere Wahl für die Sommerferien fiel also auf die Berge – ne ist klar. Aber unglaublich aber wahr, wir haben da so viele tolle Sachen gemacht, dass ich euch umbedingt davon erzählen will.

Ort des Geschehens Saaalfelden-Leogang im Salzburger Land – das Gegenteil von allem was ich bisher so mit Urlaub im Sommer in den Bergen verbunden habe. Hat Saalbach-Hinterglem den Sommer-Slogan Home of Lässig hat, könnte man Saalfelden-Leogang den Namen Home of Super Cool geben. Dank des Bike Parks ist der Ort nämlich voll von sau coolen Bikern, die hier campen und Sport auf höchsten Niveau betreiben.

Und jetzt wir: Fahrradtour in den Bergen

Als der Vorschlag kam, habe ich ja erstmal gelacht. Mit den Rad den Berg hinauf? Nein danke, so ne Sportskanone bin ich dann doch nicht. Mit Ebike und Fahrradanhänger – hört sich schon besser an. Ich erwartete ehrlich gesagt zwei Rentner Bikes und eine Spazierfahrt. mountainbike_ebike_kinderIhr könnt euch vorstellen, dass ich ganz schon guckte als der Fahrradverleiher Sport Mitterer uns zwei ziemlich geniale Mountain Bikes mit Ebike Funktion hinstelle. Ja, ich denke so gehts gerade 🙂

Das Fahren auf den Dingern macht einfach total Spass und hat rein gar nichts von Rentner Style. Den Berg hoch, dass hätten wir so nie geschafft und hoch war ehrlich noch toller als runter, das man den Aufstieg und die Blicke auf das Panorama noch viel mehr geniessen konnte. Stefan hatte übrigens den Fahrradanhänger und hatte sich oben angekommen definitiv einen gute Jause verdient.

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Die Kinder hatten einen ganze Menge Spaß im Anhänger und vor allem unsere Dreijährige hat meinen Mann ordentlich angefeuert. Oben auf der Riedl Alm angekommen hätten sie auf den Spielplatz gehen können, haben es aber vorgezogen mit den Figuren zu spielen und auf dem Holztrecker zu sitzen. Öfter mal was Neues halt. Übrigens ist Leogang ein Ort mit extrem hoher Bio Bauernhofdichte und ich bin ja der Meinung das schmeckt man und das schmeckt mir sehr gut.

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Übrigens Infos zu Amhütten und so weiter findet ihr direkt beim Tourismusverband.

Flying Fox – mit das Beste was ich bisher so gemacht habe

Ein Drahtseil wird von einem Berg zum anderen gespannt und ich soll mich 1,6 km daran hängen bei 130 kmh Spitzengeschwindigkeit in 143 Metern Höhe? Ja, ich dachte erstmal die spinnen.

Dann habe es aber doch gemacht. Seht selbst.

Stefan hat das übrigens noch ein bisschen besser gefilmt 🙂

Unten steht ein Schild: gleich noch mal? Ja, hätte ich am liebsten gemacht. Tausend Dank an den Flying Fox XXL.

Was das Ganze jetzt mit den Kindern zu tuen hat? Während wir wirklich alles gegeben haben „Mama, voll krass wie du da runter gesaust bist, das war soooo schnell“ haben sich die Kinder auf dem Spielplatz vergnügt. Übrigens natürlich wieder inklusive Trampolin und allem Schischi. Und danach? Haben wir noch den Sinne Erlebnis Park erkundet der direkt daneben liegt. Also die haben sich so ein bisschen was einfallen lassen für Kinder 😉

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Reiten, Heuhüpfen und anderer Extremsport

Ja wer sagt eigentlich das Aktivurlaub in den Bergen immer Wandern heißen muss. Lütti, unsere Tochter, hatten da ganz klar andere Wünsche: Ponyreiten! Und Bauernhof. Die Rezeptionistin Inge aus dem Rivus wo wir übernachtet haben hat uns den Tipp mit dem Millinghof gegeben. Einem wirklich wunderschönes alten Bauernhof am Fusse der Berge.

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Hier gibt es all mögliche Tiere. Neben Pferden fallen mir gerade Katzen, Hühner, Schafe, Kaninchen und natürlich Pferde ein. Und jeder ist auf dem Millinghof willkommen. Egal ob Reiter, Spaziergänger, Übernachtungsgäste oder einfach mal nur zum umschauen und Tier streicheln.

Natürlich waren die Kinder reiten. Aber auch Hasen jagen, Ponys striegeln, Wettrennen über die Wiese, Springen ins Heu und natürlich Heuschlacht.

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Wir Eltern haben uns am Kuchenbuffet bedient und bei Cappuccino die Aussicht genossen. Um Baby CJ mussten wir uns dabei keine Sorge machen. Der machte zwar gerade den Spielplatz und den Heuschober unsicher, aber dank tausend und einem Kind, von denen sich gerade die älteren Mädels berufen fühlten auf den Kleinen auf zu passen, könnten wir in aller Ruhe die Sonne geniessen.

Der Millinghof ist wirklich ein toller Tipp und für alle, die es auch mal nicht so lackiert haben möchten, sondern sehr echt.

Ein paar Tipps oder was brauche ich in den Bergen?

Um ehrlich zu sein schon ein bisschen was, denn wie das Wetter so wird weiß man irgendwie nie und Wetter Apps taugen auch kaum. Gerne erinnere ich mich an einen Wanderung, die wir zu 100 Prozent absagen wollten, da nahezu 100 Prozent Regenwahrscheinlichkeit. Die Wanderung ging los, die Einheimischen meinten nämlich es regnet zu 100 Prozent nicht und ich mussten mich und die Kinder erstmal entzwiebeln: Softshelljacke, Strickjacke, bis zu T-Shirt.

Da man echt auf jedes Wetter gefasst sein sollte, in jedem Fall Jacken für die Kinder mitnehmen. Gummistiefel sind auch nicht verkehrt. Aber im Normalfall kenne ich es auch so: für die Kinder hat man ALLES dabei. Für einen selber nichts. Deshalb bin ich mehr als froh, meine neue Gore Windstopperjacke zu haben! Die ist zum einen ultradünn, passt demnach auch noch rein, wenn man für sich selbst eigentlich kein Fitzelchen Platz mehr im Gepäck hat und ist damit auch schön und ganz leicht zu tragen. Und wie das so ist in den Bergen, ist es oben doch ziemlich windig. Da freut einender starke Windschutz der Jacke. Wenn du aber nicht nur mit der Gondel rauf fährst um die schöne Aussicht zu genießen, sondern selbst den Berg erklimmst, dann freust du dich über die extreme Atmungsaktivität der Jacke. Zudem bietet sie Schutz bei leichtem Regen.

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Die Mütze kann man an- und abknöpfen und dann der vielen Taschen mit Reisverschluss habe ich Handy ect. pp auch bei Flying Fox sicher verstauen können. Ich habe die Jacke als PR Sample bekommen (nochmal großes Danke, denn ohne hätte ich wirklich alt ausgesehen) aber ab Herbst ist sie auch im Handel erhältlich.

Einen halbwegs ordentlichen Rucksack solltet ihr natürlich auch haben. Inklusive ausreichend Getränke und ein bisschen was zu essen. Die nächste Hütte ist nämlich doch meist weiter als man denkt.

Was ihr noch braucht: gute Laune! Was ihr nicht braucht: besonderes sportliches Geschick. Einfach machen, denn es macht Spaß!